AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
FIG-74a82a5e356adc01
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Figure 4.2: Supported protocols
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Architekturschichten- und Komponentenmodell (Blockdiagramm) der AUTOSAR Adaptive Platform (ARA) mit expliziter Protokoll-Zuordnung (Protocol Mapping View).
- Technischer Kontext: Strukturierung der Laufzeitumgebung ARA (AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications) zwischen der Betriebssystemebene (Base Software / POSIX OS) und den eigentlichen Applikationsprozessen (User Application). Es definiert die funktionale Gruppierung der Functional Clusters (FCs) und hebt die jeweils normativ unterstützten Kommunikations-, Diagnose-, Synchronisations- und Schnittstellenprotokolle hervor.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Das Diagramm gliedert das Gesamtsystem in drei horizontale Hauptschichten sowie vier Cluster-Klassen innerhalb von ARA:
- User Application:
- Beinhaltet die binaries/executables (
Application), die als separate POSIX-Prozesse laufen.
- Beinhaltet die binaries/executables (
- AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications (ARA):
- OS-Abstraktion (vertikal links):
POSIX PSE51 / C++ STL Operating System Interface– Schnittstelle zur Kapselung des OS-Zugriffs für Applikationen und Functional Clusters unter Einhaltung des PSE51-Minimalprofils. - Platform Foundation Functional Clusters (FCs) (Bibliotheken/Daemons im C++-Namespace
ara::*):Communication Management(Middleware): UnterstütztSOME/IP,S2S(Signal-to-Service),DDSund prozesslokaleszero-copy IPC.Execution Management(ara::exec): Prozess-Lebenszyklus, State Management Integration, Determinismus.Diagnostic Management(ara::diag): On-/Off-Board-Diagnose viaDoIP,UDS,SOVDundHTTP/REST.Intrusion Detection System Manager(ara::idsm): Security-Event-Erfassung via standardisiertemIDS-Protokoll.Network Management(ara::nm): Bus-Schlaf-/Wach-Zustände viaUdpNM.Persistency(ara::per): Key-Value- und File-Storage.Time Synchronization(ara::tsync): Netzwerkweite Uhrzeitsynchronisation viagPTP(IEEE 802.1AS).Cryptography(ara::crypto): Krypto-Primitiven, Zertifikats- und Key-Management.Raw Data Stream(ara::rds): Low-Latency-Socket-Streaming viaTCPundUDP.Platform Health Management(ara::phm): Alive-, Deadline- und Logical-Supervision.Log and Trace(ara::log): Standardisiertes Logging viaDLT(Diagnostic Log and Trace).Safe Hardware Acceleration(ara::shwa): Sichere Abstraktion und Steuerung von Hardwarebeschleunigern (z. B. GPUs, NPUs, FPGAs).Firewall(ara::fw): Paket- und Zustandsfilterung auf Netzwerkebene.Core(ara::core): Grundtypen, Fehlertypen (ara::core::Result,ErrorCode), Memory- und String-Abstraktionen.
- Platform Service FCs (Dienste via
ara::com):Update and Config Management(ara::ucm service): ECU-internes Software-Paket-Update.State Management(ara::sm service): Koordination von Machine- und Function-States.
- Standardized App/Interface FCs:
Sensor Interfaces(ara::adi::sensoritf service): Standardisierte Schnittstelle für Fahrerassistenz/Automated Driving gemäßISO 23150.
- Vehicle Service FCs:
Vehicle Update and Config Management(ara::vucm service): Fahrzeugweites OTA-Update- und Kampagnen-Management.Automotive API Gateway(ara::aag): Standardisiertes Gateway für den Zugriff auf Fahrzeugdaten und -dienste viaVISS.Remote Persistency(ara::rper service): Persistente Datenspeicherung über Netzwerkgrenzen hinweg auf fahrzeugweiten Speichereinheiten.
- Erweiterbarkeit: Vertikale Auslassungspunkte (
...) kennzeichnen die modulare Erweiterbarkeit der jeweiligen Cluster-Kategorien.
- OS-Abstraktion (vertikal links):
- Base Software:
POSIX OS: Zugrundeliegendes Betriebssystem (z. B. Linux, QNX), das grundlegende Systemdienste wie Threading, Speicher- und Dateiverwaltung sowie Netzwerk-Sockets nach POSIX PSE51 bereitstellt.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Interprozess- und Netzwerkkommunikation: Applikationen interagieren über
Communication Management(ara::com). Lokal erfolgt der Datenaustausch über prozesslokaleszero-copy IPC. Über das Fahrzeug-Ethernet-Netzwerk werden Methoden und Events überSOME/IPoderDDSserialisiert, bzw. über Signal-to-Service (S2S) an Classic-Plattform-Gateways angebunden. - Fahrzeug-API-Zugriff: Das
Automotive API Gateway(ara::aag) ermöglicht externen und fahrzeuginternen Clients den standardisierten Zugriff auf Fahrzeugdatenpunkte und -funktionen über dasVISS-Protokoll. - Diagnose und Systemüberwachung: Externe Diagnosetester kommunizieren über IP mit
ara::diagviaDoIP(ISO 13400),UDS(ISO 14229),SOVDoder webbasiert überHTTP/REST. Sicherheitsrelevante Ereignisse werden erfasst und über dasIDS-Protokoll an denidsmübermittelt. - Netzwerkzustände und Synchronisation:
Network Managementkoordiniert den Buszustand zyklisch überUdpNM. Die Taktsynchronisation erfolgt kontinuierlich über dasgPTP-Protokoll (IEEE 802.1AS). - Hardware-Beschleunigung:
Safe Hardware Acceleration(ara::shwa) ermöglicht die sichere und deterministische Zuweisung sowie Ausführung von Rechenlasten auf dedizierten Hardware-Beschleunigern. - Streaming, Logging und Remotespeicherung: Sensor- und Rohdatenströme werden über
ara::rdsdirekt überTCPoderUDPübertragen. Protokolldaten und Traces werden überDLTexportiert.Remote Persistency(ara::rper service) wickelt die netzwerkbasierte, persistente Speicherung ab. - Sensor-Integration: ADAS-Sensordaten fließen strukturiert über
Sensor Interfacesgemäß dem StandardISO 23150ein. - Plattform- und Fahrzeugdienste:
ara::ucm service,ara::sm serviceundara::vucm servicestellen serviceorientierte Schnittstellen über die Middleware bereit, um Systemzustände, lokale Software-Paket-Updates bzw. flottenweite OTA-Kampagnen zu steuern.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Normative Protokollbindung: Die rot hinterlegten Boxen spezifizieren verbindliche Protokolle für konforme Implementierungen. Mit Release R25-11 wird die Diagnose über
Diagnostic Management(ara::diag) normativ umHTTP/REST(insb. im SOVD-Umfeld) erweitert, ergänzend zu SOME/IP, S2S, DDS, zero-copy IPC, DoIP, UDS, SOVD, IDS, UdpNM, gPTP, TCP/UDP, DLT, ISO 23150 und VISS. - Funktionale Erweiterung der Plattform:
Safe Hardware Acceleration(ara::shwa) führt standardisierte Mechanismen zur sicherheitsgerichteten Nutzung von Beschleuniger-Hardware (ASIL-Kontext) innerhalb der Platform Foundation ein.Remote Persistency(ara::rper service) standardisiert einen fahrzeugweiten Dienst zur verteilten persistenten Datenhaltung.
- Schichten- und Schnittstellendisziplin:
- Applikationen dürfen ausschließlich über standardisierte
ara::*-C++-Schnittstellen oder die durchPOSIX PSE51 / C++ STLdefinierten OS-Primitives auf Plattformressourcen zugreifen. Direkte Systemaufrufe an dasPOSIX OS, die das PSE51-Profil verletzen, sind normativ unzulässig. - Platform Foundation FCs stellen primär C++-Bibliotheken/lokale APIs bereit, während Platform Service FCs und Vehicle Service FCs als eigenständige Serverprozesse realisiert sind und ihre Dienste typisiert über
ara::comzur Verfügung stellen.
- Applikationen dürfen ausschließlich über standardisierte
- Erweiterbarkeit: Die mit Auslassungspunkten (
...) versehenen Leerfelder deuten an, dass anwendungsspezifische oder künftige funktionale Cluster hinzugefügt werden können, solange sie das Schichtenmodell und die ARA-Konzepte respektieren.
Zugeordnete Anforderungen
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