AUTOSAR_SWS_ExecutionManagement
FIG-73fe3cfa82a84acc
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Figure 7.1: Types of Applications
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Konzeptionelle 2×2-Klassifikationsmatrix (Taxonomie-/Architektur-Quadrantendiagramm).
- Funktionale Einordnung: AUTOSAR Adaptive Platform (AP), Execution Management (EM) & Operating System Interface (OSI). Das Diagramm systematisiert alle auf einer AP-Machine instanziierten Prozesse anhand zweier orthogonaler architektonischer Dimensionen:
- Vertikale Achse (Privilegien- & Abstraktionsebene):
platform/machinevs.user level. - Horizontale Achse (Standardisierungs- & Portabilitätsgrad):
OS/hardware specific implementationvs.fully AUTOSAR compliant.
- Vertikale Achse (Privilegien- & Abstraktionsebene):
- Technischer Zweck: Definition des Begriffs Adaptive Application (AA) im engeren normativen Sinn (oberer rechter Quadrant) gegenüber Plattform-Diensten, Functional Clusters und hardware-/OS-spezifischen Prozessen zur Festlegung von API-Verträgen (ARA vs. OS/POSIX/HW-APIs) und Portabilitätsgarantien.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Die Matrix unterteilt den generischen Prozessraum (Application) in vier distinkte Kategorien:
- Portable Adaptive Application (AA – Quadrant oben rechts, grün hervorgehoben):
- Charakteristik:
user level+fully AUTOSAR compliant. - Schnittstellen: Verwendet ausschließlich das AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications (ARA) API (z. B.
ara::com,ara::exec,ara::log,ara::per) sowie das strikt definierte POSIX-Subset (PSE51/Minimal POSIX gemäßSWS_OSI_01300). - Portabilität: Vollständig quellcode- und verhaltensportabel über konforme Adaptive Platforms und POSIX-OS-Implementierungen hinweg.
- Charakteristik:
- Non-portable / Hardware-dependent User Application (Quadrant oben links):
- Charakteristik:
user level+OS/hardware specific implementation. - Schnittstellen: Läuft im Userspace, greift jedoch an ARA vorbei direkt auf OS-spezifische Syscalls, herstellerspezifische Gerätetreiber (
/dev/*), Beschleuniger-APIs (z. B. proprietäres GPU/NPU-Runtime) oder Kernel-Module zu. - Portabilität: Nicht portabel; gebunden an konkretes OS, BSP und Ziel-Hardware.
- Charakteristik:
- Reusable Platform Application (Quadrant unten rechts):
- Charakteristik:
platform/machine+fully AUTOSAR compliant. - Schnittstellen: Prozess mit Plattform-/Systemprivilegien, der standardisierte AUTOSAR-Schnittstellen implementiert oder konsumiert, ohne direkte Abhängigkeit von HW-/OS-Interna (z. B. standardisierte Plattform-Zusatzdienste oder über ARA gekapselte Systemdienste).
- Portabilität: Über verschiedene Machine-Architekturen hinweg wiederverwendbar, sofern die Plattform-Privilegien und ARA-Schnittstellen bereitstehen.
- Charakteristik:
- Typical Functional Cluster Application (Quadrant unten links):
- Charakteristik:
platform/machine+OS/hardware specific implementation. - Schnittstellen: Kernbestandteil der Adaptive Platform Foundation (z. B. Execution Management, Teile des Operating System, Machine State Management, HW-nahe Daemons/Treiber-Manager).
- Portabilität: System- und plattformspezifisch; implementiert die funktionale AUTOSAR-Spezifikation unter direkter Nutzung nativer OS-Primitive (POSIX-Erweiterungen, IPC, Cgroups, Scheduling-Policies, HW-Timer).
- Charakteristik:
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf (falls zutreffend)
Als statische Klassifikationsmatrix besitzt das Schaubild keinen Sequenzablauf; das dynamische Prozessverhalten unterliegt den EM-Lifecycle-Regeln:
- Instanziierung & Überwachung: Das Execution Management (unten links) startet, terminiert und überwacht sämtliche Prozesse aller vier Quadranten deterministisch basierend auf dem Manifest (
Machine Manifest,Execution Manifest). - Zustandsübergänge: EM überführt Applikationen anhand von Function Groups und States (
Running,Terminating) und verarbeitet State-Reports viaara::exec::ApplicationClient::ReportExecutionState(). - Execution Environment: Prozesse im rechten Bereich unterliegen strikten Sandbox-/Constraint-Vorgaben; Prozesse im linken Bereich besitzen erweiterte Zugriffsrechte (z. B. Zugriff auf
/dev, POSIX Real-Time Signals, Raw Sockets).
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Normative Einschränkung für Adaptive Applications (
SWS_OSI_01300):- Eine vollwertige Adaptive Application darf ausschließlich Schnittstellen nutzen, die durch AUTOSAR AP standardisiert sind (ARA-Interfaces und spezifiziertes POSIX-Subset gemäß PSE51).
- Direkte Aufrufe von glibc/OS-spezifischen Funktionen, die das PSE51-Profil überschreiten (z. B. ungekapselte Thread-Affinitäten, Forking, proprietäre Shared-Memory-IPC), degradieren eine AA unmittelbar in die Kategorie Non-portable user Application.
- Auswirkungen auf Applikations-Entwickler:
- Fokus auf den grünen Quadranten: Vermeidung jeglicher direkter OS-/Syscall-Abhängigkeiten zur Gewährleistung von CI/CD-Host-Simulation, SIL-Testbarkeit und Prozessor-Architektur-Unabhängigkeit (z. B. x86_64 vs. AArch64).
- Hardware-Zugriffe (z. B. Sensor-/Aktor-Direktanbindung) müssen über dedizierte Treiber-Services oder Plattform-Adapter isoliert werden.
- Auswirkungen auf Stack-/BSP-Entwickler (Functional Clusters):
- Entwickler von AP-Stacks (EM, SM, NM, etc.) agieren primär im unteren linken Quadranten und müssen das Mapping standardisierter Spezifikationsanforderungen auf das konkrete RTOS (z. B. Linux mit PREEMPT_RT, QNX Neutrino, PikeOS) gewährleisten.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.