AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
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Figure 4.1: Master/Client example across Classic, Adaptive and Non-AUTOSAR platforms.
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Konzeptionelles Architektur- und Bereitstellungsdiagramm (Cross-Platform Deployment & Component Architecture Pattern).
- Technischer Zweck: Spezifikation eines verteilten System Health Management (SHM) unter Anwendung des Master/Client-Musters über heterogene Laufzeitumgebungen hinweg (AUTOSAR Adaptive Platform, AUTOSAR Classic Platform und Non-AUTOSAR/POSIX-Systeme).
- Funktionale Einordnung: Lokale Überwachungsmechanismen (AP:
ara::phm, CP:WdgM) detektieren Funktions- und Ausführungsfehler rein plattformlokal. Das gezeigte SHM-Muster schließt die Lücke zur fahrzeugweiten Fehlerkorrelation, Systemdegradation und Funktionssicherheit (ASIL/ISO 26262) durch Aggregation dezentraler Health-Zustände in einer zentralen Schiedsstelle (SHM Master), die im gezeigten Entwurf auf der deterministischen Classic Platform alloziert ist.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Adaptive Platform (AP, links)
SHM Client(Adaptive Application): Prozess im User Space, der lokale Überwachungsdaten aggregiert und das standardisierte Health-Info-Format für den Bus serialisiert.Adaptive Application: Zu überwachende funktionale Applikation (Prozess/Instanz).ARA(AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications):ara::phm(Platform Health Management): Führt lokale Überwachung derAdaptive Applicationdurch (supervises: Alive-, Deadline- und Logical-Supervision über Checkpoints). Kommuniziert Health-Status-Events an denSHM Client.ara::sm(State Management): Steuert Funktionsgruppen- und Plattformzustände (FunctionGroupState). Empfängt Recovery-/Degradationsbefehle vomSHM Clientoder meldet geänderte Execution States.ara::com(Communication Management): Service-orientierte Middleware (z. B. SOME/IP über IPC/Ethernet Binding), dient demSHM Clientals Ein-/Ausgangskanal für das Netzwerk.
Classic Platform (CP, Mitte)
SHM Master(Classic Application Layer): Zentraler System-Health-Aggregator, implementiert als Application SW-C oberhalb der RTE.Application(Classic Application Layer): Zu überwachende Standard-SW-C.RTE(Real-Time Environment): Typisierte Schnittstellenschicht zur Entkopplung von BSW und SW-Cs.CP(Basic Software / BSW Layer):WdgM(Watchdog Manager): Führt deterministische Programmablauf- und Alive-Überwachung derApplicationaus (supervises); meldet lokale Supervised-Entity-Status an denSHM Masterund triggert denBswM.BswM(Basic Software Mode Manager): Arbitriert ECU-/System-Modi; reagiert bidirektional auf Anforderungen desSHM Masterzur lokalen Systemanpassung (z. B. Reset, Transition in Notlaufmodus).COM(Communication Stack): BSW-Kommunikationstreiber/-schicht (Signal-/PDU-basiert via PduR, Can/EthIf); reicht aggregierte PDU-Nutzdaten via RTE an denSHM Masterweiter.
Non-AUTOSAR Platform (rechts)
SHM Client: Proprietärer Daemon / Middleware-Service auf Fremd-Betriebssystemen (z. B. Linux, QNX, RTOS).Non-AUTOSAR platform: Proprietärer Stack, angebunden über nicht-standardisierte interne OS-Mechanismen (gestrichelte Linien).
Netzwerk-Schnittstelle & Datenstruktur
- Physikalischer/Logischer Bus: Verbindet
ara::com,COMund die Non-AUTOSAR-Schnittstelle (Ethernet/CAN FD). - PDU-/Nachrichtenstruktur
Health Info:HealthIndicatorID: Identifikator der überwachten Funktionsentität/des Teilsystems.Performance: Metrik zur Ausführungszeit, Latenz oder CPU-/Budget-Nutzung.Reliability: Fehlerraten, Checkpoint-Verletzungszähler, Safety-/Plausibilitätsindikatoren.SubsystemState: Diskreter Zustand des Subsystems (z. B.OK,DEGRADED,CRITICAL_FAULT).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Lokale Fehlererkennung & Überwachung:
- AP:
Adaptive Applicationmeldet Checkpoints anara::phm. Bei Verletzungen (Timing-/Sequenzfehler) benachrichtigtara::phmdenSHM Client. - CP:
Applicationmeldet Checkpoints anWdgM. Bei Statuswechsel (WDGM_GLOBAL_STATUS_DEGRADED/STOPPED) erfolgt Meldung an den lokalenSHM MasterundBswM. - Non-AUTOSAR: Plattforminterne Monitore setzen Statusflags im dortigen
SHM Client.
- AP:
- Health-Info-Propagation (asynchron / zyklisch):
- Die
SHM Clients(AP & Non-AUTOSAR) verpacken das Tupel<HealthIndicatorID, Performance, Reliability, SubsystemState>. - Versand über das Netzwerk via
ara::combzw. Non-AUTOSAR-Stack in Richtung CP.
- Die
- Zentrale Korrelation im Master:
- Das CP-Modul
COMnimmt die PDU/Service-Instanz an und routet die Daten via RTE an denSHM Master. SHM Masterkorreliert externe Health-Events mit den lokalenWdgM-Meldungen und entscheidet über übergeordnete Notlaufstrategien.
- Das CP-Modul
- Koordinierte Degradation & Recovery:
- Lokal:
SHM Masterfordert via RTE beimBswMModuswechsel an (BswM_RequestMode). - Remote:
SHM Mastersendet Degradationsanweisungen überCOMzurück an denSHM Clientder AP; dieser triggertara::smzur Umschaltung vonFunctionGroupStates(z. B. gezieltes Beenden oder Reinitialisieren fehlerhafter Prozesse).
- Lokal:
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Status in der Spezifikation: Als Bestandteil von
AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesignbesitzt das Diagramm erläuternden (explanatory) Charakter. Es definiert kein einzelnes BSW-/ARA-Modul, sondern das standardisierte Integrationsmuster für fahrzeugweites Health Management. - Schnittstellenverträge (API-Design):
- AP-Entwickler: Der
SHM Clientmuss standardisierte C++-APIs konsumieren: Schnittstellen zuara::phmzur Überwachungsauswertung,ara::sm(Field-/Method-Interfaces für State Transitions) sowie das Service-Interface zuara::com(generierte Skeleton/Proxy-Klassen fürHealth Info). - CP-Entwickler: Der
SHM Mastererfordert die Definition von Software-Ports im ARXML: Client-Server- bzw. Sender-Receiver-Interfaces für RTE-Verbindungen zuBswM(Modenanforderung) undWdgM(Statusübernahme) sowie ISignal-/PDU-Mapping imCOM-Stack.
- AP-Entwickler: Der
- Netzwerk- und Datentransformation:
- Bei Anbindung von Adaptive Platform (
ara::com, meist service-orientiert/SOME/IP) an Classic Platform (COM, signal- oder PDU-orientiert) ist entweder ein SOME/IP-fähiger CP-Stack (SoAd,Sd,SomeIpXf) oder ein Gateway-Knoten zwingend erforderlich.
- Bei Anbindung von Adaptive Platform (
- Safety & Echtzeit (FTTI):
- Die Latenz des Übertragungspfades (
ara::phm→SHM Client→ara::com→ Bus →COM→SHM Master) muss strikt gegen die Fault Tolerant Time Interval (FTTI) des Gesamtsystems gerechnet werden. E2E-Protection (End-to-End Profile) auf derHealth Info-PDU ist für sicherheitsrelevante Funktionen (ASIL B–D) verpflichtend.
- Die Latenz des Übertragungspfades (
Zugeordnete Anforderungen
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