AUTOSAR_AP_SWS_Firewall
FIG-36954d5de5e355d4
601 × 345 px
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Figure 7.3: SEV protocol matching process
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Entscheidungstabelle / Evaluierungsmatrix für Multi-Layer-Paketfilterung (Deep Packet Inspection).
- Technischer Zweck: Veranschaulichung des semantischen „Least-Distance“-Matching-Algorithmus zur präzisen Ableitung von Security Events (SEvs) gemäß [AP_SWS_Fw_60004], wenn ein eingehendes Netzwerkpaket durch die Default Action (Default-Deny/Drop) verworfen wird.
- Architektur-Einordnung:
- AUTOSAR Adaptive Platform (AP), Functional Cluster Firewall (FC Firewall) (SWS Document ID 1063; Releases R23-11 bis R25-11).
- Bindeglied zwischen Paketfilter-Engine (OSI-Schichten 3 bis 7), dem Kommunikationsstack (ara::com / SOME/IP) und dem Adaptive Intrusion Detection System Manager (AIdsm) zur qualifizierten Sicherheitsüberwachung.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Network Packet (Eingehende PDU):
- Konkrete Instanz eines Netzwerk-Frames mit hierarchischen Header-Attributen über mehrere Protokollschichten:
- Layer 3 (Netzwerk): IP-Adresse
1.2.3.4 - Layer 4 (Transport): TCP-Port
1000 - Layer 7 (Applikation): SOME/IP Service-ID
0xABCD
- Layer 3 (Netzwerk): IP-Adresse
- Konkrete Instanz eines Netzwerk-Frames mit hierarchischen Header-Attributen über mehrere Protokollschichten:
- FirewallRules (
FW Rule #1bis#5):- Konfigurierte Regelmenge (
FirewallRule), bestehend aus Schicht-Filterprädikaten:Ipv4Rule(ipAddr): Ziel-/Quell-IPTcpRule(port): Ziel-/Quell-PortSomeipProtocolRule(serviceId): Service-Identifier der Middleware
- Konfigurierte Regelmenge (
- Zustandscodierung der Matrixzellen:
- Blau hinterlegt (Match): Attributwert des Pakets stimmt mit dem Kriterium der Regel überein.
- Rot hinterlegt (Mismatch): Attributwert des Pakets weicht von der Regel ab.
- Regel-Klassifikation im Schaubild:
FW Rule #1: IP-Match (1.2.3.4), TCP-Match (1000), SOME/IP-Mismatch (0x1234).FW Rule #2: IP-Match (1.2.3.4), TCP-Match (1000), SOME/IP-Mismatch (0x3456).FW Rule #3: IP-Match (1.2.3.4), TCP-Mismatch (2000), SOME/IP-Mismatch (0x5678).FW Rule #4: Vollständiger Mismatch auf allen Schichten (5.6.7.8,3000,0x5678).FW Rule #5: IP-Mismatch (5.6.7.8), TCP-Mismatch (3000), isolierter SOME/IP-Match (0xABCD).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Paket-Ingress & Regel-Traversal:
- Das Paket durchläuft die Regelauswertung. Keine der konfigurierten Regeln
#1bis#5matcht vollständig (alle Regeln weisen mindestens ein rotes Feld auf).
- Das Paket durchläuft die Regelauswertung. Keine der konfigurierten Regeln
- Default-Action Drop:
- Da kein explizites Rule-Matching vorliegt, greift die Default Action (Verwerfen des Pakets).
- Least-Distance-Auswertung ([AP_SWS_Fw_60004]):
- Die Firewall traversiert alle Regeln und ermittelt die maximale Anzahl konsekutiver Treffer beginnend bei der niedrigsten ISO/OSI-Schicht (Bottom-Up: L3 → L4 → L7):
- Regeln #1 & #2: 2 konsekutive Schichten stimmen überein (L3: IP + L4: TCP). Der Bruch erfolgt erst auf L7 (SOME/IP).
- Regel #3: Nur 1 Schicht stimmt überein (L3: IP). Bruch bereits auf L4 (TCP).
- Regel #4: 0 Schichten stimmen überein (Bruch bereits auf L3).
- Regel #5: Kein Bottom-Up-Match (L3 und L4 schlagen fehl). Der Treffer auf L7 (
0xABCD) ist isoliert und ungültig, da die Transportkette unterbrochen ist.
- Die Firewall traversiert alle Regeln und ermittelt die maximale Anzahl konsekutiver Treffer beginnend bei der niedrigsten ISO/OSI-Schicht (Bottom-Up: L3 → L4 → L7):
- Identifikation der Fehlerschicht & SEv-Generierung:
- Regeln
#1und#2besitzen den geringsten Abstand (Least Distance) zum Paket. - Die erste abweichende Schicht ist SOME/IP (Service ID).
- Resultat: Die Firewall qualifiziert den Vorfall nicht als generischen IP- oder Port-Verstoß, sondern triggert einen spezifischen Security Event für eine unzulässige SOME/IP-Service-Anfrage an den AIdsm.
- Regeln
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Algorithmische Komplexität & DoS-Resilienz:
- Das Least-Distance-Matching bei No-Match-Paketen bedingt im naiven Ansatz eine O(N)-Traversierung aller Regeln.
- Implementierungshinweis: Paketverarbeitende Treiber und Stack-Entwickler müssen Lookup-Strukturen (z. B. hierarchische Radix-Trees oder Hash-Tabellen über L3/L4) nutzen, um CPU-Erschöpfung bei gefluteten Denial-of-Service-Paketen mit gezielten No-Matches zu verhindern.
- Strikte Bottom-Up-Hierarchie:
- Ein Treffer auf Applikationsebene (L7, z. B. SOME/IP
0xABCDin Regel#5) darf niemals als Teilübereinstimmung gewertet werden, wenn L3 oder L4 fehlschlagen. Höhere Schichten besitzen ohne valide Transport- und Netzwerkschicht keine semantische Gültigkeit.
- Ein Treffer auf Applikationsebene (L7, z. B. SOME/IP
- IdsM-Reporting & Event-Drosselung:
- Die präzise Schichtzuordnung liefert dem AIdsm den exakten Angriffskontext (z. B. unautorisierter Funktionsaufruf auf einem ansonsten legitimen Endpunkt).
- Bei hoher Paketrate an abgewiesenen Paketen muss die SEv-Meldung an den AIdsm über Rate-Limiter (
SEV_FW_PACKET_BLOCKED_RATELIMITgemäß AP SWS Firewall) entkoppelt werden, um eine Überlastung des Security-Event-Puffers im Betriebssystem zu unterbinden.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.