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AUTOSAR_AP_SWS_Cryptography FIG-636773f7055a8a48 932 × 468 px 1 Release(s)

Figure 7.1: Exemplary High-level FC Crypto architecture

SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck: 636773f7055a8a48e063330d151c08d0d67f8682d06430827dc022c8004da029
✦ KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07

1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext

  • Klassifikation: High-Level-Systemarchitekturdiagramm / Schichten- und Komponentenmodell der AUTOSAR Adaptive Platform (AP).
  • Technischer Zweck: Darstellung der internen Struktur und Systemintegration des Functional Cluster (FC) Cryptography (ara::crypto). Es visualisiert die Entkopplung von Applikationen und Functional Clusters von konkreten kryptografischen Backends (Software vs. Hardware Security Module) über eine standardisierte API, inklusive modellbasierter Zugriffskontrolle und persistenter Speicheranbindung.

2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen

  • Consumer-Ebene (Client Space):
    • Application (Application Code): Standard-Adaptive-Applikation.
    • Functional Cluster X (FC Code): Anderer AP-Systemdienst (z. B. UCM, SecOC, IAM).
    • ara::crypto: Clientseitige C++-Standard-Bibliotheksschnittstelle (ara::crypto::cryp, ara::crypto::keys, ara::crypto::x509), über die Schlüssel-Handles (Key-Icons) angefordert und Krypto-Kontexte betrieben werden.
  • Vermittlungs- & Abstraktionsebene (Crypto FC Core / Service):
    • Access Control: Autorisierungs- und Richtlinien-Instanz, validiert Prozessidentitäten und Zugriffsrechte auf angeforderte Schlüssel/Slots.
    • Static configuration: Konfigurationsdatenbank (generierte Tabellen/Manifest-Binaries), definiert Providers, Slot-IDs und Zugriffsmatrizen.
    • X509Provider: Schnittstellenimplementierung für Zertifikatsmanagement, Pfadvalidierung und Parsing (ara::crypto::x509::X509Provider).
    • SW CryptoProvider: Software-Fallback / CPU-basierte Krypto-Bibliothek für Krypto-Primitive und Software-Schlüsselverwaltung.
    • HSM CryptoProvider: Hardware-Abstraktionstreiber zur Anbindung dedizierter Krypto-Beschleuniger (HSM, TPM, SE).
  • Modellierungs- & Build-Ebene:
    • Model (ARXML): Formales AUTOSAR-Manifest (Crypto Design, Crypto Deployment & Execution Manifest).
    • Mapping: Definition der Beziehungen zwischen Applikation/Prozess, logischen KeySlots (CryptoKeySlot) und physischem CryptoProvider.
    • Generation: Toolchain-Schritt zur Übersetzung des ARXML-Modells in die maschinenlesbare Static configuration.
  • Plattform- & Hardware-Ebene:
    • Operating System: POSIX-OS-Schicht (IPC, VFS, Chardev-/Kernel-Treiber für HSM).
    • Filesystem: Persistente Speicherbereiche für Certificate Storage (X.509-Stores, CRLs) und softwarebasierte Key Storage (gesicherte Key-Dateien).
    • HSM: Physisch isolierte Hardware-Sicherheitsdomäne mit internem, nicht-flüchtigem Key Storage (Root-Keys, Secure Storage).

3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf

  1. Design- & Build-Phase: ARXML definiert Schlüsselbedarf, Slot-Restriktionen und Zuweisungen (Mapping). Der Codegenerator erzeugt die Static configuration für das Ziel-ECU.
  2. Provider-Allokation: Client (Application oder FC X) initiiert Provider-Instanziierung über ara::crypto::LoadCryptoProvider() oder ara::crypto::LoadX509Provider().
  3. Zugriffskontrolle & Slot-Bindung:
    • Anforderung wird an Access Control geleitet.
    • Access Control gleicht die aufrufende Prozess-ID (POSIX UID/GID oder Peer Credentials) gegen die Static configuration ab.
    • Bei erfolgreicher Prüfung wird das Handle auf den Ziel-Provider (SW CryptoProvider oder HSM CryptoProvider) bzw. KeySlot freigegeben.
  4. Operationelle Krypto-Verarbeitung:
    • SW-Pfad: Krypto-Primitive laufen im CPU-Kontext; Schlüssel werden über das OS-Filesystem aus Key Storage geladen (ggf. verschlüsselt hinterlegt).
    • HSM-Pfad: API-Calls werden über OS-Treiberschnittstellen an die HSM-Firmware delegiert; Schlüsselmaterial verbleibt innerhalb der gesicherten HSM-Hardwaregrenze.
    • Zertifikats-Pfad: X509Provider nutzt das Filesystem (Certificate Storage) zum Laden von Zertifikaten und delegiert kryptografische Signaturprüfungen an den zuständigen CryptoProvider.

4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise

  • Transparenter API-Vertrag: Der Anwendungscode interagiert ausschließlich mit den abstrakten Interfaces von ara::crypto. Der Wechsel von SW-Crypto auf Hardware-HSM erfolgt rein deklarativ über das ARXML-Mapping ohne Code-Änderung in der Applikation.
  • Opaque Key Handles: Applikations- und FC-Entwickler erhalten niemals direkten Zugriff auf raw Key-Bytes; kryptografische Operationen akzeptieren ausschließlich opake Instanzen (ara::crypto::keys::KeySlot, ara::crypto::cryp::Key).
  • Manifest-Bindung: Ein unvollständiges oder fehlerhaftes ARXML-Mapping führt unweigerlich zu Laufzeitfehlern bei LoadCryptoProvider() oder LoadKeySlot() (z. B. SecurityError / Zugriffsverweigerung durch Access Control).
  • Latenz- & Concurrency-Implikationen:
    • HSM-Operationen erfordern IPC- und Treiber-Roundtrips; zeitkritische Operationen (z. B. Stream-Ciphers, Fast-MAC) müssen gegen HSM-Bandbreiten und IPC-Overhead abgewogen werden.
    • Der HSM-CryptoProvider muss Reentrancy und Thread-Sicherheit über OS-Mutexes oder Hardware-Mailbox-Queues sicherstellen.
  • Speicher-Integrität: Für Filesystem-basierte Key- und Zertifikats-Stores sind zwingend zusätzliche Integritätsmechanismen auf Betriebssystemebene erforderlich (z. B. dm-verity, verschlüsselte Dateisysteme/LUKS), da Software-Keys im Host-Speicherraum liegen.

Zugeordnete Anforderungen

Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.

Vorkommen in AUTOSAR-Releases (1)

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R25-11 AUTOSAR_AP_SWS_Cryptography S. 39 7.1 Figure 7.1: Exemplary High-level FC Crypto architecture