DEENESPTFRRUARHIKOZHNL
AUTOSAR_CP_SWS_TcpIp FIG-0c35709937081cf0 932 × 605 px 2 Release(s)

Figure 7.1: TCP/IP Architecture Overview

SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck: 0c35709937081cf0ff58bffda4d9aab73be940a725906fe733ef6510ab049436
✦ KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08

1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext

  • Klassifikation: AUTOSAR-Schichten- und Komponentenarchitekturdiagramm (Blockdiagramm mit Trennung von Control-Plane und Data-Plane).
  • Technischer Zweck: Spezifikation der Einbettung des AUTOSAR BSW-Moduls TcpIp (rot umrandete Systemgrenze) in den Ethernet-Kommunikationsstack nach AUTOSAR Classic Platform.
  • Funktionale Einordnung (AUTOSAR Layer):
    • Communication Services: Beherbergt Management-Module (ComM, BswM, Nm, EthSM), Socket-basierte Netzwerkverwaltung (UdpNm), PDU-/Service-Nutzer (PDU Router, Sd, DoIP, HTTP, V2G), den Adaptierungs-Layer Socket Adaptor (SoAd) sowie das Kernmodul TcpIp.
    • Communication HW Abstraction: Beinhaltet das Modul Linklayer Sdu Routing zur Weiterleitung und Vermittlung von SDUs/Datagrammen sowie das Modul Eth Interface (EthIf) zur Entkopplung höherer Schichten von Controller-/Transceiver-Topologien und EthTrcv.
    • Communication Drivers: Hardwarenahe Treiber (Eth Driver) mit Register-/MII-Zugriff und Frame-Serialisierung auf den MAC-Controller.

2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen

Dargestellte BSW-Module & Subkomponenten
  • TcpIp-Kernmodul (Systemgrenze: Rote Box, SWS_TCPIP_00052):
    • IPv4: Vermittlungsschicht-Kern für IPv4-Datagramm-Handling, Routing, Fragmentierung und Reassembly. Beinhaltet die Submodule ICMPv4 (Diagnose/Steuerung) und IPsec (Sicherheitsarchitektur auf IP-Ebene).
    • IPv6: Vermittlungsschicht-Kern für IPv6-Datagramm-Handling. Beinhaltet die Submodule ICMPv6, NDP (Neighbor Discovery Protocol) und IPsec.
    • ARP: Address Resolution Protocol zur IP-zu-MAC-Adressauflösung für IPv4.
    • UDP: Verbindungsloses Transportprotokoll (Paketschnittstelle Messages).
    • TCP: Verbindungsorientiertes Transportprotokoll mit Bytestromschnittstelle (Streams).
    • TLS: Transport Layer Security, integriert in das TCP-Subsystem zur gesicherten Stream-Kommunikation.
    • DHCPv4 / DHCPv6: Getrennte Client-Implementierungen zur dynamischen Adresskonfiguration für IPv4 bzw. IPv6.
  • Obere Nachbarmodule & Vermittler:
    • Socket Adaptor (SoAd): Kernvermittler zwischen AUTOSAR I-PDU-Semantik und Socket-/Verbindungs-Semantik von TcpIp.
    • PDU Router (PduR), Sd (Service Discovery), DoIP (Diagnostics over IP), HTTP, V2G (Vehicle to Grid): Nutzer und Produzenten von I-PDUs.
    • UdpNm: UDP-basiertes Network Management, direkt mit Socket Adaptor gekoppelt.
  • State- & Mode-Management:
    • ComM ↔ BswM: Globale Kommunikations- und Moduskoordination.
    • EthSM (Ethernet State Manager): Koordiniert Netzwerkzustände, Linklayer-Routing, Interface-Betrieb und IP-Adresszuweisung.
  • Untere Schichten:
    • Linklayer Sdu Routing: Vermittlungsinstanz in der Hardware-Abstraktionsschicht zwischen Vermittlungsschicht (IPv4/IPv6) und Netzwerkinterface.
    • Eth Interface (EthIf): Abstrahiert Frames an Hardware-Treiber und steuert Transceiver-Zugriffe.
    • Eth Driver und EthTrcv: Hardwaretreiber für Ethernet-Controller und Transceiver.
Schnittstellen & Interaktionspfade
  • Data-Plane (Schwarze Pfeile):
    • PDU Router ↔ DoIP, Socket Adaptor, HTTP, V2G: Austausch von I-PDUs.
    • Sd ↔ Socket Adaptor: I-PDU-Austausch.
    • DoIP / HTTP / V2G ↔ Socket Adaptor: I-PDU-Datenaustausch.
    • UdpNm ↔ Socket Adaptor: Bidirektionaler PDU-Austausch.
    • Socket Adaptor ↔ TcpIp:
      • Messages: Paketorientierter Datenaustausch mit UDP.
      • Streams: Bytestromorientierter Datenaustausch mit TCP / TLS.
    • Transport ↔ Network Layer: Vollvermaschte bidirektionale Kopplung (UDP ↔ IPv4, UDP ↔ IPv6, TCP ↔ IPv4, TCP ↔ IPv6).
    • IPv4 / IPv6 ↔ Linklayer Sdu Routing: Übergabe serialisierter Datagramme (Datagram).
    • Linklayer Sdu Routing ↔ Eth Interface: Weitergabe von Link-Layer-SDUs.
    • Eth Interface ↔ Eth Driver: Frame-Übergabe (Eth. Frame).
  • Control-Plane (Gelbe Pfeile):
    • ComM ↔ BswM, ComM ↔ Nm, ComM ↔ EthSM.
    • Nm ↔ UdpNm: Propagierung von Netzwerkmanagement-Zuständen.
    • BswM → Sd: Modussteuerung für Service Discovery.
    • DoIP, HTTP, V2G → Socket Adaptor: Modulinterne Steuerbeziehungen.
    • Socket Adaptor ↔ TcpIp: Steuerpfad DHCPctrl zu DHCPv4 und DHCPv6.
    • EthSM → TcpIp, Linklayer Sdu Routing, Eth Interface: Zustands- und Adressierungssteuerung.
    • Eth Interface ↔ EthTrcv / Eth Driver: Transceiver-Status und MII-Zugriff (Mii Read/Write).

3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf

Typische Betriebsphasen
  1. Link-Up & IP-Adresszuweisung (Asynchron / Event-getrieben):
    • Transceiver meldet physikalischen Link an Eth Interface → EthSM registriert den Verbindungsaufbau.
    • EthSM steuert Zustände in Eth Interface, Linklayer Sdu Routing und fordert Adressvergabe im TcpIp-Modul an.
    • Je nach Adresskonfiguration initiieren DHCPv4 bzw. DHCPv6 über UDP die Adressaushandlung, oder es greifen statische Zuweisung bzw. IPv6 SLAAC via NDP/ICMPv6.
    • Statusänderungen der Adresszuweisung werden über DHCPctrl und Callbacks an Socket Adaptor und EthSM signalisiert.
  2. Sende-Sequenz (Synchroner Request → Asynchroner Abruf/Bestätigung):
    • PDU-Quelle (PDU Router, DoIP, HTTP, V2G oder Sd) übergibt Daten an den Socket Adaptor.
    • Socket Adaptor ordnet die I-PDU der konfigurierten Socket-Verbindung zu.
    • Paketorientierte Daten laufen via Messages an UDP, Byteströme via Streams an TCP (bei gesicherten Kanälen unter Einbindung von TLS).
    • Transportprotokolle übergeben Segmente/Pakete an die zuständige Netzwerkschicht (IPv4 oder IPv6), wo Adressauflösung (ARP bzw. NDP) und optionale IPsec-Kapselung stattfinden.
    • Datagramme werden an Linklayer Sdu Routing übergeben, von dort an Eth Interface gereicht und als Ethernet-Frame über den Eth Driver auf das physikalische Medium übertragen.
  3. Empfangs-Sequenz (Interrupt/Polling → Asynchroner Callback-Pfad):
    • Eth Driver nimmt Ethernet-Frames entgegen und reicht sie an Eth Interface weiter.
    • Linklayer Sdu Routing übernimmt die Demultiplexierung und SDU-Weiterleitung an die Vermittlungsschicht (IPv4 oder IPv6).
    • Die Netzwerkschicht validiert Prüfsummen, wickelt IPsec-Entschlüsselung/Authentifizierung ab und leitet die Nutzlast an UDP oder TCP weiter.
    • Socket Adaptor decodiert die Socket-Nutzlast und reicht die extrahierte I-PDU an das Zielmodul (PDU Router, DoIP, HTTP, V2G oder Sd) weiter.

4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise

  • Rolle des Socket Adaptors:
    • Der PDU Router agiert rein auf I-PDU-Ebene ohne Kenntnis von IP-Adressen oder Sockets. Sämtliche Kommunikation zwischen PDU-Ebene und IP-Stack wird über den Socket Adaptor vermittelt, der I-PDUs auf Sockets mappt.
  • Separation von IPv4 und IPv6 (Dual-Stack-Architektur):
    • Die getrennte Ausführung von IPv4 und IPv6 erfordert voneinander unabhängige Puffer- und Tabellenstrukturen: ARP-Tabellen für IPv4 sowie Neighbor-Caches und SLAAC-Zustände via NDP/ICMPv6 für IPv6.
    • Beide Protokollinstanzen binden separat an Transportprotokolle (UDP/TCP) sowie an das unterlagerte Linklayer Sdu Routing an.
  • IPsec-Sicherheitsintegration:
    • Die Integration von IPsec in IPv4 und IPv6 verlagert kryptografische Absicherung (Authentifizierung/Verschlüsselung) direkt in die Netzwerkschicht. Dies erfordert Sicherheitsassoziationen (Security Associations), Richtliniendatenbanken (Security Policy Databases) sowie deterministische Rechenzeit- und Pufferallokation für kryptografische Transformationen.
  • Linklayer Sdu Routing:
    • Das Einfügen von Linklayer Sdu Routing in der Communication HW Abstraction entkoppelt die IP-Datagramme vom direkten Controller-Interface und ermöglicht gezieltes Routing und Weiterleitung von Link-Layer-SDUs vor der Frame-Generierung im Eth Interface.
  • Prozess- und Concurrency-Anforderungen:
    • Zyklische Stack-Funktionen (TcpIp_MainFunctionHandling, Timer für TCP, ARP, NDP und IPsec) müssen konsistent mit den zyklischen Aufrufen von EthSM, EthIf und dem Hardware-Treiber im Taskplan des Betriebssystems orchestriert werden.

Versionsvergleich KI-generiert · gemini-3.8-flash (via agy)

R23-11 → R24-11 normative Änderung Vorgänger: FIG-4727bfedfe5cffc1
  • TcpIp-Kernmodul:
    • Der bisherige kombinierte Vermittlungsschicht-Block IP v4/v6 ist in zwei eigenständige Blöcke IPv4 und IPv6 aufgeteilt.
    • In IPv4 und IPv6 ist jeweils ein dediziertes Submodul IPsec für IP-Sicherheit integriert.
    • Das Protokoll ICMP ist in ICMPv4 (in IPv4) und ICMPv6 (in IPv6) aufgeteilt.
    • Adressauflösungsprotokolle sind getrennt: ARP ist als separater Block an IPv4 gekoppelt; NDP ist als Submodul in IPv6 integriert.
    • Vollvermaschte Transportanbindung: Sowohl UDP als auch TCP sind über Kreuz mit beiden Netzwerkblöcken (IPv4 und IPv6) verbunden.
    • DHCP ist in zwei eigenständige Protokollblöcke DHCPv4 und DHCPv6 aufgeteilt.
    • Das Submodul DNS sowie der zugehörige Steuerpfad DNSctrl zum Socket Adaptor sind entfallen.
    • TLS ist direkt als Subkomponente in TCP integriert; die separate Datenschnittstelle Secure Streams zum Socket Adaptor ist entfallen (gebündelt unter Streams).
  • Communication HW Abstraction:
    • Das Modul Linklayer Sdu Routing ist oberhalb des Eth Interface eingefügt.
    • Die Datagramm-Schnittstellen (Datagram) von IPv4 und IPv6 führen nun zum Linklayer Sdu Routing statt direkt zum Eth Interface.
    • Linklayer Sdu Routing ist über einen Datenpfad mit dem Eth Interface verbunden.
    • Der Steuerpfad von EthSM steuert nun zusätzlich auch Linklayer Sdu Routing.
  • Obere Nachbarmodule & Dienstschicht:
    • Die Module HTTP und V2G sind nun als reguläre (durchgezogene) Blöcke dargestellt statt gestrichelt/optional.
    • Reihenfolge der oberen Module geändert zu Sd, DoIP, HTTP, V2G.
    • DoIP, HTTP und V2G weisen jeweils explizite Steuer- und I-PDU-Datenpfade zum Socket Adaptor auf.
    • Die direkte Datenverbindung (I-PDUs) zwischen PDU Router und Sd ist entfallen.

Zugeordnete Anforderungen

Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.

Erkannte Spezifikationsbelege & Anforderungen auf dieser Seite

Aus dem Dokument extrahierter Text & Kontext

Begleitender Spezifikationstext:

Specification of TCP/IP Stack AUTOSAR CP R25-11 7 Functional specification Figure 7.1 provides an architecture overview of the AUTOSAR TCP/IP stack. The TCP/IP stack consists of the sub modules within the red box. Furthermore the interaction with other AUTOSAR modules (beside Dem and Det) is shown. Figure 7.1: TCP/IP Architecture Overview [SWS_TcpIp_00052] ⌈The TCP/IP stack shall consist of sub modules implementing specific functionalities defined in the subchapters below.⌋ 7.1 System Scalability 7.1.1 Background & Rationale The TcpIp module supports a variety of different use case, not all of them are required by each user. In order to achieve a scalable TcpIp Stack the protocols shall be grouped according to the following scalability classes: • Scalability Class 1: IPv4 - In-Vehicle and Diagnostic Communication • Scalability Class 2: IPv6 - In-Vehicle and Diagnostic Communication 27 of 363 Document ID 617: AUTOSAR_CP_SWS_TcpIp

Vorkommen in AUTOSAR-Releases (2)

Release Dokument Seite Nr. Bildunterschrift im Dokument
R24-11 AUTOSAR_CP_SWS_TcpIp S. 25 7.1 Figure 7.1: TCP/IP Architecture Overview
R25-11 AUTOSAR_CP_SWS_TcpIp S. 27 7.1 Figure 7.1: TCP/IP Architecture Overview