AUTOSAR_AP_SWS_NetworkManagement
FIG-0389039a254e9b0c
751 × 497 px
10 Release(s)
Figure 1.1: Architecture overview with example applications
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Informelles Architektur- und Schichtenübersichtsdiagramm (Blockdiagramm).
- Funktionale Einordnung: AUTOSAR Adaptive Platform (AP), Functional Cluster Network Management (
ara::nm). Das Schaubild visualisiert die Entkopplung von Applikationen von der direkten Netzwerkverwaltung und definiert die zentrale Rolle des State Management (ara::sm) als Vermittlungsinstanz zwischen Anwendungslogik und physischer bzw. partieller Netzwerkkoordination (Physical Networks,Partial Networks/ PN).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Akteure & Funktionscluster:
- Application (
ara::*Client-Instanzen): Adaptive Applications (AA), die Kommunikationsbedarf besitzen, jedoch keine direkte Verbindung zuNetwork Managementaufbauen. - State Management (
ara::sm): Zentraler Koordinator für Maschinen-, Funktionsgruppen- und Netzwerkzustände auf der Adaptive-Plattform. - Network Management (
ara::nm): Plattform-Cluster zur Steuerung der Busaktivität, Überwachung der Busruhe und Aggregation partieller Netzwerkanforderungen. - Physical Networks (
Physical Network 1,Physical Network 2): Physische Bussysteme bzw. logische Bussegmente (z. B. Ethernet-VLANs, CAN-Interfaces). - Partial Networks (
PN1,PN2,PN3): Partielle Netzwerkcluster (PNCs), die sich segment- oder physisch netzwerkübergreifend erstrecken (farblich codiert als identische funktionale Cluster über mehrere physische Interfaces).
- Application (
- Schnittstellen & Beziehungen:
- Application → State Management (Unidirektional / n:1): Applikationen fordern funktionale Zustände bzw. Kommunikationsbereitschaft bei
ara::sman (z. B. via Function Group State Interfaces / Port-basierte IPC). - State Management ↔ Network Management (Bidirektional / 1:1):
- Abwärts (SM → NM): Übergabe aggregierter Netzwerkanforderungen (
NetworkHandle, PNC-Aktivierung/Deaktivierung, Anforderung von Full Communication oder Freigabe in Richtung Ready Sleep). - Aufwärts (NM → SM): Statusrückmeldungen, Wake-up-Indikationen von externen Steuergeräten und Statuswechsel partieller Netzwerke an das State Management zur Triggern von Zustandswechseln.
- Abwärts (SM → NM): Übergabe aggregierter Netzwerkanforderungen (
- Network Management → Physical/Partial Networks (1:n): Abbildung logischer PNC-Bitvektoren auf die konkreten physischen Kanäle via NM-PDUs (z. B. UDP-NM-Frames).
- Application → State Management (Unidirektional / n:1): Applikationen fordern funktionale Zustände bzw. Kommunikationsbereitschaft bei
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Kommunikationsanforderung: Eine oder mehrere AAs signalisieren
ara::smihren Kommunikationsbedarf. - Zustandsaggregation & Vermittlung:
ara::smaggregiert die Anforderungen gegen das aktuelle Sicherheits- und Maschinenprofil und ruft die Service-Schnittstelle vonara::nmauf, um den jeweiligen Netzzweig oder PNC anzufordern (Network Request). - NM-Zustandsmaschine & PDU-Versand:
ara::nmwechselt von Bus-Sleep Mode bzw. Prepare Bus-Sleep Mode in den Network Mode (Repeat Message State → Normal Operation State).- Periodischer Versand von NM-PDUs (insb. UDP-NM bei Ethernet) mit gesetzten Bits im Partial Network Info-Feld über die zugewiesenen physischen Netzwerke (
Physical Network 1/2).
- Externer Wake-up / Remote Request: Empfang einer NM-PDU mit relevantem PNC-Bit auf
Physical Network 1oder2versetztara::nmin den aktiven Zustand und meldet das Wake-up-Event synchron/asynchron anara::sm, welches daraufhin die Ziel-Applikationen hochfährt. - Freigabe / Busruhe: Beenden alle AAs ihren Bedarf, schaltet
ara::smdie Anforderung anara::nmab.ara::nmstoppt das eigene Senden von NM-Frames (Ready Sleep State), überwacht das NM-Timeout und signalisiertara::smnach Ablauf der Busruhe den Übergang in den Schlafzustand.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Kapselung & API-Zugriff (Strict Decoupling): Applikationsentwickler dürfen niemals direkt auf NM-APIs zugreifen. Sämtliche Netzanforderungen müssen zwingend über
ara::sm(State Management) modelliert und verhandelt werden. - Manifest- & PNC-Konfiguration:
- Integratoren müssen im Execution Manifest und Machine Manifest die Zuordnung der PNCs (
PN1–PN3) zu den jeweiligen physischen Schnittstellen (z. B. Ethernet-Controller, Socket-Adressen, VLAN-Tags) und PDU-Offsets konsistent konfigurieren. - Ein identischer PNC (z. B.
PN1) über mehrere physische Netzwerke erfordert im NM-Stack ein entsprechendes Routing bzw. koordinierte PDU-Filterung/Weiterleitung.
- Integratoren müssen im Execution Manifest und Machine Manifest die Zuordnung der PNCs (
- Timing & Timeouts: Im UDP-NM müssen Sendezyklen (Msg Cycle Time), Überwachungszeiträume (NM Timeout Time) und Wait Bus Sleep Time strikt auf die maximalen Latenzen des State Managements und die Wake-up-Zeiten der Applikationen abgestimmt sein, um verfrühte Bus-Sleep-Events oder hängende Aufwachzyklen zu verhindern.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.