AUTOSAR_PRS_IntrusionDetectionSystem
FIG-4c6aad738bae202a
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Figure 5.2: Intrusion Detection System Protocol Overview
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
Tabellarische Spezifikation des Protokollformats (PDU-/Header-Layout) für das AUTOSAR Intrusion Detection System Protocol (IdsM-Protokoll) innerhalb der AUTOSAR Foundation bzw. Classic/Adaptive Platform. Das Diagramm definiert die Serialisierungsstruktur eines Sicherheitsereignis-Datensatzes (Security Event PDU) zur Übertragung von sicherheitsrelevanten Vorfällen von IdsM-Instanzen an übergeordnete Erfassungs- und Auswertestellen (z. B. Smart IdsM, SIEM oder fahrzeugexterne Backend-Systeme).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Das Protokollframe gliedert sich in folgende strukturierte Datenfelder:
Protocol Version(4 Bit): Version des IdsM-Protokolls.Protocol Header(4 Bit): Steuer- und Präsenz-Flags:- Bit 0: Indikator für Context Data (0 = keine Context Data enthalten, 1 = Context Data enthalten).
- Bit 1: Indikator für Timestamp (0 = kein Timestamp enthalten, 1 = Timestamp enthalten).
- Bit 2: Indikator für Signature (0 = keine Signatur enthalten, 1 = Signatur enthalten).
- Bit 3: Reserviertes Bit (
reserved).
IdsM Instance ID(10 Bit): Eindeutige Kennung der sendenden IdsM-Instanz (Wertebereich 0 bis 1023).Sensor Instance ID(6 Bit): Instanzkennung zur Unterscheidung mehrerer Sensorinstanzen.Event Definition ID(16 Bit): Eindeutiger Bezeichner des Sicherheitsereignisses:- AUTOSAR-interne IDs:
0x0000bis0x7FFF. - Kundenspezifische (OEM) IDs:
0x8000bis0xFFFE.
- AUTOSAR-interne IDs:
Count(16 Bit): Zähler der IdsM-Aufrufe, die nach Anwendung konfigurierter Filter (z. B. EventAggregation) zu diesem aggregierten Event führen (Wertebereich 1 bis 65535).Reserved(8 Bit): Reserviert für zukünftige Erweiterungen.Timestamp(64 Bit, optional): Erfassungszeitpunkt des Ereignisses in Millisekunden-Auflösung. Byte 0 Bit 7 kennzeichnet das Format (0 = AUTOSAR Standard, 1 = Auxiliary/OEM-spezifisch); Byte 0 Bit 6 ist reserviert.Context Data(variabel, 2 bis (2^31 + len) Bytes, optional): Vom Sensor angehängter Binär-Blob (Binary blob). Das MSB des ersten Bytes kodiert das Längenfeld:- MSB = 0: 7-Bit-Längeninformation in
Context Data [0](Länge 1..127,len = 1). - MSB = 1: 63-Bit-Längeninformation in
Context Data [0..3](Länge 1..2^31,len = 4).
- MSB = 0: 7-Bit-Längeninformation in
Signature(3 bis 65537 Bytes, optional): Signaturfeld zur Absicherung bzw. Verschlüsselung/Integritätsprüfung des Security Events.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Die Übertragung erfolgt nach folgendem Ablauf:
- Ein Sensor detektiert ein sicherheitsrelevantes Vorkommnis und übergibt es zusammen mit Sensor-ID und optionalen Kontextdaten an die lokale IdsM-Instanz.
- Das IdsM wendet konfigurierte Filterungs- und Aggregationsmechanismen an und inkrementiert das Feld
Count. - Bei Erreichen der Meldeschwelle serialisiert das IdsM die PDU: Es setzt die Protokollversion, die Instanz-IDs und die Event Definition ID.
- Anhand der Konfiguration und Datenverfügbarkeit werden im
Protocol Headerdie Präsenz-Flags für Context Data (Bit 0), Timestamp (Bit 1) und Signature (Bit 2) gesetzt. - Sofern aktiv, werden der Zeitstempel (mit Format-Kennung in Byte 0 Bit 7), die dynamisch längenkodierten Kontextdaten (7 Bit oder 63 Bit Längenheader) und die kryptografische Signatur angehängt.
- Das resultierende Paket wird an das Kommunikationsnetzwerk bzw. die IDS-Senke übermittelt.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
Für Implementierer gelten folgende normative Vorgaben und Designaspekte:
- Bitfeld-Packung: Die ersten drei logischen Einheiten bilden 24 Bit (Protocol Version [4 Bit] + Protocol Header [4 Bit] = 1 Byte; IdsM Instance ID [10 Bit] + Sensor Instance ID [6 Bit] = 2 Bytes), gefolgt von Event Definition ID (2 Bytes), Count (2 Bytes) und Reserved (1 Byte), womit der statische Basiskopf exakt 7 Bytes umfasst.
- Präsenzprüfung: Vor dem Parsen der optionalen Sektionen (Timestamp, Context Data, Signature) müssen zwingend die entsprechenden Bits 0, 1 und 2 im Feld
Protocol Headerausgewertet werden. - Variablenlängen-Parsing: Bei Context Data bestimmt Bit 7 von Byte 0 (
Context Data[0]) die Headerlänge (len = 1vs.len = 4). Implementierungen müssen Buffer-Overflows bei der Allokation von bis zu 2^31 Bytes strikt abfangen. - Standard-Konformität: Event Definition IDs im Bereich
0x0000–0x7FFFsind für standardisierte AUTOSAR-Events reserviert; OEM-/projektspezifische Events müssen in0x8000–0xFFFEliegen.0xFFFFist nicht als reguläre ID zulässig.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.