AUTOSAR_AP_EXP_IPsecImplementationGuidelines
FIG-30b128d81a0493c6
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Figure 2.3: SA creation with IKE for network traffic protection
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Komponenten-, Schichten- und Kommunikationsarchitektur (Standard-IPsec-Architektur nach RFC 4301 und RFC 7296).
- Technischer Zweck: Etablierung und Verwaltung kryptografischer Sicherheitsassoziationen (Security Associations, SAs) über IKEv2 (Internet Key Exchange Protocol Version 2) zur transparenten Absicherung des IP-basierten Netzwerkverkehrs zwischen zwei AUTOSAR Adaptive Platform (AP) Knoten (
Node A,Node B) über ein unvertrauenswürdiges Übertragungsmedium (Untrusted network). - Funktionale Einordnung: AUTOSAR AP Communication Management & Security Framework. Verdeutlicht die strikte funktionale Trennung zwischen Control Plane (IKEv2-Signalisierung, Authentifizierung, Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch) und Data Plane (Paketkapselung, Verschlüsselung, Integritätssicherung via AH/ESP).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Knoten / Endpunkte:
Node A&Node B: Kommunikationsinstanzen (z. B. HPC, Telematik-Steuergerät oder Zone Controller unter AUTOSAR Adaptive OS / POSIX).
- Komponenten pro Knoten:
SP DB(Security Policy Database, SPD): Statische/konfigurierte Richtliniendatenbank. Definiert anhand von Selektoren (Quell-/Ziel-IP, Ports, Protokoll), welcher Datenverkehr geschützt (PROTECT), unverschlüsselt transportiert (BYPASS) oder verworfen (DISCARD) wird.IKE (v2): Control-Plane-Komponente (IKE-Daemon im Userspace, z. B. strongSwan). Handhabt Authentifizierung (PSK oder X.509 via Crypto-Stack) und die dynamische Aushandlung von Schlüsselmaterial.SA DB(Security Association Database, SAD): Dynamische Laufzeitdatenbank im Betriebssystem-Kernel/IP-Stack. Hält aktive SA-Einträge mit Parametern wie Security Parameter Index (SPI), Verschlüsselungs-/Authentifizierungs-Schlüsseln, Algorithmen, Replay-Window-Zählern und Timeouts.IPsec: Data-Plane-Engine (Kernel-Space / Host-Stack, z. B. Linux XFRM). Führt die Transformation (ESP/AH) auf Netzwerkebene (OSI-Schicht 3) durch.
- Schnittstellen & Assoziationen:
SP DB → IKE (v2): Richtlinienabgleich und Trigger-Signal (ACQUIRE), wenn für zu schützenden Traffic noch keine SA existiert.SP DB → IPsec: Paketfilter- und Zuordnungsschnittstelle zur Bestimmung der anwendbaren Security Policy pro IP-Paket.IKE (v2) → SA DB: Programmierschnittstelle (z. B. via Netlink/XFRM oder PF_KEYv2) zur Injektion der ausgehandelten SA-Parameter.SA DB → IPsec: Lookup-Schnittstelle zur Bereitstellung kryptografischer Schlüssel und Parameter anhand des SPI.Key exchange(IKE v2 ↔ IKE v2): Peer-to-Peer Control-Kanal über UDP (Port 500 / 4500).IKE SA: Bidirektionaler, geschützter Kontrollkanal für IKEv2-Managementnachrichten.IPsec SA pair: Logisches Paar zweier unidirektionaler SAs (Inbound und Outbound) in den jeweiligenSA DBs.AH/ESP protects data: Nutzdatenkanal via ESP (IP-Protokoll 50) oder AH (IP-Protokoll 51).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Policy Trigger & State Check:
- Eine Applikation auf
Node Asendet IP-Traffic RichtungNode B. - Der
IPsec-Stack gleicht die Header mit derSP DBab. Trifft einePROTECT-Regel zu, wird dieSA DBnach einer passenden Outbound-SA abgefragt. - Liegt keine SA vor, sendet der Kernel ein Triggersignal (
ACQUIRE) an denIKE (v2)-Daemon.
- Eine Applikation auf
- Phase 1 – IKE SA Etablierung (
IKE_SA_INIT&IKE_AUTH):- Austausch von Diffie-Hellman-Parametern und Nonces via UDP 500 (
Key exchange). - Gegenseitige Knoten-Authentifizierung (mittels X.509-Zertifikaten aus dem AUTOSAR Crypto Stack / Key Storage oder Pre-Shared Keys).
- Etablierung der bidirektionalen
IKE SA.
- Austausch von Diffie-Hellman-Parametern und Nonces via UDP 500 (
- Phase 2 – Child SA / IPsec SA Aushandlung:
- Innerhalb der geschützten
IKE SAwerden die Traffic-Selektoren, Verschlüsselungs-/Integritäts-Suiten und SPIs für die Data Plane ausgehandelt. - Der
IKE (v2)-Daemon generiert das symmetrische Schlüsselmaterial und schreibt das gerichteteIPsec SA pairin die lokaleSA DBbeider Nodes.
- Innerhalb der geschützten
- Data Plane Execution:
- Ausgehende Datenpakete werden von der
IPsec-Engine gemäß Outbound-SA gekapselt (ESP/AH), signiert/verschlüsselt und über das ungesicherte Netzwerk transportiert. Node Bidentifiziert die passende Inbound-SA anhand des SPI im ESP/AH-Header, verifiziert/entschlüsselt die Daten und prüft die Übereinstimmung mit seinerSP DB.
- Ausgehende Datenpakete werden von der
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Architektonische Schichtentrennung: IPsec operiert auf Layer 3 transparent unterhalb der AUTOSAR Adaptive Middleware (
ara::com, SOME/IP, DoIP). Applikationen benötigen keine IPsec-spezifische API-Implementierung; die Absicherung erfolgt deklarativ über das Deployment. - Konfigurationsanforderungen (Manifeste):
- Die Einträge der
SP DB(Traffic-Selektoren, Sicherheitsanforderungen wie ESP-Encryption/Authentication) müssen im AUTOSAR Execution/Machine Deployment Manifest konsistent und symmetrisch für beide Endpunkte definiert sein. - IKEv2-Profile (Cipher-Suites: AES-GCM, SHA-256/384, Diffie-Hellman-Gruppen) müssen den automobilen Sicherheitsstandards (z. B. ISO/SAE 21434, FIPS) genügen.
- Die Einträge der
- Crypto-Stack Integration:
- Der IKE-Daemon muss für die Zertifikatsprüfung, Signaturgenerierung und Secret-Speicherung an das AUTOSAR Adaptive Crypto API (
ara::crypto) bzw. das zugrundeliegende HSM / Secure Element angebunden sein.
- Der IKE-Daemon muss für die Zertifikatsprüfung, Signaturgenerierung und Secret-Speicherung an das AUTOSAR Adaptive Crypto API (
- Latenz- & Echtzeitimplikationen:
- First-Packet-Delay: Der dynamische IKEv2-Handshake erzeugt bei Kaltstart signifikante Latenzen (mehrere Roundtrips über UDP). Bei zeitkritischen Signalen ist eine Vorab-Etablierung der SAs beim Systemhochlauf (Pre-established / Early SAs) zwingend vorzusehen.
- Re-Keying & Anti-Replay: Konfiguration von Extended Sequence Numbers (ESN, 64-Bit) verhindert SA-Überläufe bei High-Throughput-Verbindungen (Multi-Gigabit-Ethernet). Re-Keying-Schwellwerte müssen so dimensioniert sein, dass keine Kommunikationsabrisse entstehen.
- Hardware-Offloading:
- Da die Software-Kryptotransformation (ESP) im POSIX-Kernel bei hohen Datenraten erhebliche CPU-Ressourcen bindet, sollten Entwickler IPsec-Offloading über entsprechende Hardwarebeschleuniger (SoC-Crypto-Engines oder Ethernet-MACs) in Betracht ziehen.
Zugeordnete Anforderungen
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