Figure 20: Flow Control frame
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1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
Strukturelles Protokoll- und Frame-Format-Diagramm (Bit-/Byte-Layout einer Protocol Data Unit). Das Diagramm spezifiziert den Aufbau des Protocol Control Information (PCI) Feldes eines Flow Control (FC) N-PDU/Frames innerhalb des AUTOSAR Classic Platform FlexRay Transport Layer (FrArTp). Es ordnet die Protokollsteuerungs-Parameter auf N-PDU-Ebene an der Schnittstelle zwischen Sender und Empfänger bei segmentierter Datenübertragung an.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Das Flow Control Frame besteht aus einem 3 Byte langen PCI-Header (PCI (3 Byte)), unterteilt in vier aufeinanderfolgende Felder:
FT (4 Bit): Frame Type (Kennzeichnung des N-PDU-Typs als Flow Control).FS (4 Bit): Flow Status (Statusanzeige zur Steuerung des weiteren Sendeflusses, z. B. Continue To Send, Wait, Overflow).BS (8 Bit): Block Size (maximale Anzahl aufeinanderfolgender Consecutive Frames, die ohne weitere Flow-Control-Bestätigung übertragen werden dürfen).STmin (8 Bit): Separation Time minimum (minimal einzuhaltender zeitlicher Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Consecutive Frames).
Eine Nutzlast (Payload) ist im Flow-Control-Frame nicht enthalten; die gesamte PDU besteht aus diesen 3 Byte PCI.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Der Empfänger einer segmentierten Übertragung generiert und sendet das Flow Control Frame nach dem Empfang eines First Frame (FF) oder nach Ablauf eines definierten Übertragungsblocks (Block Size). Anhand des Feldes FS signalisiert der Empfänger dem Sender seine Empfangsbereitschaft. Über BS wird dem Sender vorgegeben, wie viele Consecutive Frames gesendet werden dürfen, bevor ein erneutes FC-Frame erwartet wird. STmin definiert die minimale Pause zwischen den einzelnen Consecutive Frames, um eine Überlastung des Empfängerpuffers zu verhindern.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
Das Diagramm definiert eine normative Bit- und Byte-Aufteilung für die Implementierung des FrArTp-Moduls gemäß ISO 10681-2 bzw. AUTOSAR-Transportschichtspezifikation. Entwickler müssen sicherstellen, dass die Felder FT und FS im ersten Byte exakt jeweils 4 Bit belegen (FT höherwertiges Nibble, FS niederwertiges Nibble), gefolgt von BS in Byte 1 und STmin in Byte 2. Sender- und Empfängerzustandsautomaten müssen die Wertebereiche von FS (CTS/WT/OVFLW), BS und STmin korrekt serialisieren, deserialisieren und timerbasiert anwenden.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.