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AUTOSAR_AP_RS_IdentityAndAccessManagement FIG-6088cde9996c65d3 195 × 223 px 3 Release(s)

Figure 4.2: Access Control by Policy Enforcement

SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck: 6088cde9996c65d35bdf3584a0e50c02752477b1645ab70a10bf366696e8e938
✦ KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07

1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext

  • Klassifikation: Konzeptuelles Architektur- und Datenfluss-Diagramm (Prinzipschaubild zur richtlinienbasierten Zugriffskontrolle / Policy Enforcement).
  • Technischer Zweck & Einordnung:
    • Darstellung des Kernprinzips von Identity and Access Management (IAM) innerhalb der AUTOSAR Adaptive Platform gemäß XACML-/NIST-Referenzarchitektur.
    • Gewährleistung des Least-Privilege-Prinzips bei der Inter-Process Communication (IPC), der serviceorientierten Kommunikation (ara::com) sowie beim Zugriff auf funktionale Cluster (z. B. ara::crypto, ara::per, ara::ucm).
    • Der Policy Enforcement Point (PEP) fungiert als Gatekeeper, der Kommunikationsbeziehungen zwischen Prozessen kontrolliert und unautorisierte Zugriffe vor Erreichen der Zielentität unterbindet.

2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen

  • Entitäten:
    • A (Resource / Service Provider): Geschützte Zielentität (z. B. Service Provider Instance, Plattform-Dienst oder Betriebssystemressource), die Funktionen oder Daten über standardisierte Schnittstellen bereitstellt.
    • B (Authorized Client / Requester): Berechtigter Client-Prozess (Adaptive Application), dessen Identitätsnachweis und Privilegien den hinterlegten Zugriffsregeln entsprechen.
    • C (Unauthorized Client / Requester): Unberechtigter Client-Prozess (nicht autorisierte oder kompromittierte Adaptive Application) ohne gültige Zugriffsdeklaration für Entität A.
    • PEP (Policy Enforcement Point): Bindeglied und Kontrollinstanz in der Middleware/OS-Schicht, die Interaktionspfade abfängt, Richtlinienentscheidungen (Decisions des Policy Decision Points / PDP) abruft und vollstreckt.
  • Beziehungen & Interaktionspfade:
    • Linke Szene (Autorisierter Zugriff): Geradliniger, unblockierter Kontroll-/Datenfluss B → PEP → A. Das Ergebnis der Richtlinienprüfung lautet Permit.
    • Rechte Szene (Verweigerter Zugriff): Unterbrochener Kontroll-/Datenfluss C → PEP ↛ A. Das rote Kreuz markiert den erzwungenen Abbruch (Deny). Entität A bleibt von der Anfrage isoliert.

3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf

  • Trigger:
    • Ein initiierender Methodenaufruf, Feldzugriff (Getter/Setter), Event-Subscription-Request oder Ressourcenaufruf durch einen Client (B oder C).
  • Sequenz Autorisierter Pfad (B → A):
    1. Entität B sendet Anfrage an Schnittstelle von A.
    2. PEP fängt die Nachricht vor der Zustellung an A ab.
    3. PEP extrahiert Kontext und Identität von B (z. B. UID/GID, Prozess-ID, Software-Token oder ara::com-Instanzinformationen) und evaluiert die Zugriffsregel (über PDP/lokalen Regelspeicher).
    4. Status Permit: PEP schleust die Nachricht transparent an A durch; A verarbeitet den Request synchron oder asynchron.
  • Sequenz Nicht-Autorisierter Pfad (C → A):
    1. Entität C initiiert Anfrage an A.
    2. PEP fängt die Interaktion am IPC-/Socket-Endpunkt ab.
    3. Kontextprüfung ergibt keine Übereinstimmung in den Sicherheitsrichtlinien (Policy Mismatch / No Grant).
    4. Abbruchbedingung: PEP verwirft das Paket (Silent Drop) oder quittiert mit einem Zugriffsfehler; der Pfad zu A wird physisch nicht bedient.
    5. Sicherheitsereignis wird optional erfasst (z. B. Weiterleitung an den Intrusion Detection System Manager / IdsM).

4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise

  • Manifest-Konfiguration:
    • In der AUTOSAR Adaptive Platform greift standardmäßig Deny All. Zugriffsrechte müssen im IAM-Manifest bzw. ServiceInstanceToMachineMapping formal deklariert werden (Modellierung von Service-Verträgen, Method-IDs, Event-IDs und den zugehörigen berechtigten Client-Applikationen).
  • API- & Fehlervertrag:
    • Entwickler von Client-Applikationen müssen den Verweigerungsfall defensiv behandeln. Blockierte Zugriffe schlagen mit systemspezifischen Fehlern fehl (z. B. Rückgabe eines ara::core::ErrorCode mit Domäne kAccessDenied oder Timeouts bei verworfenen Paketen).
    • Zielkomponenten (Entität A) dürfen keine eigene Berechtigungsprüfung implementieren müssen (Separation of Concerns); der Schutz ist vollständig durch die Plattform-Middleware (PEP) zu garantieren.
  • Plattform- & Stack-Implementierung:
    • Der PEP muss manipulationssicher (tamper-proof) realisiert sein, typischerweise verankert in OS-Sicherheitsmechanismen (z. B. POSIX-Rechte, Linux Capabilities, SELinux/AppArmor, seccomp oder kryptografisch abgesicherte IPC-Kanäle), um Umgehungen im User-Space auszuschließen.

Aus dem Dokument extrahierter Text & Kontext

Beschriftungen im Schaubild:

A | B | A | C | PEP PEP

Vorkommen in AUTOSAR-Releases (3)

Release Dokument Seite Nr. Bildunterschrift im Dokument
R22-11 AUTOSAR_RS_IdentityAndAccessManagement S. 8 4.2 Figure 4.2: Access Control by Policy Enforcement
R23-11 AUTOSAR_AP_RS_IdentityAndAccessManagement S. 9 4.2 Figure 4.2: Access Control by Policy Enforcement
R24-11 AUTOSAR_AP_RS_IdentityAndAccessManagement S. 9 4.2 Figure 4.2: Access Control by Policy Enforcement