AUTOSAR_AP_EXP_SOVD
FIG-2542a696e8f974dc
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Figure 2.1: SOVD Reference architecture
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Logisches Systemarchitektur-Diagramm / Blockschaltbild (funktionale Komponentensicht und Protokoll-Routing-Ebene).
- Kontext: AUTOSAR Adaptive Platform (AP) im Zusammenspiel mit AUTOSAR Classic Platform (CP), fahrzeuginternen High-Performance Computern (HPCs) sowie externen On-Board- und Off-Board-Diagnose-Clients gemäß ASAM SOVD / AUTOSAR EXP SOVD (R22-11).
- Technischer Zweck: Spezifikation der zentralen Referenzarchitektur für serviceorientierte Fahrzeugdiagnose (Service-Oriented Vehicle Diagnostics, SOVD). Das Diagramm definiert den einheitlichen RESTful-/API-basierten Diagnosezugang (HTTP/JSON, WebSockets) für heterogene E/E-Architekturen, entkoppelt Clients von fahrzeuginternen Netzwerk- und Protokollgrenzen und etabliert das Routing zwischen nativen AP-Diensten, HPC-zu-HPC-Kommunikation und Legacy-UDS-Steuergeräten.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Legende & Standardisierungsstatus (Farbkodierung gemäß Legend):
Standardized by AUTOSAR(rot): Kernbestandteile der AUTOSAR Adaptive Platform (Application A,Application B,ara::diag,Diagnostic ManagermitUDS HandlingundSOVD Handling).Part of reference architecture(blau): Empfohlene standardisierte Architekturbausteine (SOVD Gateway,SOVD to UDS Translation).Proprietary Component(orange): Nicht durch AUTOSAR standardisierte, herstellerspezifische Komponenten (Backend Connectivity,Other HPCs,UDS ECU).External Component(grün): Externe Clients außerhalb des Fahrzeugs (Remote SOVD Client,Proximity SOVD Client).- Blauer Pfeil: Kennzeichnung der
SOVD-Kommunikationsbeziehungen.
- Netzwerksegmentierung:
Vehicle external network: Äußerer Netzwerkbereich, in dem sich die Diagnose-Clients befinden.Vehicle internal network: Abgesichertes internes Fahrzeugnetzwerk, getrennt durch eine Zonengrenze (gestrichelte Linie).
- Externe Diagnose-Clients (External Component, grün):
Remote SOVD Client: Externe Cloud-/Backend-Entität im externen Netzwerk, angebunden via Mobilfunk/WAN an die fahrzeuginterne Konnektivität.Proximity SOVD Client: Lokales Diagnosetool (Werkstatttester) im externen Netzwerk, direkt an das interneSOVD Gatewayangebunden (z. B. via Ethernet/WLAN).
- Konnektivitäts- & Gateway-Ebene (Fahrzeuginternes Netzwerk):
Backend Connectivity(orange, proprietär): Telematik-/Gateway-Einheit, die das externe Mobilfunknetzwerk terminiert und SOVD-Anfragen an das interne Gateway weiterleitet.SOVD Gateway(blau, Referenzarchitektur): Zentraler SOVD-Einstiegsknoten und Dispatcher/Reverse-Proxy. Verarbeitet eingehende SOVD-Requests und routet diese an die entsprechenden internen Endpunkte (Diagnostic Manager,Other HPCs,SOVD to UDS Translation).Other HPCs(orange, proprietär): Weitere verteilte Hochleistungsrechner im Fahrzeug, die über SOVD adressiert werden.SOVD to UDS Translation(blau, Referenzarchitektur): Protokolltransformator, der SOVD-Aufrufe in UDS-Dienste konvertiert.UDS ECU(orange, proprietär): Klassisches bzw. UDS-basiertes Steuergerät (vormalsClassic ECU), das ausschließlich über UDS angesprochen wird.
- Lokaler AUTOSAR-Adaptive-Knoten (gestrichelter Umfassungsrahmen):
Diagnostic Manager(rot, AUTOSAR-standardisiert): Zentraler Diagnosemanager der Adaptive Platform, aufgeteilt in zwei funktionale Einheiten:SOVD Handling: Terminiert die SOVD-Verbindung vomSOVD Gatewayund wickelt serviceorientierte Diagnoseanfragen ab.UDS Handling: Verarbeitet klassische UDS-Diagnosedienste auf dem lokalen Host.
ara::diag(rot, AUTOSAR-standardisiert): Standardisierte Laufzeit- und Diagnoseschnittstelle zwischen Applikationen und demDiagnostic Manager.Application A&Application B(rot, AUTOSAR-standardisiert): Diskrete adaptive Applikationen im POSIX-Userspace, die über bidirektionale Ports anara::diagangebunden sind.
- Schnittstellen & Protokolle:
Remote SOVD Client→Backend Connectivity: SOVD-Protokoll (blauer Pfeil) über die Netzwerkgrenze.Backend Connectivity→SOVD Gateway: Fahrzeuginternes SOVD (blauer Pfeil).Proximity SOVD Client→SOVD Gateway: Lokales SOVD (blauer Pfeil) über die Netzwerkgrenze.SOVD Gateway→Diagnostic Manager(SOVD Handling): Internes SOVD (blauer Pfeil), spezifisch terminiert an der SubkomponenteSOVD Handling.Diagnostic Manager↔ara::diag: Bidirektionale standardisierte Schnittstelle (schwarzer Doppelpfeil).ara::diag↔Application A/Application B: Standardisierte C++ Port-Interfaces (schwarze Doppelpfeile).SOVD Gateway→Other HPCs: Fahrzeuginternes SOVD (blauer Pfeil).SOVD Gateway→SOVD to UDS Translation: Fahrzeuginternes SOVD (blauer Pfeil).SOVD to UDS Translation→UDS ECU: UDS-Protokoll (schwarzer Pfeil, explizit mitUDSbeschriftet).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Request-Ingress & Autorisierung:
- Ein Diagnose-Client initiiert einen synchronen REST-Call (
GET,PUT,POST,DELETE). - Remote-Pfad: Zugriff via
Backend Connectivity→ Validierung des Träger-Tokens/mTLS → Weiterleitung an dasSOVD Gateway. - Proximity-Pfad: Direkter Verbindungsaufbau zum
SOVD Gatewayüber das Fahrzeug-Diagnose-LAN.
- Ein Diagnose-Client initiiert einen synchronen REST-Call (
- Pfad-Auflösung & Dispatching durch das
SOVD Gateway:- Pfad A (Lokale Adaptive Services):
- URI adressiert den lokalen Host → Weiterleitung an den
Diagnostic Manager(ara::diag). - Der
Diagnostic Managerführt session-/state-relevante Vorprüfungen durch und ruft über asynchrone Callbacks (ara::core::Future/Promise-Pattern) die registrierten Methoden der Ziel-Applicationauf. - Nach Methodenrückkehr formatiert
ara::diagdas Ergebnis und sendet es an dasSOVD Gatewayzurück.
- URI adressiert den lokalen Host → Weiterleitung an den
- Pfad B (Multi-HPC Routing):
- URI adressiert Subsysteme auf anderen Rechenknoten → Weiterleitung als HTTP-Reverse-Proxy-Call an den Ziel-HPC.
- Pfad C (Classic UDS Gatewaying):
- URI adressiert Ressourcen eines klassischen Steuergeräts (z. B. Read Data by Identifier oder Routine Control).
SOVD Gatewaytriggert dieSOVD to UDS Translation.- Die Translation-Unit übersetzt die SOVD-Operation deterministisch in UDS-PDUs (z. B.
POST /routines/0x0201→ UDS SID0x310x010x020x01). - Versand via DoIP/CanTp an die
Classic ECU. - UDS Positive Response (
0x71) bzw. Negative Response Code (NRC, z. B.0x22,0x31) wird empfangen, in den entsprechenden HTTP-Statuscode (z. B.200 OK,400 Bad Request,404 Not Found) transformiert und als JSON an das Gateway gereicht.
- Pfad A (Lokale Adaptive Services):
- Response-Konsolidierung:
- Das
SOVD Gatewayassembliert den HTTP-Payload und liefert die synchrone HTTP-Response bzw. asynchrone WebSocket-Notifications an den anfragenden Client aus.
- Das
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Für Adaptive Platform Applikationsentwickler (
ara::diag):- Applikationen implementieren ausschließlich die abstrakten C++ Service-Interfaces von
ara::diag. Es besteht kein direkter Kontakt zu HTTP-Servern, REST-Parsern oder JSON-Serialisierern; die Kapselung erfolgt vollständig durch den Diagnostic Manager und das SOVD-Framework. - Methoden müssen strikt nicht-blockierend ausgelegt sein (asynchron via Futures/Promises), um Pipeline-Blockaden im
Diagnostic Managerbei parallelen SOVD-Anfragen zu vermeiden.
- Applikationen implementieren ausschließlich die abstrakten C++ Service-Interfaces von
- Für Classic Platform Entwickler (DCM/DEM):
- Auf den Classic ECUs bleibt der Standard-BSW-Stack unverändert. Es ist keine native SOVD-Unterstützung im Classic AUTOSAR Stack erforderlich.
- Das Gateway (
SOVD to UDS Translation) tritt gegenüber dem klassischen Steuergerät als regulärer UDS-Client (Tester) auf. Diagnose-P2/P2*-Timings und Session-Zustände (z. B. Extended Diagnostic Session, Security Access) müssen vom Translation-Modul verwaltet und gegen HTTP-Timeout-Mechanismen abgeglichen werden.
- System- & Gateway-Integration (HPC-Entwickler):
- Fehlermapping-Konsistenz: Entwickler des Translation-Layers müssen eine exakte Bijektion zwischen UDS-NRCs und HTTP-Statuscodes sicherstellen (z. B. NRC
0x31RequestOutOfRange ↔ HTTP400 Bad Request; NRC0x33SecurityAccessDenied ↔ HTTP403 Forbidden). - Ressourcenpfad-Konfiguration: Die URI-Struktur des
SOVD Gatewaymuss über AUTOSAR-Modellbeschreibungen (Manifeste) statisch mit den internen Diagnosediensten, DIDs und UDS-Zieladressen verknüpft werden. - Security-Zonierung: Das
SOVD Gatewaybildet eine kritische Sicherheitsgrenze. Authentifizierung und Berechtigungsprüfungen müssen zwingend vor dem Dispatching anara::diagoder dieSOVD to UDS Translationvollständig abgeschlossen sein.
- Fehlermapping-Konsistenz: Entwickler des Translation-Layers müssen eine exakte Bijektion zwischen UDS-NRCs und HTTP-Statuscodes sicherstellen (z. B. NRC
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