AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
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Figure 4.3: Safety features
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Schichtenmodell / Funktionsblock-Architekturdiagramm (Klassifikation: Functional Architecture Cluster Matrix) der AUTOSAR Adaptive Platform (ARA).
- Technischer Zweck & Einordnung: Das Diagramm aus
AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign(R23-11, Kap. 4) systematisiert die funktionalen Sicherheitsmechanismen (Safety Features, grün hinterlegt) gemäß ISO 26262 (bis ASIL D) innerhalb der adaptiven AUTOSAR-Laufzeitumgebung. Es verortet die Sicherheitsbausteine in den jeweiligen Functional Clusters (FCs) der Platform Foundation, der Platform Services sowie der horizontalen Betriebssystem-Abstraktion (POSIX PSE51 / C++ STL Interface) gegenüber dem unterlagerten POSIX OS und den übergeordneten User Applications.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Schichtenarchitektur (Top-Down):
- User Application Layer:
Application: Ausführungsebene der adaptiven Applikationen (AAs), gekapselt in eigenen OS-Prozessen.
- AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications (ARA):
- OS-Abstraktion (vertikale Flanke):
POSIX PSE51 / C++ STL Operating System Interface– definiert die eingeschränkte, deterministische Schnittstelle zur Thread-, Memory- und Prozessverwaltung. - Platform Foundation Functional Clusters (FCs) (Bibliotheks- / Adressraum-getriebene Basiscluster):
Communication Management(ara::com): Enthält das Enabler-Feature Safe E2E Communication (End-to-End-Schutz für ereignis- und methodenbasierte Interprozess- und Inter-ECU-Kommunikation).Execution Management(ara::exec): Realisiert "Authentic" boot, Resource Groups (Kryptografisch verifizierte Prozessstarts, Zuweisung von CPU-/Speicherbudgets via Resource Groups zur Wahrung von Freedom from Interference).Persistency(ara::per): Bietet Safe Storage (Redundante, CRC-abgesicherte Ablage von Key-Value-Paaren und File-Streams gegen Flash-/FS-Korruption).Time Synchronization(ara::tsync): Stellt Safe Time bereit (Synchronisation globaler Zeitbasen mit Integritäts- und Plausibilitätsprüfungen).Platform Health Management(ara::phm): Realisiert Alive, Deadline, Logical Supervisions (Laufzeit- und Kontrollflussüberwachung von Programmsequenzen und Checkpoints).Core(ara::core): Erzwingt Exception-less API design (Verzicht auf C++-Exceptions zugunsten vonara::core::Result<T, E>/ara::core::ErrorCodezur Laufzeit-Deterministik).Safe Hardware Acceleration(ara::shwa): Enthält das Enabler-Feature Exception-less API design (Standardisierte, deterministische Schnittstelle für Hardwarebeschleuniger wie GPUs oder NPUs ohne C++-Exceptions).- Weitere Foundation FCs (ohne expliziten Safety-Enabler-Tag):
Diagnostic Management(ara::diag),Intrusion Detection System Manager(ara::idsm),Network Management(ara::nm),Cryptography(ara::crypto),Raw Data Stream(ara::rds),Log and Trace(ara::log),Firewall(ara::fw).
- Platform Service FCs (Systemdienste als eigenständige Prozesse):
Update and Config Management(ara::ucm service): Bietet "Safe" update (Transaktionale, fehlertolerante A/B-Partitionierungs-Updates und Rollback-Mechanismen).State Management(ara::sm service): Bietet Coordination of Degradation (Zentrale Koordination von Function-Group-Zuständen, Notlaufmodi und Übergang in den Safe State).
- Standardized App/Interface FCs & Vehicle Service FCs:
Sensor Interfaces(ara::adi::sensoritf service): Standardisierte Schnittstellen für Sensordaten (z. B. ADAS/AD-Umfeld).Vehicle Update and Config Management(ara::vucm service): Flotten- und Fahrzeug-weites Update-Management.Automotive API Gateway(ara::aag): Fahrzeugweiter Dienst für standardisierte API-Gateways und externe Schnittstellenanbindungen.Remote Persistency(ara::rper service): Fahrzeugweiter Dienst zur verteilten bzw. netzwerkweiten Datenpersistierung über ECU-Grenzen hinweg.
- OS-Abstraktion (vertikale Flanke):
- Base Software Layer:
POSIX OS: Zertifiziertes Echtzeit-Betriebssystem (RTOS / Microkernel) mit Speicherschutz (MMU) und Prozessisolation.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Obgleich als statische Clusterübersicht modelliert, bedingen die hervorgehobenen Sicherheits-Enabler eine gekoppelte Fehlererkennungs- und Reaktionskette:
- Startphase (Authentic Boot & Partitionierung):
- Das OS startet
ara::exec. Dieses prüft die Authentizität der Binaries, weist Prozesse den im Execution Manifest deklarierten Resource Groups (CPU-Kerne, Cgroups, Scheduling-PolicysSCHED_FIFO/SCHED_RR) zu und fährt Function Groups hoch.
- Das OS startet
- Laufzeitüberwachung (Nominalbetrieb):
- Applikationen senden Status-Checkpoints an
ara::phm. ara::phmevaluiert zyklisch:- Alive Supervision: Meldefrequenz innerhalb des Toleranzfensters?
- Deadline Supervision: Einhaltung der maximalen Latenzen (WCET) zwischen zwei Checkpoints?
- Logical Supervision: Gültigkeit der Übergänge im Kontrollflussgraphen?
- Parallel sichert
ara::comüber E2E-Header (Counter, CRC) Daten gegen Übertragungs- und Pufferfehler ab.
- Applikationen senden Status-Checkpoints an
- Fehlereskalation & Degradation (Safety Reaction Loop):
- Stellt
ara::phmeine Verletzung fest, feuert es einen Health-Status anara::sm(State Management). ara::smleitet asynchron die koordinierte Degradation ein (Coordination of Degradation): Herunterfahren nicht-kritischer Function Groups oder Umschaltung der Applikation in einen definierten Safe State / Notbetrieb.
- Stellt
- Fehlertolerante Persistierung & Wartung:
- Im Fehler- oder Shutdown-Pfad speichert
ara::perKonfigurations- und Diagnosezustände fehlersicher (Safe Storage). - Softwareänderungen über
ara::ucmerfolgen zweistufig (Staging → Verification → Activation); bei Validierungsfehlern erfolgt der automatische Fallback auf die vorherige funktionale Partition.
- Im Fehler- oder Shutdown-Pfad speichert
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- API-Design & Exception-Handling (
ara::core):- Entwickler dürfen in ASIL-relevantem Adaptive-Code keine Standard-C++-Exceptions (
throw,try-catch) nutzen (Konformität zu AUTOSAR C++14 Rule A15-0-1 / MISRA C++:2023). - Alle fehlgeschlagenen Operationen müssen über Monaden (
ara::core::Result<ValueType, ErrorCode>) abgefragt und behandelt werden, um Stack-Unwinding-Latenzen zu eliminieren und WCET-Garantien zu erfüllen.
- Entwickler dürfen in ASIL-relevantem Adaptive-Code keine Standard-C++-Exceptions (
- Prozessisolation & Freedom from Interference (
ara::exec):- Mixed-Criticality-Systeme (z. B. ASIL D neben QM) erfordern eine strikte Zuordnung zu Resource Groups im Manifest. Entwickler müssen Speicher-Limits (
memoryMB) und CPU-Bandbreiten exakt budgetieren, um gegenseitiges Blockieren (Starvation) auszuschließen.
- Mixed-Criticality-Systeme (z. B. ASIL D neben QM) erfordern eine strikte Zuordnung zu Resource Groups im Manifest. Entwickler müssen Speicher-Limits (
- Instrumentierungspflicht für PHM (
ara::phm):- Sicherheitsrelevante Threads müssen explizit mit
ara::phm::SupervisedEntityundReportCheckpoint()instrumentiert werden. - Diskrepanzen zwischen Modell (Manifest-Konfiguration der Min/Max-Deadlines) und realer Thread-Ausführung führen zum sofortigen Eingriff durch das State Management.
- Sicherheitsrelevante Threads müssen explizit mit
- E2E-Absicherung (
ara::com):- Die Datenintegrität auf Schnittstellenebene erfordert die Konfiguration von E2E-Protection-Profilen im ARXML-Servicedesign. Entwickler müssen den E2E-Status jedes empfangenen Samples vor der Weiterverarbeitung im Payload auswerten.
- Restriktion auf POSIX PSE51:
- Direkte Systemaufrufe an das OS müssen auf das Single-Process-Multithread-Profil (PSE51) limitiert bleiben;
fork(),exec()oder dynamisches Nachladen von Shared Libraries zur Laufzeit sind aus Safety-Gründen untersagt.
- Direkte Systemaufrufe an das OS müssen auf das Single-Process-Multithread-Profil (PSE51) limitiert bleiben;