AUTOSAR_AP_SWS_Firewall
FIG-5a5cc1ec71aff78d
985 × 561 px
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Figure 7.1: Pattern matching mechanism
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Konzeptionelles Datenfluss- und Entscheidungsdiagramm / Funktionsmodell.
- Architektur-Kontext: AUTOSAR Adaptive Platform (
AUTOSAR_AP_SWS_Firewall, Kapitel 7 „Functional Specification“). - Technischer Zweck: Spezifikation des sequenziellen Regelauswertungs- und Musterabgleichsmechanismus (Pattern Matching) für Netzwerkpakete innerhalb des Firewall-Funktionsclusters. Das Diagramm visualisiert die deterministische First-Match-Filterung über eine priorisierte Liste konfigurierter Paketmuster sowie die Aktivierung einer Standardaktion (Default Firewall action) bei fehlender Übereinstimmung.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Network packet(gelber Block, oben): Eingehendes oder ausgehendes Netzwerkdatenpaket (z. B. Ethernet-Frame, IPv4/IPv6-Paket, TCP/UDP-Segment, SOME/IP-Nachricht), das der Firewall zur Filterung übergeben wird.Network packet pattern(#1,#2,#3) (blaue Blöcke mit schwarzen Indexfeldern): Geordnete Liste von Filterkriterien bzw. Regelspezifikationen (z. B. IP-Adressen, Portnummern, Protokolltypen, Interface-IDs oder Payload-Muster). Die vorangestellten Indizes#1,#2,#3definieren die verbindliche Auswertungsreihenfolge und Priorität.Pattern match(grünes Pfeilsymbol): Positiver Entscheidungsausgang bei vollständiger Übereinstimmung aller Kriterien eines Musters mit dem untersuchten Paket.Firewall action(orangefarbene Blöcke, rechts): Dem jeweiligen Paketmuster#1,#2,#3zugeordnete Filteraktion (z. B. Paketweiterleitung/ALLOW, Verwerfen/DROP,REJECTmit Fehlermeldung oder Generierung einer Security-Event-Meldung).Pattern no-match(roter Abwärtspfeil): Negativer Entscheidungsausgang nach Durchlauf aller konfigurierten Muster#1bis#3ohne Treffer (Fall-Through).Default Firewall action(orangefarbener Block, unten): Konfigurierte globale Rückfallebene / Fallback-Aktion (typischerweise Default-Deny / Verwerfen des Pakets), die greift, wenn kein spezifisches Muster zutrifft.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Paketeingang: Ein zu filterndes
Network packetwird in die Prüfkette des Firewall-Moduls eingespeist. - Priorisierte Auswertung:
- Das Paket wird zunächst gegen das höchstpriorisierte Muster
#1(Network packet pattern) evaluiert. - Trefferfall (
Pattern match): Erfüllt das Paket die Kriterien von#1, folgt der Kontrollfluss dem grünen Richtungspfeil zur korrespondierendenFirewall action(#1). Die Aktion wird ausgeführt und die Regelauswertung für dieses Paket sofort beendet (Short-Circuit / First-Match). - Fehlschlag: Stimmt das Paket nicht mit Muster
#1überein, wird sequenziell auf Muster#2übergegangen. Bei Übereinstimmung erfolgtFirewall action(#2), andernfalls wird Muster#3geprüft.
- Das Paket wird zunächst gegen das höchstpriorisierte Muster
- Fallback-Ausführung: Trifft keines der definierten Muster (
#1bis#3) zu, wechselt die Verarbeitung über den PfadPattern no-match(roter Pfeil) zurDefault Firewall action, welche das Paket abschließend behandelt.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- First-Match-Semantik: Die geordnete Nummerierung
#1,#2,#3schreibt normativ ein deterministisches First-Match-Prinzip vor. Sobald eine Regel zutrifft, unterbleibt jede weitere Musterauswertung für dieses Paket. Spezifischere Regeln müssen vor allgemeineren Regeln platziert werden, um Regelverdeckung (Shadowing) zu verhindern. - Sicherheitsstrategie (Whitelisting / Default-Deny): Die Existenz der
Default Firewall actionstellt sicher, dass undefinierter Netzwerkverkehr kontrolliert behandelt wird. Im automobilen Sicherheitskontext nach ISO/SAE 21434 ist hier in der Regel eine strikte Default-Drop- bzw. Default-Reject-Konfiguration erforderlich. - Plattform- und OS-Integration: Das konzeptionelle Modell bildet die funktionale Grundlage für die darunterliegende OS-Paketfilterung (z. B. Linux Netfilter/iptables, nftables oder eBPF/XDP) sowie anwendungsspezifische Deep-Packet-Inspection-Filter innerhalb des Adaptive Platform Stacks.