Figure 7: 4 AUTOSAR Layered View with channels
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1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
Statisches Architektur- und Schichtenmodell (AUTOSAR Layered View) des AUTOSAR Classic Krypto-Stacks mit vertikalen logischen Kanalstrukturen (Channels). Das Diagramm veranschaulicht die Einbettung des Crypto Service Managers (CSM) in die AUTOSAR-Basissoftware (BSW) sowie die hierarchische Weiterleitung kryptografischer Anfragen von der Applikationsebene bis zur zugrundeliegenden Hardware (Microcontroller/HSM) über standardisierte Zwischenschichten.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Das Diagramm gliedert sich vertikal in Software- (SW) und Hardware-Ebenen (HW):
- Application Layer: Beinhaltet mehrere Software-Komponenten/Applikationen (
App1,App2,App3), die spezifische Krypto-Dienste anfordern (App1: AES,App2: AES,App3: RSA). - Runtime Environment (RTE): Vermittelt Schnittstellenaufrufe zwischen Application Layer und BSW.
- Service Layer: Beherbergt den
CSM (Standard), der funktionale Krypto-Jobs entgegennimmt und über logische Kanäle verwaltet. - ECU Abstraction Layer: Enthält das
Crypto Interface(CryIf), welches als Abstraktions- und Routing-Instanz dient. - Microcontroller Abstraction Layer (MCAL): Enthält den hardwarenahen
Crypto Driver(Crypto). - Complex Drivers (CDD): Schichtenübergreifender Block parallel zu Service Layer, ECU Abstraction Layer und MCAL.
- Microcontroller (HW): Beinhaltet ein Hardware Security Module (
HSM) mit Hardware-Krypto-Engines (HW-AES,HW-RSA). - Logische Kanäle & Schnittstellen:
Channel HW-AES: Führt vonCSMdurchCrypto InterfaceundCrypto DriverzuHW-AES. Weist Priorisierungen bzw. Sub-Kanäle auf (AES low,AES high).Channel HW-RSA: Führt vonCSMdurchCrypto InterfaceundCrypto Driverdirekt zuHW-RSA.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Das Diagramm stellt die Verteilung und Pufferung von Krypto-Aufträgen über zwei dedizierte Queuing-Stufen dar:
- Auftragsinitiierung: Applikationen übergeben asynchrone oder synchrone Krypto-Jobs über die RTE an den CSM (
App1undApp2adressieren AES-Dienste,App3RSA-Dienste). - CSM Queuing: Im Service Layer existiert für jeden Kanal eine konfigurierbare Warteschlange (
CSM queuing), die Aufträge puffert, falls nachgelagerte Kanäle oder Treiber beschäftigt sind. - Routing: Das
Crypto Interfaceleitet die Kanäle (Channel HW-AES,Channel HW-RSA) transparent an den zuständigenCrypto Driverweiter. - Crypto Driver Queuing: Im MCAL-Treiber erfolgt eine hardwarenahe Pufferung (
Crypto driver queuing), insbesondere differenziert nach Prioritätsstufen (dargestellt am AES-Kanal mitAES lowundAES high). - Hardwareausführung: Die Jobs werden an die entsprechenden Hardware-Beschleuniger des
HSM(HW-AES,HW-RSA) zur Ausführung übergeben.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
Für Systemintegratoren und BSW-Entwickler verdeutlicht die Abbildung die zweistufige Warteschlangen-Architektur (CSM queuing vs. Crypto driver queuing):
- Das Kanalrouting muss im CSM und Crypto Interface konsistent auf die Treiberobjekte und Hardwarekanäle des Crypto Drivers abgebildet werden.
- Mehrere Applikationen (
App1,App2) können denselben logischen Hardwarekanal (Channel HW-AES) nutzen; die Serialisierung und Priorisierung erfolgt über die Queues im CSM bzw. Crypto Driver. - Bei der Konfiguration von Kanälen mit unterschiedlichen Prioritäten (
AES lowvs.AES high) ist sicherzustellen, dass hardwarenahe Treiberqueues und Preemption-Strategien des Treibers passend zu den Latenzanforderungen der jeweiligen Applikationen ausgelegt sind.
Zugeordnete Anforderungen
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