AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
FIG-364cf74c60c8f24c
569 × 327 px
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Figure 24.1: Sensor Interfaces Architecture
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Konzeptionelles Schichten- und Komponentenarchitektur-Diagramm (funktionale Dekomposition).
- Technischer Zweck & Einordnung:
- Verortung in der AUTOSAR Adaptive Platform (AP), Domäne Fahrerassistenz/Automatisiertes Fahren (Perception & Sensor Subsystem).
- Systematische Entkopplung von Sensordaten-Erzeugern unterschiedlicher Autonomie- und Integrationsgrade von den übergeordneten Steuerungs- und Fusionsfunktionen.
- Standardisierung des Datenzugriffs über eine einheitliche, serviceorientierte Middleware-Abstraktion (Sensor Interfaces auf Basis von
ara::com).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Entitäten nach Klassifikation (gemäß Farblegende)
- Adaptive Application (Orange – native AP-Prozesse):
Application: Übergeordnete logische Einheit im User Space (POSIX PSE51) mit Zugriff auf die Sensor-Middleware.Smart Sensor: Nativer AP-Sensor-Stack, der Akquise und Auswertung in einer AP-Anwendung vereint.Sensor Adapter(mittig & rechts): Brückenkomponenten / Proxies zur Transformation proprietärer oder externer Sensor-Streams in standardisierte AP-Services.
- Other Application (Grau – Non-AP / Externe Systeme):
Simple Sensor: Low-Level-Hardware bzw. Microcontroller-Knoten ohne eigene Rechenkapazität für komplexe Merkmalsextraktion.Legacy Smart Sensor: Existierende ECUs (z. B. AUTOSAR Classic Platform, proprietäre Radar-/Kamera-Controller) mit integrierter Signalverarbeitung, aber nicht-AP-konformer Schnittstelle.
- Functional Elements (Dunkelrot – modulare Funktionsblöcke / Verarbeitungsstufen):
Reception: Rohdatenerfassung, Hardware-Sampling, Treiberabstraktion (z. B. MIPI CSI-2, GMSL, SPI, CAN-FD).Processing: Signalverarbeitung, Objekterkennung, Filterung (z. B. Kalman-Filter, Feature Extraction, DNN-Inferenz).Post-Processing: Koordinatentransformation (Sensor- auf Fahrzeug-Koordinatensystem), Latenzkompensation, Formatkonvertierung.Data Fusion Application: Zeitliche und räumliche Fusionierung redundanter/komplementärer Sensormodalitäten.Automated Driving Function: Trajektorienplanung, Situationsanalyse und Aktoranforderung.
- Sensor Interfaces (Blauer Balken):
- Serviceorientierte Abstraktionsschicht. Modelliert als AUTOSAR Adaptive Service Interfaces (
ara::com), typischerweise realisiert über Events und Fields (Publish/Subscribe-Semantik).
- Serviceorientierte Abstraktionsschicht. Modelliert als AUTOSAR Adaptive Service Interfaces (
Integrationsmuster & Beziehungen
- Nativer Pfad (
Smart Sensor): Direktbindung anSensor Interfaces. Vollständige Kapselung vonReceptionundProcessingin der Adaptive Application. - Adapter-Pfad für einfache Sensoren (
Simple Sensor→Sensor Adapter):Simple Sensorliefert Rohdaten via Bus/Hardware-Link an denSensor Adapter. Dieser übernimmt dasProcessingauf AP-Knotenebene und publiziert das Ergebnis. - Adapter-Pfad für Bestands-Sensoren (
Legacy Smart Sensor→Sensor Adapter): Vorverarbeitete Objektdaten/Features werden über Legacy-Bussysteme (z. B. SOME/IP, Classic PDU) empfangen; der Adapter führt lediglich dasPost-Processingzur Angleichung an das semantische AP-Datenmodell durch.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Trigger & Ingestion:
- Zyklischer oder unterbrechungsgesteuerter Trigger am physischen Sensor stößt
Receptionan.
- Zyklischer oder unterbrechungsgesteuerter Trigger am physischen Sensor stößt
- Synchronisation & Vorverarbeitung:
- Zeitstempelung der Sensordaten an der Quelle gemäß gPTP / IEEE 802.1AS (
ara::ts). - Asynchrone Übergabe von Roh- bzw. Feature-Daten an die Verarbeitungsstufen (
Processing/Post-Processing).
- Zeitstempelung der Sensordaten an der Quelle gemäß gPTP / IEEE 802.1AS (
- Publikationspfad (Provider-Rolle):
- Nach Abschluss von
Processingbzw.Post-Processingserialisiert die jeweilige Adaptive Application (Smart SensoroderSensor Adapter) die Datensätze und sendet sie überara::com::Event::Send()oder aktualisiert einara::com::Field.
- Nach Abschluss von
- Konsumptionspfad (Consumer-Rolle):
Data Fusion ApplicationundAutomated Driving Functionabonnieren Events (Subscribe()).- Datentransfer erfolgt je nach Deployment lokal via IPC/Shared Memory (Zero-Copy für hochbitratige Punktwolken/Bilder) oder netzwerkweit via SOME/IP-Binding.
- Konsumtion erfolgt ereignisgesteuert via Event-Receive-Handler oder polling-basiert über
GetNewSamples().
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- API- und Service-Vertrag:
- Entwickler von
Application(Fusion/AD) programmieren strikt gegen die abstraktenSensor Interfaces(definierte ARXML-Datentypen / C++ Proxies). Die physische Herkunft (Adapter vs. nativer Smart Sensor) ist für den Konsumenten transparent.
- Entwickler von
- Sensor-Adapter-Implementierung:
- Adapter fungieren als Protokollumsetzer und Puffer. Sie müssen Taktschwankungen, Jitter und Protokollinkonsistenzen externer Sensoren kompensieren.
- Kritisch für funktionale Sicherheit (ISO 26262): Validierung von Plausibilität, Alive-Countern und CRC bereits im Adapter vor Einspeisung in die
Sensor Interfaces.
- Ressourcenallokation & Scheduling:
Processinginnerhalb einesSensor Adaptererfordert hohe Rechenleistung (GPU/NPU/DSP-Bindung); muss im Execution Manifest mit entsprechenden CPU-Affinitäten, Prioritäten und Cgroups konfiguriert werden.Post-Processingist latenzkritisch, erfordert jedoch primär deterministische CPU-Zyklen zur Transformation von Koordinatenmatrizen.
- Konfigurationsartefakte:
- Bereitstellung passender Service Instance Deployment Manifests für IPC- und Network-Bindings, um Bandbreitenengpässe zwischen Adaptern und Konsumenten zu vermeiden.
Zugeordnete Anforderungen
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