AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
FIG-8fc2017ca8979d4f
751 × 400 px
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Figure 4.5: Applications
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Konzeptionelle Klassifikationsmatrix (2 × 2-Taxonomie-Portfolio).
- Architektur-Kontext: AUTOSAR Adaptive Platform (AP), System- und Prozessmodell gemäß
AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign(Kapitel 4.1 Application launch and shutdown). - Funktionale Einordnung: Das Diagramm systematisiert das Spektrum aller ausführbaren Entitäten („Applications“) auf einem AP-Knoten. Aus Sicht des Execution Management (EM) ist jede dieser Entitäten – sowohl anwenderspezifische Applikationen als auch plattforminterne Functional Clusters (FCs) – ein eigenständiger Betriebssystem-Prozess mit einheitlichem Lifecycle-Management (mit Ausnahme des EM selbst als Init-/Bootstrap-Prozess). Die Matrix definiert die architektonischen Grenzen hinsichtlich Abstraktionsebene (Y-Achse) und Portabilität bzw. Schnittstellenkonformität (X-Achse).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Achsendefinition
- Vertikale Achse (Funktionale Domäne / Ebene):
user level: Oberhalb der Plattform angesiedelte Applikationslogik (OEM-/Tier-1-Funktionen).platform/machine: Infrastruktur-, Plattform- und Systemdienste der AUTOSAR Adaptive Platform.
- Horizontale Achse (Implementierungs- & Schnittstellengrad):
OS/hardware specific implementation: Direkte Abhängigkeit von nativen Betriebssystem-APIs (POSIX PSE51, Linux/QNX System Calls), Kernel-Modulen, Treibern oder Zielhardware.fully AUTOSAR compliant: Ausschließliche Nutzung standardisierter ARA-Schnittstellen (ara::*) und C++ Standard Library.
Quadranten und Entitäten
- Portable Adaptive Application (Oben-Rechts, grün hervorgehoben):
- Klassifikation:
user level$\land$fully AUTOSAR compliant. - Architekturrolle: Standardkonforme Adaptive Application (AA). Vollständig portabel zwischen verschiedenen AP-Stack-Implementierungen und Hardware-Targets.
- Schnittstellen: Verwendet ausschließlich definierte ARA-APIs (z. B.
ara::com,ara::per,ara::exec,ara::log) sowie portable C++ Standard Library Mechanismen.
- Klassifikation:
- Non-portable User Application (Oben-Links):
- Klassifikation:
user level$\land$OS/hardware specific implementation. - Architekturrolle: Anwendungslogik mit harter Hardware- oder OS-Bindung (z. B. direkte Nutzung von GPU-/NPU-Beschleunigern, V4L2-Videostreams, proprietären IPCs oder Linux-Sockets).
- Schnittstellen: Native OS-Calls, Umgehung oder partielle Nicht-Nutzung von ARA.
- Klassifikation:
- Typical Functional Cluster Application (Unten-Links):
- Klassifikation:
platform/machine$\land$OS/hardware specific implementation. - Architekturrolle: Plattformdienste der Adaptive Foundation, die systemspezifische Ressourcen kapseln müssen (z. B. OS-spezifische Teile des Execution Management, Persistency-Dateisystemtreiber, Hardware-Watchdog-Anbindungen).
- Schnittstellen: POSIX-Kernelschnittstellen, BSP-Treiber, hardwarenahe OS-APIs.
- Klassifikation:
- Reusable Platform Application (Unten-Rechts):
- Klassifikation:
platform/machine$\land$fully AUTOSAR compliant. - Architekturrolle: Plattformdienste, die ohne hardware-/OS-spezifischen Code auskommen und rein auf der ARA-Abstraktionsschicht aufbauen (z. B. State Management (SM), Teile des Diagnostics Management (DM) oder Update & Configuration Management (UCM)).
- Schnittstellen: Ausschließlich standardisierte ARA-Schnittstellen zur Gewährleistung der Stack-Portabilität.
- Klassifikation:
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Das Diagramm selbst ist statisch, definiert jedoch die Zielobjekte der zentralen AP-Lebenszyklusmechanismen:
- Zustandssteuerung via State Management (SM):
- Das SM (idealerweise ein Typ des Quadranten Reusable Platform Application) trifft Entscheidungen über das Starten und Stoppen von Prozessen anhand von Maschinen- und Funktionsgruppenzuständen (Function Group States).
- Das SM sendet Zustandsanforderungen über standardisierte Schnittstellen an das Execution Management (
ara::exec).
- Prozess-Instanziierung durch Execution Management (EM):
- Das EM liest die Execution Manifests aller vier Anwendungstypen aus.
- Das Laden, Forken/Executen und Überwachen erfolgt unabhängig vom Quadranten einheitlich über OS-Primitive.
- Prozesse melden ihren internen Zustand (
kRunning,kTerminating) über denara::exec::ApplicationClientaktiv an das EM zurück.
- Synchronisation vs. Abhängigkeiten:
- FCs der unteren Quadranten werden in frühen Initialisierungsphasen (Startup Phase /
MachineState: Startup) gestartet, um Basisdienste bereitzustellen. - User-Level-AAs (obere Quadranten) werden erst nach Erreichen der entsprechenden Anwendungs-Funktionsgruppenzustände hochgefahren.
- FCs der unteren Quadranten werden in frühen Initialisierungsphasen (Startup Phase /
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Vorgaben für Applikationsentwickler (AA-Entwickler):
- Um Herstellerunabhängigkeit, SIL-Konformität und Update-Fähigkeit (OTA) zu gewährleisten, ist architektonisch zwingend der grüne Quadrant (Portable Adaptive Application) einzuhalten.
- Direkte POSIX-Aufrufe (z. B.
pthread_setschedparamfür Echtzeit-Scheduling,open/writestattara::per, Sockets stattara::com) führen zum Verlust der Portabilität (Verschiebung in den oberen linken Quadranten) und brechen den Plattformvertrag.
- Vorgaben für Plattform- & Integrationsentwickler:
- Das State Management (SM) muss gemäß AUTOSAR-Vorgabe zwingend als Reusable Platform Application entworfen werden (keine nativen OS-Calls), damit OEMs das SM über verschiedene AP-Stack-Zulieferer hinweg identisch wiederverwenden können.
- Alle OS-/Hardware-spezifischen Implementierungen (unterer linker Quadrant) müssen strikt über Hardware-Abstraktionen gekapselt werden, um Seiteneffekte auf das restliche System zu minimieren.
- Manifest- und Deployment-Konsequenzen:
- Jeder Prozess – gleich welchen Quadranten – benötigt ein formales
ExecutionManifestzur Spezifikation von Ressourcenbudgets (CPU-Affinität, POSIX-Scheduling-Policies, Speichergrenzen), Funktionsgruppen-Zuordnungen und Prozess-Startparametern.
- Jeder Prozess – gleich welchen Quadranten – benötigt ein formales
Zugeordnete Anforderungen
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