Figure 15.6: Sequence diagram of STS_CRYPTO_00008 Steps 1-20.
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1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
UML-Sequenzdiagramm (sd STS_CRYPTO_00008 Steps 1-20) im Kontext der AUTOSAR Adaptive Platform System Tests (AUTOSAR_TR_AdaptivePlatformSystemTests). Das Diagramm spezifiziert die ersten 20 Schritte des Systemtests STS_CRYPTO_00008, der die korrekte Schlüssel-Dekapselung (Key Decapsulation), Verschlüsselung (Encryption) sowie Schlüssel-Kapselung (Key Encapsulation) einer kryptografischen Test-Applikation gegen ein Testframework verifiziert. Oberhalb des Sequenzrahmens ist zudem ein tabellarischer Auszug der Schritte 39 und 40 dargestellt.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Das Diagramm umfasst zwei interagierende Entitäten mit definierten Lebenslinien:
CRYPTO Tester: Testtreiber/Prüfinstanz, die Testvektoren einspeist, Operationen anstößt und Statusrückmeldungen sowie Vergleichsergebnisse auswertet.CRYPTOApp01: Das zu testende AUTOSAR Adaptive Anwendungs- bzw. Plattformmodul (SUT), welches die Krypto-Routinen (Decapsulation, Encryption, Encapsulation, Datenvergleiche) ausführt.
Verwendete Datenelemente, Testparameter und Schlüsselbezeichner:
<ESK1_APbK>: Mit dem öffentlichen Schlüssel der Applikation gekapselter symmetrischer Schlüssel 1 (Encapsulated Symmetric Key 1).<APvK>: Privater asymmetrischer Schlüssel vonCRYPTOApp01(Application Private Key).<SK1>: Dekapselter symmetrischer Schlüssel 1 (Symmetric Key 1).<Plaintext1>: Klartext-Testdatenvektor.<Ciphertext1>: Vom Tester bereitgestellter Referenz-Geheimtext.<Ciphertext1'>: DurchCRYPTOApp01erzeugter Geheimtext.<TPbK>: Öffentlicher Schlüssel des Testers (Tester Public Key).<ESK1_TPbK>: Vom Tester bereitgestellte Referenz des mit<TPbK>gekapselten symmetrischen Schlüssels 1.<ESK1_TPbK'>: DurchCRYPTOApp01gekapselter symmetrischer Schlüssel 1.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Der dynamische Ablauf gliedert sich in drei aufeinanderfolgende Testphasen (Schritte 1 bis 20):
- Schlüssel-Dekapselung (Steps 1–4):
- Step 1:
CRYPTO Testersendet synchronSend <ESK1_APbK> to trigger key decapsulationanCRYPTOApp01. - Step 2:
CRYPTOApp01führt internDecapsulate <ESK1_APbK> using private key <APvK> to obtain <SK1>aus. - Step 3:
CRYPTOApp01meldet über eine AntwortnachrichtReturn decapsulation statuszurück. - Step 4:
CRYPTO Testerprüft internCheck decapsulation status.
- Step 1:
- Verschlüsselung & Chiffre-Verifikation (Steps 5–12):
- Step 5:
CRYPTO TestersendetSend <Plaintext1>anCRYPTOApp01. - Step 6:
CRYPTOApp01verschlüsselt internEncrypt <Plaintext1> using <SK1> to obtain <Ciphertext1'>. - Step 7: Rückmeldung
Return encryption statusan den Tester. - Step 8:
CRYPTO TesterführtCheck encyption statusaus. - Step 9:
CRYPTO TestersendetSend <Ciphertext1> for comparison. - Step 10:
CRYPTOApp01vergleicht internCompare <Ciphertext1'> with <Ciphertext1>. - Step 11:
CRYPTOApp01sendet das ErgebnisReturn comparison result (matched/unmatched)zurück. - Step 12:
CRYPTO TesterprüftCheck comparison result.
- Step 5:
- Schlüssel-Kapselung & Kapsel-Verifikation (Steps 13–20):
- Step 13:
CRYPTO TestersendetTrigger encapsulation of <SK1>. - Step 14:
CRYPTOApp01führt internEncapsulate <SK1> using <TPbK> to obtain <ESK1_TPbK'>aus. - Step 15: Rückmeldung
Return key encapsulation statusan den Tester. - Step 16:
CRYPTO TesterführtCheck key encapsulation statusaus. - Step 17:
CRYPTO TestersendetSend <ESK1_TPbK> for comparison. - Step 18:
CRYPTOApp01vergleicht internCompare <ESK1_TPbK'> with <ESK1_TPbK>. - Step 19:
CRYPTOApp01sendetReturn comparison result (mathced/unmatched)zurück. - Step 20:
CRYPTO TesterprüftCheck comparison result.
- Step 13:
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
Normative Bedeutung und Testanforderungen für AUTOSAR Adaptive Crypto:
- Dient als normativer Akzeptanztest für Key-Encapsulation-Mechanismen (KEM), wie sie beispielsweise für Post-Quantum-Kryptografie oder hybride asymmetrische Schemata in Adaptive Platform Crypto Stacks spezifiziert werden.
- Das SUT (
CRYPTOApp01) muss in der Lage sein, private Schlüssel (<APvK>) sicher zu halten, standardkonforme Dekapselungen durchzuführen und aus den resultierenden Schlüsseln symmetrische kryptografische Primitive (Verschlüsselung mit<SK1>) fehlerfrei zu speisen. - Die Vergleiche (Steps 10 und 18) finden applikationsseitig statt; der Tester validiert lediglich das binäre Status-/Vergleichsergebnis (
matched/unmatched). Ein abweichender Status oderunmatchedführt zum Fehlschlagen des Testfalls. - Auffälligkeiten im Diagrammtext: Typografische Fehler in Beschriftungen (
Check encyption statusin Step 8 undmathced/unmatchedin Step 19) stellen textuelle Artefakte dar, die semantisch alsencryption statusbzw.matched/unmatchedzu interpretieren sind. Der tabellarische Kopfblock visualisiert zudem das erwartete Endkriterium für den Gesamttestablauf (Step 39/Step 40: Vergleichsergebnismatched).
Zugeordnete Anforderungen
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