AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
FIG-8af2b819c3b6e6ab
569 × 585 px
5 Release(s)
Figure 6.1: AP start-up sequence
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: High-Level-Ablaufdiagramm / Kontrollfluss- und Phasenmodell des Plattform-Lebenszyklus.
- Funktionale Einordnung: Definiert die deterministische Initialisierungs- und Transitionsschleife der AUTOSAR Adaptive Platform (AP) nach dem Hardware-/Kernel-Boot. Im Zentrum steht der funktionale Cluster Execution Management (EM) (
ara::exec), der als primärer Nutzerprozess (Init-Prozess/PID 1 oder direkter Nachfolger) die Prozesslebenszyklen und Zustandswechsel steuert.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- OS Boot: Außerhalb von EM liegende Betriebssystem-Bootphase (Bootloader, POSIX-Kernel-Initialisierung, Treiberschicht, Start von EM als privilegierter Root-Prozess).
- Execution Management (EM): Zentraler System-Daemon für Prozess-Orchestrierung, Ressourcen-Zuweisung (Cgroups, Scheduling-Attribute), Budgetüberwachung und State-Enforcement.
- Artefakte / Datenstrukturen:
- Machine Manifest: Modelliert maschinenspezifische Ressourcen (Kerne, Speicher, Function Groups, Machine States, Netzwerkschnittstellen).
- Execution Manifest Instance(s): Instanzspezifische Deskriptoren je auszuführendem Prozess (
StartupConfig, deterministische Startup-Abhängigkeiten, Prozessprioritäten, UID/GID, Ressourcengrenzen, Zuordnung zu Function-Group-Zuständen). - (processed): Vorkompilierte, binäre oder parser-optimierte Repräsentationen der ARXML-Manifeste zur Minimierung von Startup-Latenzen.
- Schnittstellen & Akteure (implizit/normativ zugeordnet):
ara::exec::ExecutionClient: IPC-Schnittstelle zwischen gestartetem Applikationsprozess und EM zur Rückmeldung des Laufzeitzustands (kRunning).ara::exec::StateClient: IPC-Schnittstelle, über die der Cluster State Management (SM) Zustandswechsel (SetState) an EM anfordert.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Phase 1 – Initial Transition (OS Boot → Read Manifests):
- Übergabe der Kontrolle vom POSIX-Kernel an den EM-Daemon.
- EM parst synchron alle hinterlegten (vorverarbeiteten) Machine- und Execution-Manifeste, baut den internen Abhängigkeitsgraphen auf und ermittelt die initiale
MachineState-Konfiguration (z. B.StartupoderVerify).
- Phase 2 – Application Launch (
Start Application(s)):- EM instanziiert Prozesse iterativ/parallel (
fork/execbzw. OS-spezifische Primitiven) gemäß deklarierter Startreihenfolge (startupDependencies) und Ausführungsmodi. - Zuweisung von Scheduling-Policies (z. B.
SCHED_FIFO,SCHED_RR), CPU-Affinities und Sicherheitskontexten.
- EM instanziiert Prozesse iterativ/parallel (
- Phase 3 – State Settlement (
Enter Machine State):- Synchronisation auf Prozessbereitschaft: Prozesse melden über
ExecutionClient::ReportExecutionState(kRunning)ihre Bereitschaft. - Sobald alle für den Zielzustand erforderlichen Pflichtprozesse laufen und rückgemeldet haben, gilt der Maschinenzustand bzw. die
FunctionGroupals eingenommen.
- Synchronisation auf Prozessbereitschaft: Prozesse melden über
- Phase 4 – State Change Cycle (
Stop Application(s)→Start Application(s)):- Trigger: Anforderung eines Zustandswechsels durch State Management via
StateClient. - Terminierung: Nicht mehr für den Zielzustand konfigurierte Prozesse werden geordnet gestoppt (Graceful Shutdown via POSIX-Signal
SIGTERMmit konfigurierbarem Timeout; bei Timeout-Überschreitung forcierte Terminierung viaSIGKILL). - Re-Activation: Rücksprungschleife (
State Change) startet nach erfolgreichem Stop die für den neuen Zustand definierten Folge-Applikationen.
- Trigger: Anforderung eines Zustandswechsels durch State Management via
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Deterministischer Boot-Pfad: Manifeste dürfen zur Laufzeit nicht über dynamische Remote-Pfade nachgeladen werden; die Integrität muss über Authenticated/Secure Boot und persistente, verarbeitete Ablagen sichergestellt sein.
- API-Meldepflicht für Applikations-Entwickler:
- Jede Adaptive Application muss zwingend nach Erreichen der operativen Betriebsbereitschaft
ara::exec::ExecutionClient::ReportExecutionState(ara::exec::ExecutionState::kRunning)aufrufen. - Unterbleibt diese Meldung vor Ablauf des im Execution Manifest konfigurierten
startupTimeout, wertet EM den Prozessstart als fehlgeschlagen (Folge: Recovery-Aktion, Watchdog-Eingriff oder State-Transition-Rollback).
- Jede Adaptive Application muss zwingend nach Erreichen der operativen Betriebsbereitschaft
- Signal Handling & Graceful Termination:
- Applikationen müssen Signal-Handler für
SIGTERMregistrieren, um State-Changes nicht zu blockieren, Ressourcen sauber freizugeben und persistente Puffer zu flushen.
- Applikationen müssen Signal-Handler für
- State Management Coupling:
- EM entscheidet nicht eigenständig über funktionale State Changes; die Policy-Entscheidung obliegt exklusiv dem State Management. EM fungiert rein als ausführende Instanz (Mechanism vs. Policy Trennung).
Zugeordnete Anforderungen
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