AUTOSAR_AP_SWS_Cryptography
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Figure 7.1: High-level CryptoAPI architecture
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Komponenten-, Schichten- und Isolationsmodell (High-Level Deployment/Runtime-Architektur) mit definierten Prozess- und Sicherheitsdomänen (Trust Boundaries).
- Technischer Zweck & Einordnung:
- Definiert die logische und physische Trennung der Adaptive Platform CryptoAPI (
ara::crypto) gemäßAUTOSAR_AP_SWS_Cryptography(Kapitel 7, High-level CryptoAPI architecture). - Trennt den unprivilegierten Applikationskontext (
Adaptive Applications) von sicherheitskritischen Ausführungsumgebungen (Isolated/Trusted Env, z. B. TEE, Hypervisor-Partition, dedizierter Daemon) und der Hardware-Abstraktion (HW (file-sys, HSM)). - Gewährleistet Key-Isolation (Schlüsselmaterial verlässt die sichere Domäne nicht als Plaintext), Mandantenfähigkeit, Zugriffskontrolle und herstellerunabhängige Hardware-Beschleunigung (HSM/SHE/TPM).
- Definiert die logische und physische Trennung der Adaptive Platform CryptoAPI (
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Das Schaubild gliedert sich entlang zweier vertikaler Vertrauensgrenzen in drei primäre Domänen sowie übergeordnete Funktionscluster:
Domäne 1: Adaptive Applications (User-Space / Unprivilegiert)
- Adaptive Application: Konsument kryptografischer Dienste.
- CryptoAPI library (
ara::crypto): Client-Laufzeitbibliothek im Prozesskontext der Applikation, unterteilt in:- Local Crypto-Provider: Führt unkritische Operationen ohne IPC-Overhead im lokalen Speicher durch (
+ Keyless & Session Ctx,+ Public key,+ Session). - IPC lib: Kommunikationsschicht zur Interprozesskommunikation mit dem Crypto-Daemon / TEE.
- Local Crypto-Provider: Führt unkritische Operationen ohne IPC-Overhead im lokalen Speicher durch (
Domäne 2: Isolated/Trusted Env (Sicherheitsdomäne / TEE / Crypto-Server)
- IPC & Resource Management: Zentraler Dispatcher/Gatekeeper; verifiziert Applikationsidentitäten (IAM/Manifest-Rechte), verwaltet Ressourcen, Sitzungen und Opaque Handles.
- Key-Storage Provider (
ara::crypto::keys): Abstrahiert Zugriff, Persistenz, Modifikation und Lebenszyklus von Schlüsseln und Key-Slots. - Crypto Provider (
ara::crypto::cryp): Mehrfach instanziierbar (gestapelte Boxen, 1..n), kapselt konkrete kryptografische Algorithmen, Primitive und Beschleuniger-Engines. - X.509 Provider (
ara::crypto::x509): Parsen, Validierung, Pfadprüfung und Zertifikatsmanagement für X.509-Objekte. - Gelber Systembus (Treiber-/Hardware-Schnittstelle): Bidirektionale Verbindung zwischen den Providern und den HW/Storage-Ressourcen.
Domäne 3: HW (file-sys, HSM) (Persistenz- & Hardware-Ebene)
- Protected Key Storage: Manipulations- und auslesegeschützter nichtflüchtiger Speicher (NVM/Flash) für symmetrische/asymmetrische Schlüssel.
- HSM (Hardware Security Module): Kryptografischer Coprozessor (gestapelt: mehrere Kerne/Instanzen möglich) für Hardware-Root-of-Trust, kryptografische Primitive und hardwaregebundenes Key-Wrapping.
- Certificate Storage: Nichtflüchtiger Speicher zur Ablage öffentlicher Zertifikate, Trust-Anchors und Zertifikatssperrlisten (CRLs).
Übergreifende Funktionscluster (AP-FCs)
- AP-FCs:
UCM(Update & Config Management),COM(ara::com),PER(Persistency),DIAG(Diagnostics). - Stereotypen & Relationen:
AP-FCs$\xrightarrow{\ll\text{use}\gg}$Protected Key Storage: Standardisierte Nutzung geschützter Schlüssel für Secure Boot, Authenticated Diagnostics, SecOC/TLS und verschlüsselte Persistenz.Protected Key Storage$\xleftrightarrow{\ll\text{map}\gg}$HSM: Abbildung logischer Key-Slots/Handles auf physische HSM-Key-Slots bzw. Key-Wrapping-Schlüssel.HSM$\xleftrightarrow{\ll\text{link}\gg}$Certificate Storage: Assoziation zwischen Hardware-geschützten privaten Schlüsseln und den zugehörigen X.509-Zertifikaten.Certificate Storage⟶Protected Key Storage: Referenzverknüpfung für Zertifikats-/Schlüssel-Paare.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Die Architektur realisiert ein Dual-Path-Ausführungsmodell:
- Local Fast-Path (Synchron, prozesslokal):
- Trigger: Aufruf von Operationen ohne schützenswerte private Geheimnisse (z. B. Hashing via SHA-2/3, CRC, Signaturprüfung mit Public Key, symmetrische Ver-/Entschlüsselung mit rein ephemeren Session-Keys).
- Ablauf: Ausführung direkt in der
CryptoAPI libraryviaLocal Crypto-Provider. Kein Kontextwechsel, keine Serialisierung, minimale Latenz.
- Secure Isolated-Path (IPC-basiert, synchron/asynchron):
- Trigger: Zugriff auf
Protected Key Storage, Import/Generierung von Schlüsseln, Operationen mit privaten Schlüsseln (z. B. Signaturerstellung, Entschlüsselung) oder Auslagerung an das HSM. - Ablauf:
- Applikation ruft API auf → Weiterleitung an
IPC lib. - IPC-Transfer über Prozessgrenze an
IPC & Resource Management. - Validierung der Zugriffsberechtigung der Applikation anhand des Applikations-Manifests.
- Delegierung an den zuständigen Provider (
Key-Storage,Crypto,X.509). - Provider steuert über den Hardware-Bus das
HSModer denProtected Key Storagean. - Rückgabe von Opaque Handles (
CryptoHandle,KeySlot) oder Rechenergebnissen über IPC.
- Applikation ruft API auf → Weiterleitung an
- Trigger: Zugriff auf
- Fehlerbehandlung:
- Fehler werden über
ara::core::Result<T, ara::crypto::CryptoErrorDomain>synchron oder viaara::core::Futureasynchron an die Applikation propagiert (keine Classic-AUTOSAR Det/Dem-Meldungen, sondern strukturierte C++-Error-Codes).
- Fehler werden über
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Opaque Handle-Prinzip & Zero Plaintext Leakage:
- Applikationen erhalten niemals rohe Schlüsselbytes (
std::vector<uint8_t>) privater/symmetrischer Schlüssel. Sämtliche Operationen laufen über typisierte Opaque Handles (PrivateKey,SymmetricKey,KeySlot). - Schlüssel können direkt im
Protected Key Storageals „nicht-exportierbar“ konfiguriert werden.
- Applikationen erhalten niemals rohe Schlüsselbytes (
- Latenz- und Deadline-Budgetierung:
- Aufrufe, die das
HSModer dieIsolated/Trusted Envinvolvieren, unterliegen IPC- und Treiberoffsets. Bei harten Echtzeitanforderungen (z. B. zyklische SecOC-Frames inara::com) müssen Operationen vorab initialisiert oder dedizierte Session-Kontexte im Fast-Path verwendet werden.
- Aufrufe, die das
- Multi-Provider-Konfiguration (Execution Manifest):
- Da
Crypto Providermehrfach existieren können, müssen Algorithmen und Key-Slots im Manifest eindeutig über Crypto-Provider-UUIDs/Namen aufgelöst werden (z. B. Unterscheidung zwischen Default-Software-Fallback und hardwarebeschleunigtem HSM-Provider).
- Da
- Treiber- und Plattform-Integration:
- Stack-Entwickler binden HSM-Firmware und Secure-Storage-Treiber unterhalb des gelben Busses an die Provider an; die Schnittstelle zu
Adaptive Applicationsbleibt standardisiert und portabel gemäßara::crypto.
- Stack-Entwickler binden HSM-Firmware und Secure-Storage-Treiber unterhalb des gelben Busses an die Provider an; die Schnittstelle zu
Zugeordnete Anforderungen
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