AUTOSAR_AP_EXP_SWArchitecture
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Figure 9.124: Security-related Interfaces required by Diagnostic Management
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: UML-Schnittstellen- und Komponentendiagramm (AUTOSAR Adaptive Platform Architecture Meta-Model, Stereotypen-Profil
«aap*»). - Technischer Zweck: Spezifikation der normativen Abhängigkeiten des Functional Clusters (FC) Diagnostic Management (DM) zu den zentralen Plattform- und Sicherheitsdiensten der AUTOSAR Adaptive Platform (AP): dem Intrusion Detection System Manager (IdsM), dem FC Cryptography sowie dem FC Execution Management (EM).
- Systemkontext: Definiert die Sicherheits- und Prozessarchitektur für diagnosebezogene Operationen auf dem POSIX-System. DM agiert als Service-Konsument (Client) für Security Event Reporting (Angriffserkennung/Auditierung), kryptografische Primitive (Authentifizierung, Integritätsprüfungen, Signatur- und Zertifikatsvalidierung) sowie für die Meldung des eigenen Prozessausführungszustands an die Plattform-Laufzeitsteuerung.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
«aapFunctionalCluster» Diagnostic Management(daemon-based):- Repräsentiert den Plattform-Dienst zur Handhabung von Diagnoseprotokollen (UDS ISO 14229-1 via DoIP ISO 13400-2).
- Realisiert als eigenständiger POSIX-Daemon-Prozess.
- Hält ausgehende Nutzungsbeziehungen (
«use») zu den SchnittstellenEventReporter,CryptoStackundExecutionClient.
«aapPortInterface, aapAPI» EventReporter:- Service- und Schnittstellendefinition zur Ereignismeldung.
- Kombiniert ein dienstorientiertes Port-Interface (
«aapPortInterface») mit einer standardisierten C++ API («aapAPI»). - Operation:
+ ReportEvent()zur Weitergabe erkannter Sicherheitsanomalien. - Wird durch den FC Intrusion Detection System Manager via Interface-Realisierung (
--▷) bereitgestellt.
«aapFunctionalCluster» Intrusion Detection System Manager(daemon-based):- Sicherheits-Daemon zur systemweiten Erfassung, Filterung, Ratenbegrenzung und Aggregation von Security Events (SEv) zu qualifizierten Security Events (QSEv).
«aapAPI, aapNativeInterface» CryptoStack:- Abstrakte Schnittstellendefinition der kryptografischen Plattformtreiber und -bibliotheken (
ara::crypto). - Ausprägung als
«aapNativeInterface»impliziert direkte native Sprachbindungen (C++ Dynamic Link / Shared Library) zur Vermeidung von IPC-Overhead bei datenintensiven Krypto-Operationen, kombiniert mit Standard-API-Definitionen («aapAPI»). - Wird durch den FC Cryptography via Interface-Realisierung (
--▷) implementiert.
- Abstrakte Schnittstellendefinition der kryptografischen Plattformtreiber und -bibliotheken (
«aapFunctionalCluster» Cryptography(daemon-based):- Plattform-Dienst für Schlüsselverwaltung, Isolation privater Schlüssel (Key Storage Manager, HSM/TPM-Anbindung) und Ausführung kryptografischer Algorithmen.
«aapAPI, aapNativeInterface» ExecutionClient:- Standardisierte native C++ API (
ara::exec::ExecutionClient) zur Prozesssteuerung und Lebenszyklusmeldung. - Operationen:
+ Create(): Fabrikmethode zur Initialisierung und Instanziierung des Ausführungs-Clients.+ ReportExecutionState(ExecutionState): Übermittlung von Zustandswechseln (z. B.kRunning,kTerminating) an das Execution Management.
- Wird durch den FC Execution Management via Interface-Realisierung (
--▷) bereitgestellt.
- Standardisierte native C++ API (
«aapFunctionalCluster» Execution Management(daemon-based):- Zentraler System-Daemon zur Initialisierung, Überwachung und Steuerung des Lebenszyklus aller Plattform- und Applikationsprozesse auf der Adaptive Machine.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Pfad 1: Kryptografische Verifikation (
CryptoStack)- Auslöser: Eintreffen einer gesicherten Diagnose-Anforderung (z. B. UDS Service 0x29 Authentication, Service 0x27 SecurityAccess via Challenge-Response oder TLS-Verbindungsaufbau im DoIP).
- Ablauf:
- DM ruft synchron oder via
ara::core::Futureasynchron die Methoden desCryptoStack(ara::crypto::cryp,ara::crypto::keys) auf. - Der Krypto-Dienst führt Zertifikatsprüfung (X.509-Validierung gegen hinterlegte Trust Anchors) oder Signatur-/MAC-Verifikation durch.
- Rückmeldung an DM via
ara::core::Result<T>. Bei Erfolg erfolgt der Übergang in den autorisierten Diagnose-Sicherheitszustand.
- DM ruft synchron oder via
- Pfad 2: Sicherheitsvorfall-Meldung (
EventReporter)- Auslöser: Fehlerzustände mit Security-Relevanz im DM (z. B. wiederholt ungültige SecurityAccess-Keys, Zertifikats-Widerrufe, PDU-Spoofing, DoIP-Routing-Activation-Anomalien).
- Ablauf:
- DM verpackt Event-ID, Kontext-Informationen (Sender-IP, Zeitstempel, Target Address) und Schweregrad.
- Nicht-blockierender Aufruf von
ReportEvent()über den EventReporter-Port an den IdsM-Daemon. - IdsM verarbeitet das Event asynchron, filtert nach Plattform-Regelwerk und persistiert/überträgt es an das Backend/SOC.
- Pfad 3: Prozesslebenszyklus- und Zustandsmeldung (
ExecutionClient)- Auslöser: Start und Initialisierungssequenz des Diagnostic Management Daemons durch das Betriebssystem bzw. Execution Management.
- Ablauf:
- Nach dem Prozessstart erzeugt DM über
Create()eine Instanz desExecutionClient. - Nach erfolgreichem Aufbau der Diagnoseprotokoll-Sockets und interner Krypto-/IdsM-Initialisierung ruft DM
ReportExecutionState(ExecutionState::kRunning)auf. - Execution Management empfängt den Zustand und deklariert den DM-Dienst als betriebsbereit.
- Beim kontrollierten Herunterfahren (Shutdown/State Transition) meldet DM analog
ExecutionState::kTerminating.
- Nach dem Prozessstart erzeugt DM über
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- API-Vertrag & Kapselung:
- DM darf keine proprietären oder direkt integrierten Drittanbieter-Krypto-Bibliotheken nutzen. Alle Operationen müssen über die normierten Schnittstellen des
CryptoStacklaufen, um Hardware-Sicherheitsanker (HSM, SHE, TPM) konsistent einzubinden. - Das Security-Monitoring ist zwingend über
EventReporter::ReportEvent()zu bedienen; direkte Syslog- oder Dem-Einträge für Security-Vorfälle verletzen die AUTOSAR-Security-Architektur. - Die Lebenszyklusverwaltung erfordert die Einbindung von
ara::exec::ExecutionClient; der DM-Prozess darf den ZustandkRunningerst melden, wenn alle sicherheitskritischen Initialisierungen (Krypto-Provider geladen, IdsM-Port verbunden) abgeschlossen sind.
- DM darf keine proprietären oder direkt integrierten Drittanbieter-Krypto-Bibliotheken nutzen. Alle Operationen müssen über die normierten Schnittstellen des
- Deployment & Manifest-Konfiguration:
- Port-Mapping: Im AUTOSAR-Modell (ARXML) muss das DM-Design einen Required Port (
R-Port) vom TypEventReporterdefinieren und diesen via Service-Instance-Manifest an den Provided Port (P-Port) des IdsM binden. - Execution-Manifest: Für den Prozess
Diagnostic ManagementmussreportingBehavior = reportsExecutionStatekonfiguriert sein, damit Execution Management den Startup-Watchdog auf die Rückmeldung viaReportExecutionState()synchronisiert. - KeySlot-Allokation: Im Machine- und Execution-Manifest müssen dem Prozess
Diagnostic Managementexplizite Zugriffsrechte (Access Rules) auf die benötigtenCryptoKeySlots undCryptoProviderzugeordnet sein.
- Port-Mapping: Im AUTOSAR-Modell (ARXML) muss das DM-Design einen Required Port (
- Laufzeit-Performance:
- Durch den Vermerk
daemon-basedfür alle beteiligten Cluster muss die IPC-Latenz zwischen DM und IdsM/EM/Crypto bei Diagnose-Timeouts (z. B. P2/P2*-Timer nach ISO 14229-2) einkalkuliert werden; zeitkritische Operationen nutzen die lokalen Bibliotheksanteile der als«aapNativeInterface»ausgeprägten APIs (CryptoStack,ExecutionClient).
- Durch den Vermerk
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