Figure 7.4: RoeEvent State Chart
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1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
UML-Zustandsdiagramm (State Machine Diagram, Header stm RoeEventStateMachine) zur Spezifikation des Lebenszyklus und Verhaltens einzelner ResponseOnEvent-Ereignisse (ROE) innerhalb des AUTOSAR Classic Platform Basissoftware-Moduls Diagnostic Communication Manager (Dcm). Das Diagramm modelliert das Zusammenspiel zwischen eingehenden UDS-Serviceanfragen (ResponseOnEvent, Service-ID 0x86) und dem internen Verarbeitungs- sowie Sendestatus für ereignisgesteuerte Diagnoseantworten.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Das Diagramm umfasst folgende Modellelemente:
- Pseudozustand:
Initial: Startknoten (ausgefüllter schwarzer Kreis mit BeschriftungInitial).
- Zustände (abgerundete Rechtecke):
Roe cleared: Zustand nach Initialisierung oder Löschung des Ereignisses.Roe stopped: Zustand, in dem das Ereignis konfiguriert/registriert, die Übertragung von Ereignisantworten jedoch gestoppt bzw. inaktiv ist.Roe started: Aktiver Zustand, in dem das Auftreten des definierten Ereignisses das Senden der zugehörigen Diagnosenachricht auslöst.
- Übergänge / Transitionen (gerichtete Kanten mit Referenznummern auf Spezifikationsabschnitte):
[1]: Transition vonInitialnachRoe cleared.[2]: Vorwärtstransition vonRoe clearednachRoe stopped.[3]: Rückwärtstransition vonRoe stoppednachRoe cleared.[4]: Vorwärtstransition vonRoe stoppednachRoe started.[5]: Rückwärtstransition vonRoe startednachRoe stopped.[6]: Selbsttransition aufRoe started.[7]: Rückwärtstransition vonRoe startednachRoe cleared.[8]: Selbsttransition aufRoe cleared.[9]: Direkte Transition vonRoe clearednachRoe started.[10]: Selbsttransition aufRoe stopped.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Der dynamische Ablauf gliedert sich in folgende Pfade und Zustandswechsel:
- Initialisierung: Über Transition
[1]wechselt der Zustandsautomat aus dem PseudozustandInitialunmittelbar in den GrundzustandRoe cleared. - Konfiguration & Steuerung zwischen
Roe clearedundRoe stopped:[2]: Registrierung oder Konfiguration eines ROE-Ereignisses ohne sofortigen Start überführt das Ereignis inRoe stopped.[3]: Rücksetzen bzw. Deregistrieren/Löschen der Ereigniskonfiguration führt zurück nachRoe cleared.[8]: Ereignisbezogene Aktionen (z. B. Clear-Anforderungen im ungesetzten Zustand) verbleiben per Selbsttransition inRoe cleared.
- Aktivierung & Deaktivierung (
Roe stopped<->Roe started):[4]: Startbefehl für ein gestopptes Ereignis schaltet die Übertragung aktiv nachRoe started.[5]: Stoppbefehl deaktiviert die aktive Übertragung und versetzt den Automaten inRoe stopped.[10]: Stopp-/Konfigurationsbefehle im ZustandRoe stoppedverbleiben per Selbsttransition inRoe stopped.
- Direkter Start und Löschen aus dem aktiven Betrieb:
[9]: Direkte Aktivierung bzw. Neuregistrierung mit sofortigem Start ausRoe clearednachRoe started.[6]: Wiederholte Start- oder Aktualisierungsbefehle während des aktiven Zustands führen als Selbsttransition zurück nachRoe started.[7]: Bereinigung bzw. Zurücksetzen des Ereignisses direkt aus dem aktiven ZustandRoe startedführt inRoe cleared.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
Gemäß SWS-Spezifikation (u. a. [SWS_Dcm_00871]) kann der Dcm mehrere unabhängige RoeEvents verwalten, wobei jede Instanz diese Zustandsmaschine durchläuft. Die numerischen Labels [1] bis [10] korrespondieren direkt mit den nummerierten Unterabschnitten der Spezifikation, welche die genauen Auslöser (UDS Service 0x86 Subfunktionen wie stopResponseOnEvent, startResponseOnEvent, clearResponseOnEvent), Bedingungen (z. B. Vorhandensein von DcmDslResponseOnEvent) und Aktionen definieren. Die Implementierung muss sicherstellen, dass Ereignisübertragungen nur im Zustand Roe started getriggert werden und die Verwaltung pro Instanz strikt zustandskonform erfolgt.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.