AUTOSAR_AP_SWS_CommunicationManagement
FIG-608967a8391be6da
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Figure 7.13: Freshness Value Management Pluggable Library
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Architekturelles Schichten- und Blockdiagramm (Komponenten- und Datenflusstopologie) des AUTOSAR Adaptive Platform (AP) Communication Management (
ara::com). - Technischer Zweck: Spezifikation der Einbettung von Secure Onboard Communication (
SecOC) und der Entkopplung der anwendungsspezifischen Freshness-Verwaltung über eine austauschbare Bibliothek (Pluggable Library) innerhalb des SOME/IP-Netzwerkbindungspfads. - Funktionale Einordnung: Während die maschinenlokale Inter-Process Communication (IPC) transportseitig unverschlüsselt/ohne SecOC direkt in das Dispatching mündet, schützt SecOC die off-board- bzw. inter-ECU-Kommunikation über Ethernet/SOME/IP vor Replay- und Spoofing-Angriffen gemäß SWS Communication Management (Kapitel 7.7 Secure Communication).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Communication Management (
ara::comRuntime / Daemon):Dispatching and Discovery: Zentrale Dienstevermittlung für Skeleton- und Proxy-Instanzen inkl. SOME/IP Service Discovery (SOME/IP-SD) sowie Deserialisierung/Dispatching von Methoden, Events und Fields an die Applikations-Endpunkte.SecOC(Secure Onboard Communication): Protokollmodul zur kryptografischen Authentifizierung und Integritätsprüfung (MAC-Generierung/-Verifikation) von Protokolldateneinheiten (PDUs) bzw. SOME/IP-Nachrichten.SOME/IP Transport: Netzwerk-Binding für das SOME/IP-Protokoll (Serialisierung/Framing über L4-Sockets).TCP/IP: Betriebssystem-/POSIX-Netzwerkstack (IP/UDP/TCP-Sockets).Ethernet Driver: Physische Netzwerktreiberschicht (L2 / OS-Netzwerk-Interface).IPC/IPC Transport: Parallele, maschineninterne Transportstrecke (POSIX Shared Memory, Domain Sockets, Unix FIFO) unter Umgehung des kryptografischen SecOC-Overheads.
- Pluggable Library (
Library/FVM):FVM(Freshness Value Management): Kapselung des OEMs- bzw. plattformspezifischen Frische-Algorithmus (z. B. Trip-Counter, synchronisierte globale Zeitstempel, Pseudo-Zufallssequenzen).- Schnittstellenbeziehung (SecOC ↔ FVM): Lose gekoppelte C/C++-Schnittstelle. SecOC konsumiert die FVM-Dienste über definierte Funktionsaufrufe (
GetTxFreshness,GetRxFreshnessbzw. Verifikationsfunktionen), um Truncated Freshness Values zu generieren und vollständige Freshness-Werte zur CMAC-Validierung zu rekonstruieren.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Ingress-Pfad (Empfang/RX – dargestellt durch vertikale Pfeile):
- Frame-Empfang: Datenframes treffen über den
Ethernet Driverein, werden überTCP/IP(UDP/TCP) an denSOME/IP Transportübergeben. - SecOC-Interzeption: Bevor eine SOME/IP-Nachricht an das
Dispatching and Discoveryweitergereicht wird, extrahiertSecOCPayload, gesendeten Frischewert-Anteil (Truncated Freshness Value) und den Authenticator (MAC). - FVM-Synchronisation (synchroner Aufruf zur Library):
SecOCfragt dieFVM Libraryan, um anhand des lokalen Status und des empfangenen Truncated Values den vollständigen Freshness Value für den MAC-Check zu rekonstruieren. - Kryptografische Prüfung:
SecOCvalidiert den MAC (typischerweise über dieara::crypto-Architektur). - Dispatching: Bei erfolgreicher Validierung gelangt die Payload in
Dispatching and Discovery. - Abbruchbedingung: Ungültiger MAC oder Frischewert-Inkonsistenz führt zum Verwerfen der PDU und triggerbaren Security-Meldungen (z. B. an den Intrusion Detection System Manager / IdsM).
- Frame-Empfang: Datenframes treffen über den
- Egress-Pfad (Senden/TX):
- Applikationsdaten passieren
Dispatching and Discovery. SecOCruft dieFVM Libraryauf (GetTxFreshness), bezieht den aktuellen Zähler/Timestamp, generiert den MAC über Payload + Freshness und injiziert MAC + Truncated Freshness in den Stream.- Weitergabe an
SOME/IP Transport→TCP/IP→Ethernet Driver.
- Applikationsdaten passieren
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Architektur-Entkopplung: Die FVM ist in der Adaptive Platform explizit nicht monolithisch im Stack verankert, sondern als austauschbare dynamische Shared Library (
.so) konzipiert. Dies erlaubt OEM-spezifische Anti-Replay-Mechanismen ohne Re-Kompilierung desara::com-Stacks. - Entwickler-Anforderungen an die FVM-Bibliothek:
- Reentrancy & Thread-Safety: Da mehrere Worker-Threads des Communication Management parallel SOME/IP-Nachrichten verarbeiten, müssen die Export-APIs der FVM vollständig reentrant oder intern mutex-geschützt sein.
- Latenz & Determinismus: Synchrone Aufrufe in die FVM blockieren den RX-Verarbeitungskontext. Komplexe oder blockierende I/O-Operationen innerhalb der FVM-Funktionen sind unzulässig.
- ARXML-Modellierung:
- Im Manifest (
ExecutionManifest/ServiceInstanceManifest) muss definiert werden, welche Service-Interfaces und Event-Deployments überSecOCgeführt werden (SecOcCryptoServiceMapping). - Konfiguration der Bibliothekspfade und Symbolexporte im Deployment-Modell zur Laufzeitauflösung (
dlopen/ dynamic linking).
- Im Manifest (
- Differenzierung IPC vs. SOME/IP: Maschinengrenzen-überschreitende Kommunikation zwingt zur Auslegung von Freshness-Synchronisationsmechanismen im Netzwerk; lokale IPC-Bindings dürfen zur Minimierung von Latenz und CPU-Last nicht über SecOC geroutet werden.
Zugeordnete Anforderungen
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