AUTOSAR_AP_SWS_ExecutionManagement
FIG-40369c7cb479b20a
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Figure 7.23: An example deployment of DeterministicSyncMaster in a separate process
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Bereitstellungs- und Prozessarchitektur-Diagramm (Deployment & Execution Topology View).
- Kontext & Zweck: Spezifiziert im AUTOSAR Adaptive Platform (AP) Standard Execution Management (
AUTOSAR_AP_SWS_ExecutionManagement, Releases R20-11 bis R23-11). Dargestellt ist das Entwurfsmuster für redundante deterministische Ausführung (Deterministic Execution) innerhalb einer gemeinsamen Sicherheitsdomäne (ASIL B/C/D Domain). Der funktionale Kern besteht in der Entkopplung der deterministischen Zyklus- und Zeitsynchronisation (DeterministicSyncMaster) in einen eigenständigen Betriebssystem-Prozess, getrennt von den eigentlichen Anwendungs-Prozessen (APPmitDeterministicClient).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- ASIL B/C/D Domain: Logische und prozessuale Schutzdomäne mit qualifizierten Sicherheitsanforderungen (Freiheit von Rückwirkungen / FFI gemäß ISO 26262). Beinhaltet alle deterministisch synchronisierten Prozesse.
- APP (Application Process): Mindestens zwei dargestellte, isolierte OS-Prozesse, welche die eigentliche Anwendungslogik kapseln.
- DeterministicClient: Bibliotheks-Instanz (
ara::exec::DeterministicClient) innerhalb des Adressraums des jeweiligenAPP-Prozesses; steuert Aktivierungszeitpunkte, deterministische Einlese- sowie Ausgabestufen. - DeterministicSync Master (Prozess): Als dedizierter Betriebssystem-Prozess instanzierter Master-Knoten für die deterministische Zyklus- und Zeitstempelkoordination.
- TimeSync Slave: Funktionale Unterentität des Masters gemäß [TPS_MANI_01409]; bindet den Prozess als Zeitsklave an die Plattform-Zeitsynchronisation an (
ara::tsync).
- TimeSync Slave: Funktionale Unterentität des Masters gemäß [TPS_MANI_01409]; bindet den Prozess als Zeitsklave an die Plattform-Zeitsynchronisation an (
- TimeSync master: Übergeordneter Systemdienst/Daemon zur Verteilung der globalen Referenzzeit (z. B. via gPTP / IEEE 802.1AS oder plattformweites Zeitsynchronisationsprotokoll).
- Time Resource (GPS, Board Time): Hardwarenahe, physische Zeitquelle (z. B. Hardware-Counter, GNSS/GPS-Empfänger, SoC-interne Timer).
- Schnittstellen & Relationen:
Sync: Bidirektionale IPC- bzw.ara::com-Service-Schnittstelle zwischenDeterministicSync Masterund denDeterministicClient-Instanzen zur Verteilung deterministischer Zyklus-Zeitstempel.- Kopplung
TimeSync Slave↔TimeSync master: Schnittstelle viaara::tsynczur zyklischen Zeitstempel-Abfrage. - Kopplung
TimeSync master↔Time Resource: Hardwaretreiber-/OS-Kernel-Schnittstelle zur Erfassung der Referenzzeitbasis.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Zeiterfassung & globale Synchronisation:
- Der
TimeSync mastergreift auf die physischeTime Resourcezu und aktualisiert die globale Netzwerkzeitbasis. - Der
DeterministicSync Masterbezieht über seine Rolle alsTimeSync Slave([TPS_MANI_01409]) periodisch den globalen Zeitstempel viaara::tsync.
- Der
- Zykluszeitstempel-Berechnung:
- Basierend auf der synchronisierten Zeit berechnet der
DeterministicSync Masterdiskrete, deterministische Zeitstempel für die anstehenden Ausführungszyklen der redundanten Applikationen.
- Basierend auf der synchronisierten Zeit berechnet der
- Zyklendistribution (
Sync):- Die berechneten Zyklus-Zeitstempel werden synchron oder via nachrichtengestützter IPC (
ara::com) an dieDeterministicClient-Instanzen propagiert.
- Die berechneten Zyklus-Zeitstempel werden synchron oder via nachrichtengestützter IPC (
- Deterministische Client-Ausführung:
- Die
DeterministicClient-Instanzen synchronisieren ihre lokalen Zustandsmaschinen auf den empfangenen Zeitstempel. Zyklische Ausführungen, Input-Sampling und Output-Flushes laufen phasenstarr und deterministisch identisch ab, auch über separate Rechenkerne oder Netzwerkbrücken hinweg.
- Die
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Single-Domain-Restriktion: Die Spezifikation (R20-11 bis R23-11) beschränkt redundante deterministische Ausführung über den
DeterministicSyncMasterverbindlich auf eine Single Domain. Multi-Domain-Architekturen sind normativ nicht abgedeckt; alle beteiligten Prozesse müssen derselben Zeitdomäne angehören. - Lokale Zeitressourcen-Optimierung: Befinden sich
DeterministicSyncMasterundDeterministicClientauf demselben Host/ECU, darf zur Latenz- und Overhead-Minimierung direkt auf lokale monotone Uhren (ara::core::SteadyClockbzw.std::chrono::steady_clock) zugegriffen werden. - Security & IAM (Identity and Access Management):
- Der Zugriff auf Zeitdienste muss über PDP/PEP-Regelwerke (Policy Decision Point / Policy Enforcement Point) geschützt sein.
- Da der
DeterministicSyncMasterausschließlichara::com- undara::tsync-Schnittstellen exponiert, ist der Zugriff über das AUTOSAR IAM mandatorisch abzusichern, um Manipulationen an Ausführungszyklen und Denial-of-Service-Angriffe auf ASIL-Prozesse zu verhindern.
- Prozess-Isolation: Die Auslagerung des Sync-Masters in einen separaten Prozess verhindert, dass ein Ausfall oder Memory-Corruption in einem
APP-Prozess die Synchronisation redundanter Partnerprozesse kompromittiert.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.