AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
FIG-54211d88485f1ac9
569 × 428 px
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Figure 8.1: Service-oriented communication
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Konzeptionelles UML-Sequenzdiagramm (Interaktionsdiagramm).
- Architektur-Kontext: Grundlegendes Entwurfsmuster der serviceorientierten Kommunikation (SOA / SOC) in der AUTOSAR Adaptive Platform (
ara::com). - Funktionaler Zweck: Veranschaulichung des Broker-basierten Service Discovery & Binding-Prinzips (Publish-Find-Bind) zur Entkopplung von Kontroll- und Nutzdatenpfad. Es grenzt das dynamische Service-Paradigma der Adaptive Platform von der statisch vorkonfigurierten, signalbasierten Kommunikation der Classic Platform (RTE/Com-Stack) ab.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Akteure / Entitäten:
Application 1(Service Provider / Server): Bereitstellende AUTOSAR Adaptive Application (AA). Instanziiert das generierte Skeleton (<ServiceName>Skeleton).Service Registry(Service Broker / Discovery Service): Verzeichnisdienst zur dynamischen Verwaltung von Service-Instanzen, Endpunkt-Adressen und Schnittstellen-IDs. Realisiert entweder als verteilter Dienst (netzwerkweit via SOME/IP Service Discovery) oder als lokaler Prozess/Daemon (maschinenintern für IPC).Application 2(Service Consumer / Client): Nutzende AUTOSAR Adaptive Application. Instanziiert das generierte Proxy (<ServiceName>Proxy) nach erfolgreicher Auflösung. Die anfänglich gestrichelte Lebenslinie kennzeichnet die Nicht-Verfügbarkeit des Kommunikationspfads vor dem Discovery.
- Schnittstellen / Interaktionen:
register: Bereitstellungsnachricht zur Veröffentlichung des Service-Angebots in der Registry.find: Abfrage nach kompatiblen Service-Instanzen basierend auf Instance-ID / Specifier.call: Direkte Punkt-zu-Punkt-Nutzdatenverbindung (Method Call, Event Subscription, Field Access) zwischen Client und Server unter Umgehung der Registry.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Registrierungsphase (
register):- Trigger:
Application 1initialisiert den Service und ruftSkeleton::OfferService()auf. - Ablauf: Übergabe der Service-ID, Instance-ID sowie Netzwerk- bzw. IPC-Endpunkt-Parameter an die
Service Registry.
- Trigger:
- Discovery-Phase (
find):- Trigger:
Application 2benötigt eine Instanz des Services. - Ablauf: Aufruf von
Proxy::FindService()(synchron blockierend) oderProxy::StartFindService()(asynchron via Handler/Callback). DieService Registryliefert bei Übereinstimmung eine Liste vonServiceHandleType-Objekten zurück.
- Trigger:
- Kommunikationsphase (
call):- Trigger:
Application 2instanziiert das Proxy-Objekt mit dem erhaltenen Handle. - Ablauf: Etablierung eines direkten Peer-to-Peer-Kanals (Data-Plane). Methodenaufrufe erfolgen synchron oder asynchron (über
ara::core::Future/ara::core::Promise), Events über Publish/Subscribe-Queues, Fields über Getter/Setter/Notifier. DieService Registryist an diesem Nutzdatenaustausch nicht mehr beteiligt.
- Trigger:
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Trennung von Control-Plane und Data-Plane:
- Das Discovery (
register,find) beansprucht separate Protokoll- und Bandbreitenressourcen (z. B. UDP-Multicast bei SOME/IP-SD). Die Laufzeitapplikation muss Discovery-Overhead von Latenzanforderungen der Nutzdatenkommunikation (call) isolieren.
- Das Discovery (
- API-Vertrag (
ara::com):- Provider-Lifecycle: Vor Eintreffen von Anfragen muss
OfferService()garantiert durchlaufen sein. Bei Deinitialisierung ist zwingendStopOfferService()aufzurufen, um verwaiste Routing-Einträge in der Registry zu verhindern. - Consumer-Resilienz: Da Provider dynamisch starten, beenden oder neu starten können, müssen Consumer asynchrones Polling bzw. Discovery-Callbacks (
FindServiceHandler) implementieren. Ein Hard-Coding von Endpunkten verletzt den SOA-Standard.
- Provider-Lifecycle: Vor Eintreffen von Anfragen muss
- Transport-Bindung (Deployment):
- Inter-ECU (Ethernet): Abbildung der
Service Registryüber SOME/IP-SD. - Intra-ECU (Inter-Process Communication): Abbildung über den herstellerspezifischen Adaptive-Platform-Core (z. B. Shared Memory, POSIX Domain Sockets / Message Queues) über einen lokalen Broker-Daemon oder Kernel-Routinen.
- Inter-ECU (Ethernet): Abbildung der
- Deterministik & Startup-Timing:
- Serviceorientierte Kommunikation ist zur Initialisierungsphase nicht echtzeitdeterministisch. Zeitkritische Systeme müssen Timeouts und Fallback-Strategien für den Zeitraum vor erfolgreichem Abschluss von
finddefinieren.
- Serviceorientierte Kommunikation ist zur Initialisierungsphase nicht echtzeitdeterministisch. Zeitkritische Systeme müssen Timeouts und Fallback-Strategien für den Zeitraum vor erfolgreichem Abschluss von
Zugeordnete Anforderungen
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