AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
FIG-8d35f191c6f03f0b
932 × 558 px
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Figure 9.3: Deployment Overview of Diagnostics
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Architekturschichten- und Deployment-Diagramm (High-Level Deployment Overview) im Kontext der AUTOSAR Adaptive Platform (AP).
- Technischer Zweck: Darstellung der Bereitstellung und Entkopplung des Functional Clusters Diagnostics (
ara::diag). Das Diagramm illustriert die Vermittler- und Serverrolle des zentralen Diagnostic Managers (DM) zwischen externen Testern (Diagnostic Client) und softwaredefinierten Applikationen (App1–App3) über zwei parallele Protokollstapel (UDS via DoIP und SOVD via HTTP).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Adaptive Platform (Execution Environment / Machine):
- Adaptive Applications (
App1,App2,App3): Unabhängige POSIX-Betriebssystemprozesse im User Space, die als funktionale Diagnosedienstleister fungieren (Bereitstellung von DIDs, Routinen, Data Identifiers, Monitor-Objekten für Fehlerspeicher). - ARA-Grenze (AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications): Schichtenabstraktion via C++ API-Schnittstellen (
ara::diag), dargestellt über Assembly-Konnektoren (Lollipop/Socket).- Ports/Interfaces: Repräsentieren typisierte
ara::diag-Dienste (z. B.DiagnosticService,GenericDataIdentifier,Routine,SecurityAccessService,Monitor).
- Ports/Interfaces: Repräsentieren typisierte
- Diagnostic Manager (Functional Cluster): Zentraler Plattform-Daemon/Server innerhalb von ARA. Terminiert Diagnoseprotokolle, verwaltet Diagnosezustände (Session, Security Level) und übernimmt das Routing/Dispatching an die zuständigen Applikationen.
- Network Layer (Transport- und Netzwerkschicht):
- UDS über DoIP: Klassischer Pfad gemäß ISO 14229-1 (UDS) getunnelt über ISO 13400-2 (Diagnostic over IP / TCP/UDP).
- SOVD über HTTP: Serviceorientierter Pfad gemäß ASAM SOVD (Service-Oriented Vehicle Diagnostics) / ISO 18571 über HTTP/HTTPS (RESTful API, JSON-Payloads, WebSockets).
- Adaptive Applications (
- Diagnostic Client (Akteur / Externes System): Externer oder On-Board-Diagnosetester (z. B. Werkstatttester, Over-the-Air-/Cloud-Backend, Flottenmanagement-Client).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Request Ingress & Transport-Terminierung:
- Der Diagnostic Client initiiert eine Diagnoseanforderung entweder binär kodiert als UDS-PDU via DoIP oder als HTTP-REST-Aufruf (z. B.
GET /sovd/v1/components/...) via TCP/TLS. - Der Diagnostic Manager nimmt die Verbindung auf dem jeweiligen Port (z. B. TCP 13400 für DoIP; TCP 80/443 für HTTP) im Network Layer an.
- Der Diagnostic Client initiiert eine Diagnoseanforderung entweder binär kodiert als UDS-PDU via DoIP oder als HTTP-REST-Aufruf (z. B.
- Protokolldekodierung & Security-Gate:
- DM validiert Routing-Aktivierung, TLS-Zertifikate/Tokens (SOVD) bzw. Seed & Key / Security-Level (UDS).
- Prüft Berechtigungen sowie den aktuellen Session-Zustand (z. B. Default, Extended, Programming Session).
- Dispatching via Inter-Process Communication (IPC):
- Anhand des Diagnostic Extract (DEXT) mappt der DM den Identifier (DID, RID) oder den SOVD-URI-Pfad auf die zuständige
AdaptiveApplication(App1..App3). - Asynchroner Aufruf des entsprechenden C++-API-Handlers der Applikation über platform-internes IPC.
- Anhand des Diagnostic Extract (DEXT) mappt der DM den Identifier (DID, RID) oder den SOVD-URI-Pfad auf die zuständige
- Response Aggregation & Egress:
- Die Applikation liefert die Daten via
ara::core::Future/Promiseoder Callback an den DM zurück. - Der DM formatiert die Nutzlast in die entsprechende Response (UDS Positive/Negative Response Message bzw. HTTP-Statuscode mit JSON-Body) und sendet sie an den Client zurück.
- Die Applikation liefert die Daten via
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Vollständige Transport-Transparenz für Applikations-Entwickler:
- Applikationen binden ausschließlich gegen die abstrakten C++-Schnittstellen von
ara::diag. - Entwickler implementieren weder DoIP-Sockets noch HTTP/REST-Endpunkte. Ein Service-Handler (z. B. für einen Messwert) wird transparent bedient, unabhängig davon, ob die Anfrage via UDS oder SOVD eingeht.
- Applikationen binden ausschließlich gegen die abstrakten C++-Schnittstellen von
- Asynchrone API-Verträge:
ara::diag-Schnittstellen fordern nicht-blockierende Implementierungen. Operationen müssen mitara::core::Future/Promisearbeiten, um ein Blockieren des IPC-Event-Loops im DM zu verhindern.
- Anforderungen an Stack-/Plattform-Entwickler:
- Der DM muss als Multithreaded-Daemon ausgelegt sein, der DoIP-Handler (Routing Activation, Alive Check) und einen integrierten Webserver/HTTP-Stack für SOVD parallel betreiben kann.
- Das Session- und Security-Management muss zentral im DM konsolidiert sein, damit konkurrierende Anfragen (DoIP vs. SOVD) deterministisch arbitriert werden.
- Modellierung & Deployment (Manifest/DEXT):
- Bindung zwischen Applikations-Ports und Diagnose-Entitäten erfolgt deklarativ im AUTOSAR-ARXML-Modell.
- Zur Kompilierzeit/Generierungszeit werden die Skeleton-/Proxy-Artefakte für die IPC-Kommunikation zwischen Applikation und DM aus dem Modell erzeugt.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.