AUTOSAR_AP_RS_IdentityAndAccessManagement
FIG-10ea56a585edc514
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Figure 4.3: Double Access Control for Inter-Platform Communication
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Konzeptionelles Sicherheits- und Kommunikationsarchitektur-Diagramm (Access Control Block Diagram / Policy Enforcement Model) gemäß AUTOSAR Adaptive Platform (AUTOSAR_RS_IdentityAndAccessManagement, Doc-ID 899, Abbildung 4.3).
- Technischer Zweck: Spezifikation des Prinzips der doppelten Zugriffskontrolle (Double Access Control / Defense-in-Depth) bei plattformübergreifender Inter-Platform-Kommunikation zwischen verteilten AUTOSAR Adaptive Platform Instances (Machines/ECUs).
- Funktionale Einordnung: Absicherung von Service-orientierter Kommunikation (z. B. via SOME/IP oder DDS) gegen kompromittierte Plattform-Knoten. Adressiert das Bedrohungsszenario, dass eine Subjekt-Plattform vollständig unterwandert wurde und deren lokaler Durchsetzungspunkt (Policy Enforcement Point, PEP) ausgehebelt ist.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Plattform-Instanzen (Nodes / Execution Environments):
1(Objekt-Plattform): Empfangende Adaptive Platform Instance, die das Ziel-Objekt hostet.2(Unkompromittierte Subjekt-Plattform): Sendende Adaptive Platform Instance mit intakter Sicherheitsdomäne.3(Kompromittierte Subjekt-Plattform): Sendende Adaptive Platform Instance, deren lokales IAM/PEP kompromittiert oder manipuliert wurde.
- Applikationen / Software-Komponenten (Subjekte & Objekte):
A(Object / Service Provider): Ziel-Service bzw. Applikation auf Plattform1.B(Authorized Subject / Service Consumer): Applikation auf Plattform2, die laut Manifest/Access-Matrix über die explizite Capability für Zugriff aufAverfügt.C(Unauthorized Subject / Service Consumer): Applikation auf Plattform2bzw.3, die keine Zugriffsberechtigung aufAbesitzt.
- Sicherheitsentitäten & Kontrollpunkte:
PEP (Policy Enforcement Point): Interzeptor-Komponente außerhalb des Applikationskontexts (z. B. im Middleware-Daemon oder Binding-Layer), die Interaktionen abfängt und Autorisierungsentscheidungen durchsetzt:- Egress-PEP: Senderseitige Filterung beim Verlassen der Subjekt-Plattform.
- Ingress-PEP: Empfängerseitige Filterung beim Eintritt in die Objekt-Plattform.
PDP (Policy Decision Point): Konzeptionell hinterlegt; ermittelt anhand von Berechtigungsnachweisen (Capabilities), ob eine Interaktion autorisiert ist.
- Schnittstellen & Sicherheitsverträge:
- Authentischer Inter-Platform-Kanal: Voraussetzung für die Vertrauenswürdigkeit der Quellplattform-Identität (z. B. via SecOC, TLS, DTLS oder IPsec).
- Superset Manifest: Aggregierte Capability-Menge aller lokal installierten Applikationen einer Plattform zur Validierung am Ingress-PEP.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Das Diagramm stellt zwei distinkte Durchsetzungsszenarien gegenüber:
Regulärer Betrieb – Unkompromittierte Quell-Plattform (Linke Hälfte: Plattform 2 → Plattform 1)
- Abweisung unberechtigter Egress-Kommunikation (
C→A):- Applikation
Cinitiiert Request anA. - Der senderseitige Egress-PEP auf Plattform
2fängt den Request ab, prüft die Capabilities vonCvia PDP und blockiert die Nachricht direkt lokal (rotes Kreuz). - Es erfolgt keine PDU-/Netzwerkübertragung zu Plattform
1.
- Applikation
- Autorisierte Inter-Platform-Kommunikation (
B→A):- Applikation
Binitiiert Request anA. - Egress-PEP auf Plattform
2validiert die Capability vonBpositiv → Weiterleitung über das Netzwerk. - Ingress-PEP auf Plattform
1empfängt die Nachricht, verifiziert die Berechtigung und leitet sie an ServiceAweiter.
- Applikation
Fehler-/Angriffsfall – Kompromittierte Quell-Plattform (Rechte Hälfte: Plattform 3 → Plattform 1)
- Bypass des Egress-PEP:
- Plattform
3ist kompromittiert; der lokale PEP ist inaktiv, manipuliert oder wird umgangen. Die Identitätsbehauptungen einzelner Prozesse auf3sind unvertrauenswürdig. - Unberechtigter Request von
Cverlässt Plattform3ungefiltert über das Netzwerk.
- Plattform
- Abweisung am Ingress-PEP (
3→ Plattform 1):- Request trifft am Ingress-PEP von Plattform
1ein. - Plattform
1identifiziert die Quell-Plattform3über den gesicherten Transportkanal. - Ingress-PEP prüft gegen das ausgetauschte Superset Manifest von Plattform
3, ob überhaupt eine Applikation auf Plattform3berechtigt ist, auf ServiceAzuzugreifen. - Ist für Plattform
3keine solche Capability deklariert (oderAglobal gesperrt), verwirft der Ingress-PEP auf Plattform1den Request deterministisch vor der Zustellung anA(rotes Kreuz vorA).
- Request trifft am Ingress-PEP von Plattform
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Prozessisolation des PEP:
- Der PEP darf niemals im Speicher-/Prozesskontext der Applikation ausgeführt werden. Er muss strikt im Kommunikations-Daemon (z. B.
ara::comService-Daemon / Binding-Prozess) oder auf OS-/Kernel-Ebene (Socket-Filter) verankert sein, um Manipulation durch kompromittierten Applikationscode auszuschließen.
- Der PEP darf niemals im Speicher-/Prozesskontext der Applikation ausgeführt werden. Er muss strikt im Kommunikations-Daemon (z. B.
- Zero-Trust auf Empfängerseite (Ingress Mandatory):
- Entwickler von Service-Providern dürfen sich niemals auf die Zugriffskontrolle der Client-Plattform verlassen. Jede Plattforminstanz muss eine autarke Ingress-Zugriffskontrolle implementieren (Defense-in-Depth).
- Manifest-Integrität & Deployment:
- Alle Manifeste (Execution- und Service-Instance-Manifeste) müssen kryptografisch signiert und unveränderlich abgelegt sein.
- Für die plattformübergreifende Filterung müssen die Plattformen Superset Manifests austauschen. Da die automatische Synchronisation laut AUTOSAR-Standard außerhalb des Standard-Scopes liegt, muss dieser Austausch im Systemdesign (z. B. über Deployment-Tools, Flottenmanagement oder statische Konfiguration) definiert werden.
- Kanalauthentizität als Systemvoraussetzung:
- Das IAM-Konzept der empfängerseitigen Plattform-Filterung ist nur wirksam, wenn die Machine-Identität der Gegenstelle fälschungssicher nachweisbar ist. Das Netzwerk-Binding muss zwingend kryptografisch authentifiziert sein (z. B. SOME/IP über TLS/DTLS oder IPSec mit X.509-Maschinenzertifikaten).
Zugeordnete Anforderungen
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