AUTOSAR_AP_SWS_StateManagement
FIG-6a07cb7c60df0696
932 × 811 px
2 Release(s)
Figure 7.18: Completeness of controlled Function Groups
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Timing- und Zustandsablaufdiagramm (State Transition Chronogram) auf einer kontinuierlichen Zeitachse t.
- Funktionale Einordnung: AUTOSAR Adaptive Platform (Release R22-11), Spezifikation
AUTOSAR_SWS_StateManagement(SM). Das Diagramm visualisiert das normative Architekturprinzip der Vollständigkeit gesteuerter Funktionsgruppen (Completeness of controlled Function Groups) bei Zustandsübergängen von State-Machines gegenüber dem Execution Management (ara::exec). - Technischer Zweck: Nachweis, dass jede einer Zustandsmaschine zugeordnete
ActionListzu jedem Zeitpunkt und bei jedem Zustandswechsel ein vollständig determiniertes Abbild aller kontrollierten Funktionsgruppen erzwingen muss – inklusive derjenigen Funktionsgruppen, deren Sollzustand unverändert bleibt.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Akteure & Metamodell-Entitäten:
StateMachine1: Logischer Zustandsautomat innerhalb des State Management (SM), repräsentiert über diskrete Systemzustände (SM1:Off,SM1:Running).FunctionGroup(FG1, FG2, FG3, FG4): Durch das Execution Management (EM) verwaltete logische Gruppierungen von Adaptive Applications und deren Prozessen.FunctionGroupState: Diskrete Zielzustände der Funktionsgruppen (dargestellt:Off,Running,Fallback).ActionList: Metamodell-Container im SM, der die bei Eintritt in einen Zustand oder bei einer Transition auszuführenden Aktionen bündelt.- Aktion
SetFunctionGroupState: Schnittstellenaufruf des SM an denara::exec::StateClientzur Transition einer bestimmtenFunctionGroup.
- Beziehungen & Kardinalitäten:
- 1 : N Steuerungsbeziehung: Eine
StateMachinekontrolliert eine feste Menge von N Funktionsgruppen (im Schaubild: N = 4). - 1 : 1 Vollständigkeitsabdeckung: Jede
ActionListeines State-Machine-Zustands muss für alle N kontrollierten Funktionsgruppen eine explizite Zustandszuweisung enthalten ($\forall i \in \{1..4\}: \text{TargetState}(FG_i) \in \text{ActionList}$). - Hervorhebung
FG4 : Off(rot): Markiert die statische Invariante. Obwohl FG4 beim ÜbergangSM1:Off→SM1:Runningim ZustandOffverbleibt, ist die explizite Deklaration in derActionListnormativ vorgeschrieben.
- 1 : N Steuerungsbeziehung: Eine
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Initialer Zustand (
SM1:Off):- Alle Funktionsgruppen befinden sich im Zustand
Off: $\{FG_1\text{:Off}, FG_2\text{:Off}, FG_3\text{:Off}, FG_4\text{:Off}\}$.
- Alle Funktionsgruppen befinden sich im Zustand
- Transitionstrigger (t = t_trans, gestrichelte Vertikale):
- Die Auswertung einer Bedingung (Rule / Event-Trigger) feuert;
StateMachine1initiiert den Zustandswechsel vonSM1:OffnachSM1:Running.
- Die Auswertung einer Bedingung (Rule / Event-Trigger) feuert;
- Ausführung der
ActionList(asynchrone Prozessanforderungen viaara::exec):- FG1, FG2, FG3: Erhalten über
SetFunctionGroupStateden ZielzustandRunning. Die ansteigenden Flanken repräsentieren den asynchronen Prozessstart- und Initialisierungsverlauf (Ramp-up, Rückmeldung überara::core::Future). - FG4: Erhält explizit den Zielzustand
Off. Da der Istzustand bereitsOffist, erfolgt die Quittierung durch EM idempotent ohne Prozessneustart oder Zustandsänderung.
- FG1, FG2, FG3: Erhalten über
- Zustandskonsolidierung (zweite gestrichelte Vertikale):
- Der Zustand
SM1:Runningist erst dann vollständig eingenommen und stabil, wenn alle asynchronenSetFunctionGroupState-Anforderungen erfolgreich von EM quittiert wurden.
- Der Zustand
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- SWS_SM_00612 / RS_SM_00001, RS_SM_00005:
- Verbot partieller Zustandslisten: Es ist unzulässig, in einer
ActionListlediglich Delta-Änderungen zu modellieren. "Don't care"-Lücken bezüglich gesteuerter Funktionsgruppen führen zu inkonsistenten Zwischenzuständen und sind spezielisationswidrig. - Konfiguration & ARXML-Modellierung: Bei der Definition von
StateManagementPortInterfaces,RulesundActionListsim AUTOSAR-Modell muss der System-Integrator sicherstellen, dass jede dem Funktionsbereich zugeordneteFunctionGroupin jederActionListder Zielzustände referenziert wird. - Drift- & Recovery-Prävention: Die explizite Anforderung unveränderter Zustände garantiert, dass nach unvorhergesehenen Prozessabbrüchen, Safe-State-Fallbacks (
Fallback) oder asynchronen Fehlern stets der globale Sollzustand deterministisch wiederhergestellt wird. - API-Vertrag (
ara::exec::StateClient): Das State Management muss Fehlerschläge (kSetStateError) einzelner Funktionsgruppen aggregieren; verbleibt eine FG inFallbackoder schlägt fehl, kann die übergeordnete StateMachine nicht in den stabilen Zielzustand übergehen.
- Verbot partieller Zustandslisten: Es ist unzulässig, in einer
Die Hintergrundabfrage der Spezifikationsmetadaten bestätigt den Befund exakt:
- Spezifikation:
AUTOSAR_SWS_StateManagement.pdf(AP R22-11), Kapitel 7, Seite 51. - Normative Verankerung: [SWS_SM_00612] in Verbindung mit [RS_SM_00001] und [RS_SM_00005].
- Kernanforderung: Jede
ActionListeines Zustandsautomaten muss für sämtliche durch diesen Automaten kontrollierten Funktionsgruppen (FunctionGroup) einen definierten Zielzustand vorgeben, um zu jedem Zeitpunkt einen deterministischen Gesamtzustand sicherzustellen.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.