AUTOSAR_AP_SWS_StateManagement
FIG-38271de85aa27fd2
932 × 1020 px
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Figure 7.19: Arbitrary order for ActionListItems
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Zeitablaufdiagramm (Timing Diagram / State Transition Schedule) mit Synchronisationsbarrieren.
- Architektur-Kontext: AUTOSAR Adaptive Platform (AP), Spezifikation State Management (
AUTOSAR_AP_SWS_StateManagement). - Funktionale Einordnung: Veranschaulicht die sequenzielle und parallele Abarbeitung konfigurierter Aktionslisten (
ActionList/ActionListItem) beim Zustandswechsel einer übergeordneten State Machine (StateMachine1). Demonstriert, wie funktionale Abhängigkeiten zwischen Funktionsgruppen (Function Groups, FG) durch gezielte Platzierung von Synchronisationspunkten (SYNC) ohne feste globale Abarbeitungsreihenfolge deterministisch aufgelöst werden.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
StateMachine1: Übergeordnete Zustandsmaschine des State Management (SM) mit den diskreten SteuerzuständenSM1:RunningundSM1:Fallback.FunctionGroup(FG1, FG2, FG3, FG4): Durch das Execution Management (EM) kontrollierte logische Gruppierungen von Prozessen. Dargestellte Zustände pro Funktionsgruppe:Off(inaktiv / terminiert)Running(regulärer Betriebsmodus)Fallback(degradierter / sicherer Funktionsmodus)
ActionList&ActionListItem: Deklarative Metamodell-Strukturen zur Definition von Zustandsübergängen:- State-Change-Anforderung: Asynchroner Trigger zur Zustandsänderung einer spezifischen
FunctionGroupvia Execution-Management-Schnittstelle (ara::exec::StateClient). - Synchronisationsbarriere (
SYNC): Kontrollflusselement innerhalb derActionList, das die Ausführung nachfolgenderActionListItemsblockiert, bis alle vorangehenden asynchronen Zustandswechsel erfolgreich abgeschlossen und quittiert wurden.
- State-Change-Anforderung: Asynchroner Trigger zur Zustandsänderung einer spezifischen
- Schnittstellenbeziehung: State Management fungiert als anfordernde Entität; das Execution Management setzt die Prozesslebenszyklen (Start, Signalierung, SIGTERM/SIGKILL) entsprechend den FG-Zuständen um.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Phase 1: Aktivierung von SM1:Running
- Initiale Auslösung: Die
ActionListfürSM1:Runningwird aktiviert. - Parallele Anforderung:
- Anforderung
FG1: Running - Anforderung
FG2: Running - Beide Zustandsübergänge starten asynchron (FG2 erreicht
Runningvor FG1; FG1 benötigt längere Transition).
- Anforderung
- Erster Synchronisationspunkt (
SYNC):- Die Abarbeitung der
ActionListpausiert an der Barriere. FG3verbleibt inOff,FG4verbleibt inOff.
- Die Abarbeitung der
- Freigabe nach Quittierung: Sobald sowohl FG1 als auch FG2 stabil im Zustand
Runningsind (vertikale gestrichelte Synchronisationslinie), wird die Barriere entsperrt. - Nachfolgende Aktionen:
- Anforderung
FG3: Running(Transitionsphase startet erst nach Erreichen vonSYNC). - Anforderung
FG4: Off(Zustand bleibt unverändertOff).
- Anforderung
Phase 2: Transition zu SM1:Fallback
- Trigger:
StateMachine1wechselt vonRunningzuFallback. - Veränderte Reihenfolge der Anforderungen (Dependency-Inversion):
- Anforderung
FG1: Fallback - Anforderung
FG3: Fallback - Anforderung
FG4: Running(FG4 fährt vonOffaufRunninghoch). FG2wird zunächst nicht verändert und verbleibt aktiv aufRunning(wichtig für Dienste, auf die FG1/FG3/FG4 während des Herunterfahrens/Umschaltens angewiesen sind).
- Anforderung
- Zweiter Synchronisationspunkt (
SYNC):- Warten auf vollständige Quittierung der Zustände
FG1: Fallback,FG3: FallbackundFG4: Running.
- Warten auf vollständige Quittierung der Zustände
- Abschließende Aktionen:
- Nach Passieren der
SYNC-Barriere wirdFG2: Offausgelöst. - FG2 rampt von
RunningaufOffab, während alle anderen FGs ihre neuen Zielzustände bereits stabil eingenommen haben.
- Nach Passieren der
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Vermeidung von Race Conditions: Zwischen FGs existieren Laufzeit- und IPC-Abhängigkeiten (z. B. Server-Client-Hierarchien). Die freie Platzierbarkeit (
Arbitrary order) vonSYNCin der ARXML-Modellierung erlaubt es dem Systemarchitekten, Hochlauf- und Shutdown-Ketten strikt abzusichern, ohne hardcodierte Logik im Applikationscode zu implementieren. - API- & Kommunikationsverhalten: Umschaltkommandos an das Execution Management (
ara::exec::StateClient::SetState) sind asynchron und liefernara::core::Future-Objekte zurück. EinSYNC-Item korrespondiert intern mit dem Warten (Wait()/.get()) auf die Fertigstellung dieser Futures, bevor die nächste Iteration derActionListabgearbeitet wird. - ARXML-Konfigurationsregel:
- Reihenfolge im Metamodell bestimmt strikt die Ausführungssequenz.
- Werden mehrere FG-State-Requests ohne dazwischenliegendes
SYNCdefiniert, stößt der State Manager diese unmittelbar parallel/ohne deterministische Reihenfolge an.
- Timeout- und Fehlermanagement: Schlägt eine Umschaltung vor einer
SYNC-Barriere fehl (z. B. Prozess reagiert nicht aufSIGTERMinnerhalb der EM-Grace-Period oder meldet Fehler), wird derSYNC-Punkt nicht freigegeben. Das State Management muss in diesem Fall die konfigurierte Fehlerbehandlungs-Aktionsliste (Rollback / Safe State) initiieren; nachgelagerte Schritte (wie das Abschalten von FG2) werden nicht mehr regulär erreicht.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.