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AUTOSAR_EXP_SWArchitecture FIG-4286382817a7553d 296 × 317 px 1 Release(s)

Figure 9.65: Interfaces for supervision

SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck: 4286382817a7553d4720f99ac7b336f81fff6d8cf831a6121a1346a96455d385
✦ KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07

1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext

  • Klassifikation: UML-Komponentendiagramm / Schnittstellendiagramm gemäß AUTOSAR Adaptive Platform (AAP) Softwarearchitektur.
  • Architektur-Kontext: Spezifiziert im Dokument AUTOSAR_EXP_SWArchitecture (Kapitel 9, Functional Cluster Platform Health Management, PHM). Es definiert die strukturelle Entkopplung und Interaktion zwischen einer Nutzer-Applikation (Adaptive Application) und dem zentralen, prozessbasierten PHM-Daemon (daemon-based) zur Laufzeitüberwachung der Kontrollfluss- und Zeitintegrität.

2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen

  • «aapFunctionalCluster» Platform Health Management daemon-based:
    • Architekturelle Komponente / Server-Cluster der AUTOSAR Adaptive Platform.
    • Läuft als eigenständiger Hintergrundprozess (Daemon) im POSIX-Betriebssystem.
    • Implementiert die Überwachungsalgorithmen (Alive-, Deadline- und Logical Supervision) sowie das Health-Monitoring.
  • Adaptive Application:
    • UML-Komponente, die einen Anwendungs- bzw. Plattformprozess darstellt.
    • Agiert als überwachte Einheit (Supervised Entity bzw. Host der Entität).
  • «aapAPI, aapPortInterface» SupervisedEntity:
    • Formale Schnittstelle, die sowohl als plattformspezifisches Port-Interface als auch als C++-Klassen-API (ara::phm::SupervisedEntity) typisiert ist.
    • Operationen: + ReportCheckpoint() (parametrisiert über eine eindeutige Checkpoint-ID).
  • Beziehungen & Stereotypen:
    • Schnittstellen-Realisierung: Gestrichelter Pfeil mit geschlossener Spitze von Platform Health Management daemon-based zu SupervisedEntity – der PHM-Daemon implementiert das Backend für den Schnittstellenvertrag.
    • Nutzungsbeziehung: Gestrichelter Pfeil mit offener Spitze und Annotation «use» / «aapProvidedPort» von Adaptive Application zu SupervisedEntity – die Applikation greift clientseitig auf diese Schnittstelle zu, um ihren Ausführungsfortschritt mitzuteilen.

3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf

  1. Initialisierung: Die Adaptive Application instanziiert lokal das API-Objekt ara::phm::SupervisedEntity (gebunden an die im ARXML konfigurierte Instanz-Referenz).
  2. Trigger (Normalpfad): Erreichen eines definierten Programmpunkts im Code der Adaptive Application.
  3. Synchroner API-Aufruf: Die Anwendung ruft ReportCheckpoint(checkpointId) auf.
  4. IPC-Transport: Der Aufruf wird über eine optimierte, nicht-blockierende Interprozesskommunikation (IPC, z. B. POSIX Shared Memory oder Domain Sockets) aus dem Adressraum der Anwendung in den Platform Health Management-Daemon übermittelt.
  5. Supervision-Auswertung (Daemon-seitig):
    • Alive Supervision: Prüfung, ob Checkpoints innerhalb definierter Toleranzfenster in vorgegebener Häufigkeit eintreffen.
    • Deadline Supervision: Validierung von Mindest- und Höchstlaufzeiten zwischen zwei korrelierten Checkpoints.
    • Logical Supervision: Prüfung der Transitionen im Kontrollflussgraphen gegen definierte Vorgänger-/Nachfolger-Relationen.
  6. Eskalation / Fehlerbehandlung: Bei Verletzung der Überwachungsbedingungen triggert der PHM-Daemon konfigurierte Recovery Actions (z. B. Meldung an den Execution Management (EM) Cluster zur Prozess-Restrukturierung/Neustart oder Eintrag in den Fehlerspeicher via Diagnostic Management).

4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise

  • API-Vertrag (ara::phm):
    • Aufrufe von ReportCheckpoint() müssen strikt deterministisch und thread-sicher sein. Sie dürfen im Applikations-Thread keinen blockierenden I/O auslösen, um Echtzeitanforderungen nicht zu verletzen.
  • Daemon-basierte Latenz & Timing-Budget:
    • Die Kennzeichnung daemon-based bedingt IPC-Overhead. Entwickler dürfen Deadlines nicht feingranularer als die System-IPC-Latenz und den Scheduling-Jitter des Zielbetriebssystems auslegen.
  • Modellierung im Adaptive Manifest:
    • Jede SupervisedEntity und deren zugehörige Checkpoint-IDs müssen im ARXML (Execution- / Service-Instance-Manifest) lückenlos deklariert und den Prozessen zugeordnet werden.
    • Diskrepanzen zwischen statisch generierten/konfigurierten IDs und im C++-Code gemeldeten Werten führen zur Verletzung der Logical Supervision und lösen automatische Schutzmaßnahmen aus.
  • Prozessisolation:
    • Durch die Entkopplung in einen eigenen Daemon bleibt die Überwachungsinstanz auch bei Segfaults oder Hängern der Adaptive Application voll funktionsfähig und kann den Ausfall deterministisch melden.

Versionsvergleich KI-generiert · gemini-3.8-flash (via agy)

R21-11 → R22-11 keine inhaltliche Änderung Nachfolger: FIG-ff85bfe5be7a0660

Keine inhaltlichen Änderungen erkennbar.

Zugeordnete Anforderungen

Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.

Aus dem Dokument extrahierter Text & Kontext

Beschriftungen im Schaubild:

«aapFunctionalCluster» Platform Health Management daemon-based | «aapAPI,aapPortInterface» | SupervisedEntity | + ReportCheckpoint() | Adaptive Application | «use» «aapProvidedPort»

Vorkommen in AUTOSAR-Releases (2)

Release Dokument Seite Nr. Bildunterschrift im Dokument
R21-11 AUTOSAR_EXP_SWArchitecture S. 114 9.65 Figure 9.65: Interfaces for supervision
R21-11 AUTOSAR_EXP_SWArchitecture S. 114 9.65 Figure 9.65: Interfaces for supervision