AUTOSAR_AP_EXP_SWArchitecture
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Figure 10.6: Use cases for the Automotive API Gateway
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: UML-Anwendungsfalldiagramm (Use Case Diagram) unter Verwendung des AUTOSAR-Adaptive-Profils (Stereotypen
«aapUseCase»,«aapTriggers»,«aapParticipates»). - Funktionale Einordnung: Spezifikation des Funktionsclusters Automotive API Gateway (AAG) innerhalb der AUTOSAR Adaptive Platform (AP, Release R24-11, AUTOSAR_AP_EXP_SWArchitecture).
- Technischer Zweck: Das Automotive API Gateway fungiert als zentraler Abstraktions- und Übersetzungslayer. Es entkoppelt standardisierte fahrzeugexterne sowie fahrzeuginterne Clients von der heterogenen fahrzeuginternen Steuergeräte- und Bus-Topologie. Datenabfragen und -manipulationen werden einheitlich gekapselt – unabhängig davon, ob die Ziel-Datenquelle auf der Adaptive Platform (AP) oder der Classic Platform (CP) realisiert ist.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Systemgrenzen (Boundaries)
- Adaptive Platform: Laufzeitumgebung der POSIX-basierten AUTOSAR-Schicht.
- Automotive API Gateway: Subsystem-Boundary des AAG-Clusters, das die Routing-, Transformations- und Vermittlungslogik kapselt.
Akteure (Actors)
- Onboard Client
(from Actors): Fahrzeuginterner Konsument außerhalb des AAG (z. B. Infotainment/IVI, Cockpit-Domänenrechner oder autonome Fahrsysteme). - Offboard Client
(from Actors): Fahrzeugexterner Konsument (z. B. OEM-Cloud-Backend, Flottenmanagement-Server oder Werkstatt-/Diagnosetester). - Adaptive Application
(from Actors): Datenprovider/Server innerhalb der Adaptive Platform, angebunden über Service-orientierte Schnittstellen (ara::com). - Classic Application
(from Actors): Datenprovider/Server auf einem AUTOSAR Classic Steuergerät, angebunden über signalbasierte Netzwerke (CAN, LIN, FlexRay) oder Classic-SOME/IP.
Anwendungsfälle («aapUseCase») & Relationen
Access Data(Basis-Use-Case): Abstrakte Generalisierung für sämtliche Datenzugriffsoperationen (Lesen, Schreiben, Subskribieren) auf Fahrzeugdaten (z. B. standardisiert via COVESA/W3C Vehicle Signal Specification – VSS).Access Data inside Adaptive Application: Spezialisierter Use Case (UML-Generalisierung aufAccess Data), der den Zugriffspfad auf Datenstrukturen innerhalb von AP-Instanzen abbildet.Access Data inside Classic Application: Spezialisierter Use Case (UML-Generalisierung aufAccess Data), der den Zugriffspfad auf Signale/Parameter in CP-ECUs abbildet.- Stereotypen:
«aapTriggers»: Gerichtete Initiierung vonOnboard ClientundOffboard Clientauf den Basis-Use-CaseAccess Data.«aapParticipates»: Assoziation der Datenquellen (Adaptive ApplicationundClassic Application) als teilnehmende Endpunkte an den jeweiligen spezialisierten Use Cases.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Aus dem Use-Case-Modell leiten sich folgende operative Ausführungspfade ab:
- Triggering:
- Ein Client (
Onboard ClientoderOffboard Client) sendet eine Zugriffsanforderung (z. B. REST/HTTP, WebSocket, gRPC oder MQTT) an das Automotive API Gateway.
- Ein Client (
- Protokoll- und Adress-Translation im Gateway:
- Pfad AP (
Access Data inside Adaptive Application): Das Gateway übersetzt die Anfrage in Service-orientierte Aufrufe überara::com(Method-Call, Field-Get/Set oder Event-Subscription via SOME/IP bzw. POSIX Shared Memory IPC). - Pfad CP (
Access Data inside Classic Application): Das Gateway fungiert als Signal-to-Service-Übersetzer. Die API-Anfrage wird auf PDU-/Signal-Ebene serialisiert (z. B. über ein integriertes Signal-to-Service-Mapping auf CAN/Ethernet oder über CP-SOME/IP-RTE-Schnittstellen).
- Pfad AP (
- Synchrones vs. asynchrones Verhalten:
- Get/Set-Operationen: Werden gatewayintern über asynchrone Mechanismen (
ara::core::Future/ara::core::Promise) abgearbeitet und synchron oder asynchron an den Client zurückgemeldet. - Event-/Sensor-Streaming: Subskriptionen etablieren persistente Datenströme; Änderungen an AP-Events oder CP-Signalen triggern asynchrone Push-Notifikationen an den Client.
- Get/Set-Operationen: Werden gatewayintern über asynchrone Mechanismen (
- Fehlerbehandlung:
- Timeouts, ungültige Signalwerte (Signal-Invalidität/Qualitätsflags) oder Kommunikationsfehler auf Bus-Ebene werden durch das AAG in standardisierte Fehlercodes (z. B. HTTP 4xx/5xx oder API-spezifische Error-Objekte) transformiert.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Entkopplung der Schnittstellen: Applikations- und Backend-Entwickler greifen auf eine einheitliche API-Syntax zu; Kenntnisse über ECU-Netzwerktopologien, Busprotokolle (CAN/FlexRay/SOME/IP) oder PDU-Layouts sind für Clients nicht erforderlich.
- Konfigurationsanforderung (AP-Entwickler): Daten, die über das AAG exponiert werden sollen, müssen in den Adaptive-Manifesten (
arxml) als Service-Interfaces modelliert und dem AAG-Deployment zugeordnet sein. - Signal-to-Service-Mapping (Classic-Integration): Für Classic-ECUs erfordert die Umsetzung ein deterministisches Mapping zwischen signalbasierten PDUs (Com-Stack) und den API-Ressourcen des Gateways. Signallaufzeiten und Gateway-Jitter müssen bei harten Echtzeitanforderungen budgetiert werden.
- Sicherheits- & Zugriffsarchitektur (Security / IAM): Das AAG muss zwingend mit dem Identity and Access Management (IAM) der Adaptive Platform gekoppelt sein, um Berechtigungen von Offboard- vs. Onboard-Clients auf Datenebene abzusichern und unberechtigte Schreibzugriffe auf fahrrelevante Classic-Signale abzuwehren.