AUTOSAR_AP_SWS_ExecutionManagement
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841 × 667 px
7 Release(s)
Figure 7.17: Authenticated start-up sequence
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Informelles Ablauf- und Schichtenübergangsdiagramm (High-Level Start-up Flowchart) zur Spezifikation der Chain of Trust (Secure / Authenticated Boot Pipeline) gemäß AUTOSAR Adaptive Platform (AP).
- Technischer Zweck & funktionale Einordnung: Modellierung des lückenlosen, kryptografisch verifizierten Hochlaufsystems vom Hardware-Reset bis zur Ausführung von User-Space-Prozessen. Das Diagramm visualisiert die Realisierung von
RS_EM_00014(Authenticity and Integrity of Executables/Manifests) undRS_EM_00015(Secure Startup) innerhalb des Execution Management (EM) Clusters.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Akteure & Entitäten der Vertrauenskette:
Trust Anchor: Hardware-basierte Root of Trust (RoT; z. B. Hardware Security Module / HSM, Secure Boot ROM mit eFuse-verankerten öffentlichen Schlüsseln).Bootloader: Primärer/Sekundärer Bootloader (FSBL/SSBL, U-Boot, Bootmanager) zur Hardware-Initialisierung.OS: POSIX-konformes Betriebssystem (Kernel-Space und Initial-Userspace, z. B. QNX Neutrino, Linux, Integrity).Execution Management: Zentraler Core-Cluster der AUTOSAR AP Foundation; fungiert als Prozess-Manager und Security Enforcement Point für den Anwendungs-Userspace.Processed Manifests/Execution Manifest: Serialisierte, vorverarbeitete Konfigurationsartefakte («AR:ExecutionManifest»), welche Prozesskonfigurationen, Ressourcengrenzen, Function Groups sowieStartupConfigundStartupDependencydefinieren.Adaptive Platform Foundation Modules: Basisdienste der AP (z. B. State Management, Communication Management, Crypto, Diagnostic Management), die architektonisch als reguläre Applikationen modelliert sind.Application Executables/processes: Kompilierte ELF-Binärdateien und deren zur Laufzeit erzeugte OS-Prozessinstanzen («AR:Process»).
- Beziehungen & Modellierung:
- Gerichtete 1:1-Übergaben: Jede Schicht authentifiziert und startet deterministisch die nachfolgende Entität.
- 1:n-Beziehung zwischen
Application ExecutableundProcess: Ein Executable kann über mehrere Manifest-Einträge in mehreren Prozessen instanziiert werden. - Foundation-Module unterliegen identischen Manifest- und Verifikationsmechanismen wie kundenspezifische Applikationen.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Die Authenticated-Start-up-Sequenz erfolgt in fünf sequenziellen Stufen ohne asynchrone Verzweigungen:
- Stufe 1 (Trust Anchor → Bootloader):
- Der Trust Anchor prüft Signatur/Hash des Bootloaders gegen fest verdrahtete/gebrannte Schlüssel (OTP).
- Bei Erfolg: Sprung zur Bootloader-Ausführung.
- Stufe 2 (Bootloader → OS):
- Der Bootloader validiert OS-Kernel, Device Tree und ggf. Root-FS (z. B. FIT-Image-Signatur, dm-verity).
- Übergabe der Kontrolle an den OS-Kernel.
- Stufe 3 (OS → Execution Management):
- Das OS authentifiziert das EM-Binary (z. B. via IMA – Integrity Measurement Architecture oder OS-eigene Signature-Checks) und startet EM als prioritären Initialprozess.
- Stufe 4 (Manifest-Verifikation & Dependency Resolution):
- EM verifiziert Integrität und Authentizität der
Processed Manifests. - EM parst Abhängigkeitsstrukturen (
StartupDependency) und ermittelt die topologische Startreihenfolge für Foundation- und User-Applikationen unter Berücksichtigung des aktivenMachineStatebzw. derFunctionGroupStates.
- EM verifiziert Integrität und Authentizität der
- Stufe 5 (Executable-Verifikation & Prozess-Instanziierung,
SWS_EM_02305):- Vor jedem Prozessstart (
fork/posix_spawn) authentifiziert EM das zugehörigeApplication Executable(Signatur/Prüfsumme). - Nach erfolgreicher Validierung erfolgt die Instanziierung der Prozesse entlang der berechneten Startreihenfolge.
- Vor jedem Prozessstart (
- Abbruchbedingungen & Fehlerbehandlung:
- Jede fehlschlagende Authentifizierung bricht die Chain of Trust hart ab.
- Gemäß
SWS_EM_02305: Schlägt die Prüfung von Manifest oder Binary fehl, darf EM den betroffenen Prozess nicht starten; es erfolgt eine Fehlermeldung an das Logging/Tracing-Subsystem bzw. ein Security-Event an das State Management.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Konfigurationsanforderungen (Toolchain & Manifest-Deployment):
- Für alle Binaries (Foundation und User-Apps) sowie Execution Manifests müssen im Build- und Packaging-Prozess kryptografische Signaturen generiert und in den jeweiligen Deployable-Containern bereitgestellt werden.
- Abhängigkeiten zwischen Modulen müssen im Execution Manifest zyklenfrei (
StartupDependency) definiert sein, um Deadlocks beim sequenziellen Hochlauf zu verhindern.
- Laufzeit- und Echtzeiteinfluss (Boot-Time Budgeting):
- Die kryptografische Verifikation aller Executables und Manifeste vor der Ausführung verlängert die Time-to-Operation signifikant.
- Entwickler müssen hardwarebeschleunigte Kryptografie (Crypto Stack /
ara::cryptobzw. OS-Crypto-Treiber) einbinden oder Authentifizierungsmechanismen wie Page-Hash-Verifikation (z. B. dm-verity) auf OS-Ebene nutzen.
- Architektureinschränkung:
- Dynamisches Nachladen unzertifizierter/unsignierter Binaries oder Skripte zur Laufzeit ist normativ ausgeschlossen. Foundation-Module genießen keine Sonderrechte und müssen vollständig über Manifeste deklariert sein.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.