AUTOSAR_AP_SWS_RemotePersistency
FIG-4f016278a8e3cd9e
819 × 595 px
1 Release(s)
Figure 7.1: Architecture of the Remote Persistency
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
4f016278a8e3cd9ec8b52eda4b9afb016da45b23f1dc4892171f2312d590457d
✦
KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: UML-Verteilungs- und Komponentendiagramm (Deployment & Component Diagram) mit Ball-and-Socket-Schnittstellendarstellung (Lollipop / Port-Notation).
- Architektur-Kontext: AUTOSAR Adaptive Platform (AP), Spezifikation Remote Persistency (R25-11).
- Funktionaler Zweck: Veranschaulichung der logischen und physischen Verteilungstopologie für Persistenzzugriffe über Maschinengrenzen hinweg. Das Diagramm demonstriert die Kapselung lokaler Persistenz-Engines (
ara::per) durch eine zentrale Remote Persistency-Instanz sowie den simultanen lokalen (Inter-Process / Intra-ECU) und netzwerkweiten (Inter-ECU) Zugriff mehrerer Applikationen auf identische oder getrennte Key-Value-Speicher (KVS).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Knoten / Ausführungsumgebungen («device»):
ECU 1: Host-/Server-Steuergerät mit physischem nicht-flüchtigem Speicher (NVM) und lokaler Persistenz-Infrastruktur.ECU 2: Satelliten-/Client-Steuergerät ohne zwingend eigenen NVM-Speicher für diese Domäne; greift remote über das Bordnetz auf ECU 1 zu.
- Applikations-Komponenten:
App 1(auf ECU 1): Lokaler Client mit dualem Zugriff; nutzt SocketA(exklusiv auf KVS A) und SocketB(geteilt auf KVS B).App 3(auf ECU 1): Lokaler Client; bindet SocketBan KVS B.App 2(auf ECU 2): Remote-Client; bindet SocketBüber die ECU-Grenze an KVS B.
- Persistenz-Subsystem (auf ECU 1):
Remote Persistency: Gateway-/Service-Komponente (Daemon), die eingehende Zugriffe abwickelt, serialisiert und an die lokale Persistenz delegiert. Stellt die bereitgestellten Schnittstellen (Balls)AundBbereit.Persistency: Standard AUTOSAR Adaptive Platform Functional Cluster (ara::per), zuständig für das lokale Dateisystem- und Block-Handling.Key-Value Storage A&Key-Value Storage B: Instanziierte Persistenz-Container innerhalb des Persistency-Clusters.
- Schnittstellen & Kopplung:
Schnittstelle A: 1:1-Bindung (App 1→Key-Value Storage A). Exklusiver Zugriffspfad.Schnittstelle B: n:1-Bindung (App 1,App 3,App 2→Key-Value Storage B). Geteilter Persistenzkontext über Knoten- und Prozessgrenzen.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Zugriffskanäle (Transportpfade):
- Intra-ECU (
App 1,App 3→ ECU 1): Der Zugriff auf KVS A bzw. B erfolgt über lokale Interprozesskommunikation (IPC) oder direkte In-Process-Abstraktion an denRemote Persistency-Endpunkt. - Inter-ECU (
App 2→ ECU 1): Der Zugriff von ECU 2 erfolgt asynchron über das Fahrzeugnetzwerk (z. B. SOME/IP über Ethernet viaara::com).
- Intra-ECU (
- Synchronisation & Locking:
- Da
App 1,App 2undApp 3zeitgleich aufKey-Value Storage Bzugreifen können, übernimmt die KomponenteRemote Persistencyauf ECU 1 die Serialisierung, atomare Lese-/Schreibzugriffe (Transactions) und Konsistenzsicherung (Concurrency Control / Mutex-Mechanismen vor Übergabe an das lokaleara::per).
- Da
- Rückmeldungen & Fehlerpfade:
- Synchrone oder asynchrone Rückmeldung (
ara::core::Future/ara::core::Result) an die Applikationen über den Erfolg von Operationen (Get,Set,SyncKeyValues). - Tritt ein Übertragungs- oder Timeout-Fehler auf der Inter-ECU-Strecke auf, meldet der Client-Proxy von
App 2netzwerkspezifische Fehlercodes, während lokale Clients vorwiegend speicherspezifische Fehler (PerErrc) erhalten.
- Synchrone oder asynchrone Rückmeldung (
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- API-Transparenz:
- Applikationen (
App 1,App 2,App 3) interagieren standardmäßig gegen die einheitlicheara::per-API. Die Verlagerung von KVS B auf ein entferntes Steuergerät (ECU 1) muss für den Applikations-Quellcode vonApp 2weitgehend transparent bleiben und wird über das Deployment/Manifest gesteuert.
- Applikationen (
- Manifest-Konfiguration:
- Execution Manifest & Service Instance Manifest: Auf Client-Seite (
ECU 2) muss ein Remote-Service-Mapping fürKey-Value Storage Bkonfiguriert werden; auf Server-Seite (ECU 1) wird derRemote Persistency-Server für die Freigabe von KVS B (und KVS A lokal) instanziiert.
- Execution Manifest & Service Instance Manifest: Auf Client-Seite (
- Latenz- und Determinismus-Vorgaben:
- Inter-ECU-Zugriffe unterliegen Netzwerkjitter, Serialisierungs-Overhead und Buslast. Zeitkritische Schlüsselwerte dürfen nicht über Remote-KVS synchron blockierend im Kontrollpfad abgerufen werden.
- Sicherheits- & Zugriffsrechte (Access Control):
- Da KVS B von mehreren Prozessen und ECUs geteilt wird, müssen im Manifest strikte Zugriffsrichtlinien (Read-Only vs. Read-Write) sowie Authentifizierungs-/Integritätsmechanismen (z. B. SecOC, TLS/E2E) für den Inter-ECU-Kanal konfiguriert werden, um Speicherbeschädigung durch fehlerhafte/kompromittierte Satelliten-Knoten zu verhindern.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.