AUTOSAR_AP_EXP_SWArchitecture
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Figure 10.10: Use cases for Firewall
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: UML-Use-Case-Diagramm (Anwendungsfalldiagramm) unter Verwendung des AUTOSAR Adaptive Platform (AP) Metamodell-Stereotypprofils (
«aapUseCase»,«aapFunctionalCluster»,«aapTriggers»,«aapParticipates»). - Funktionale Einordnung: AUTOSAR Adaptive Platform Security-Architektur (Spezifikationsdokument:
AUTOSAR_EXP_SWArchitecture, Kapitel Firewall / Release R22-11). - Technischer Zweck: Spezifikation der funktionalen Abgrenzung und Schnittstelleninteraktionen des Subsystems Firewall mit Akteuren der Plattform (Anwendungsebene, Kernel/OS) sowie dem Intrusion Detection System (
IdsM).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
System- und Subsystemgrenzen
- Adaptive Platform: Äußere Systemgrenze der Plattform-Laufzeitumgebung.
- Firewall: Subsystemgrenze des logischen Firewall-Clusters zur Regelwerk- und Filterverwaltung auf AP-Ebene.
Akteure (Actors)
Adaptive Application(from Actors): Nutzer- oder Plattformapplikation (typischerweise State Management, Diagnose-Manager oder Update/OTA-Client), die autorisierte Systemzustandswechsel anfordert.Operating System(from Actors): POSIX-konformes Betriebssystem bzw. Kernel-Network-Stack (z. B. Linuxnetfilter/nftables,eBPF/XDPoder hardwarebeschleunigte Switch-Treiber).
Anwendungsfälle («aapUseCase»)
Switch Firewall State: Dynamisches Umschalten des Firewall-Zustands bzw. Aktivieren alternativer Regelsätze (z. B. Umschaltung zwischen Normal Operation, Diagnostic Mode, Production Mode oder Failsafe).Report Security Event: Signalisierung detektierter Sicherheitsvorfälle (z. B. verworfene Pakete, Port-Scans, Rate-Limit-Überschreitungen, Spoofing-Versuche).
Funktionscluster («aapFunctionalCluster»)
Intrusion Detection System Manager(IdsM): Standardisierter Plattform-Daemon (daemon-based). Fungiert als zentraler Empfänger, Filter und Aggregator für sicherheitsrelevante Ereignisse (Security Events) gemäß AUTOSAR-Spezifikation vor der Weiterleitung an ein bordnetz- oder backend-seitiges VSOC/SIEM.
Beziehungen & Stereotypen
Adaptive Application$\xrightarrow{«\text{aapTriggers}»}$Switch Firewall State: Unidirektionaler Auslöser; eine Applikation initiiert die Zustandsänderung über eine IPC-/ara-API.Operating System$\xleftarrow{«\text{aapParticipates}»}$Switch Firewall State: Assoziation zur technischen Umsetzung; das OS realisiert die Filterkonfiguration auf Netzwerk- und Socket-Ebene.Operating System$\xrightarrow{«\text{aapTriggers}»}$Report Security Event: Auslöser; Paketfilter oder Socket-Hooks des Kernels erkennen Anomalien und erzeugen Roh-Events.Report Security Event$\xrightarrow{«\text{aapParticipates}»}$Intrusion Detection System Manager: Interaktion zur Weiterverarbeitung; das IdsM nimmt die standardisierten Security-Events über dessen IPC/OS-Schnittstelle entgegen.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Use Case 1: Switch Firewall State (Zustandsumschaltung)
- Trigger:
Adaptive Applicationsendet einen Zustandswechsel-Request (z. B. ausgelöst durch SM-Zustandswechsel viaara::exec/ara::sm). - Rechteprüfung & Validierung: Die Firewall-Logik validiert Identität, Berechtigung (IAM – Identity and Access Management) und die Gültigkeit des Zielzustands.
- OS-Interaktion (Participation): Die Firewall übersetzt den logischen Zustand in Betriebssystem-spezifische Filterregeln (z. B. atomic commit via
nftablesRuleset, Manipulation von Routing-Tabellen oder Hardware-Offload-Registern). - Rückmeldung: Synchrone oder asynchrone Bestätigung des Zustandswechsels an die aufrufende Applikation.
Use Case 2: Report Security Event (Sicherheitsereignis melden)
- Trigger: Netzwerk-Ingress-Verkehr verletzt eine aktive Firewall-Regel im
Operating System. - Paketbehandlung: Das OS verwirft (DROP/REJECT) das Paket oder leitet es in eine Rate-Limiting-Queue um.
- Event-Generierung: Das Kernel-Subsystem oder ein Userspace-Monitoring-Agent generiert einen Security-Event-Datensatz (IP, Port, Interface, Timestamp, Regel-ID).
- IdsM-Reporting (Participation): Übermittlung des Events an den
Intrusion Detection System Managervia IdsM-Reporting-Interface (IPC). Das IdsM führt Qualifikation, Kontextualisierung und Drosselung (Traffic Limiting) durch.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Architektonische Trennung (Separation of Concerns):
- Applikationen steuern die Firewall ausschließlich indirekt über logische Zustände, niemals durch direkte Injektion roher Low-Level-Paketfilterregeln (IP/Port).
- Paketinspektion und Drop-Entscheidungen verbleiben aus Performance- und Latenzgründen direkt im Kernelspace des
Operating System.
- Sicherheits- und Zugriffssteuerung (IAM / Capabilities):
- Entwickler von Adaptive Applications müssen für
Switch Firewall Stateentsprechende Berechtigungen im Manifest (Execution / Service Instance Manifest, IAM) deklarieren. Nicht autorisierte Zugriffe werden plattformseitig blockiert.
- Entwickler von Adaptive Applications müssen für
- IdsM-Integration & Logging-Overhead:
- Das OS-Reporting an den IdsM-Daemon darf den Echtzeit-Netzwerkstack nicht blockieren. Entwickler müssen asynchrone Queues/Ringspeicher (z. B.
netlink-Sockets, Kernel-Ringbuffer) vorsehen, um Denial-of-Service (DoS) gegen das Betriebssystem durch gezielt provozierte Logging-Spikes zu verhindern.
- Das OS-Reporting an den IdsM-Daemon darf den Echtzeit-Netzwerkstack nicht blockieren. Entwickler müssen asynchrone Queues/Ringspeicher (z. B.
- Zustandssynchronisation:
- Der Firewall-Zustand muss zwingend mit dem Plattform-Gesamtzustand konsistent synchronisiert sein (z. B. keine offenen Diagnoseports außerhalb authentifizierter Diagnosesitzungen).
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.