AUTOSAR_AP_EXP_SWArchitecture
FIG-a58784c6f478bc6d
206 × 373 px
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Figure 9.76: Interfaces for recovery
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: UML-Klassendiagramm / Komponentenschnittstellendiagramm (AUTOSAR Adaptive Platform Profil mit
«aap...»-Stereotypen). - Architektur-Kontext: Interaktion zwischen den funktionellen Clustern Platform Health Management (PHM) und State Management (SM) auf der AUTOSAR Adaptive Platform (Release R21-11).
- Funktionaler Zweck: Bereitstellung eines standardisierten Recovery-Mechanismus bei Überwachungsfehlern (Alive-, Deadline-, Logical- oder Health-Channel-Supervision). Scheitert eine Überwachung in PHM, delegiert PHM die Einleitung von Fehlerbehebungsmaßnahmen (z. B. Prozess-Neustart, Zustandsübergang in Safe State) über die Schnittstelle
RecoveryActionan das State Management.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Akteure / Funktionale Cluster:
«aapFunctionalCluster» State Management (daemon-based): Zielinstanz für Wiederherstellungsaktionen; realisiert und exponiert den Server-Port («aapProvidedPort») für die Recovery-Logik.«aapFunctionalCluster» Platform Health Management (daemon-based): Überwachungsinstanz; fungiert als Klient («use»-Abhängigkeit) und ruft Recovery-Aktionen bei erkannten Anomalien auf.
- Port-Interface & Methoden:
«aapPortInterface, aapAPI» Platform Health Management::RecoveryAction: Namensraum-zugehöriges Interface zur Fehlereskalation.+ Offer(): Aktiviert die Dienstbereitschaft der Recovery-Schnittstelle im State Management.+ StopOffer(): Zieht die Bereitstellung des Recovery-Services zurück.«aapCallbackMethod» + RecoveryHandler(): Asynchroner Benachrichtigungskanal/Callback, über den PHM das Eintreffen eines Überwachungsfehlers (Supervision Failure) an State Management meldet.
- Beziehungssemantik:
- State Management implementiert den Port (
«aapProvidedPort»), d. h. SM stellt die Handler-Logik bereit. - PHM bindet die Schnittstelle via
«use»an, konsumiert den Service und triggert denRecoveryHandler().
- State Management implementiert den Port (
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Initialisierung & Service Offering:
- SM startet im Systemstart und ruft
Offer()auf, um die Bereitschaft zur Entgegennahme von Recovery-Triggern zu signalisieren.
- SM startet im Systemstart und ruft
- Überwachung & Fehlerdetektion:
- PHM erfasst Checkpoints von Adaptive Applications (
SupervisedEntity.ReportCheckpoint()). - Bei Verletzung von Timing-, Sequenz- oder Lebendigkeitsbedingungen wechselt der interne Status auf
EXPIRED/STOPPED.
- PHM erfasst Checkpoints von Adaptive Applications (
- Triggering der Recovery Action (asynchroner Pfad):
- PHM initiiert den Call an
RecoveryHandler()am State Management (daemon-übergreifendes IPC). - Übergabeparameter umfassen typischerweise die Identifikation der fehlgeschlagenen Entität bzw. die konfigurierte Recovery-Aktions-ID.
- PHM initiiert den Call an
- Fehlerbehandlung:
- State Management verarbeitet den gemeldeten Überwachungsfehler und leitet entsprechende Wiederherstellungsmaßnahmen ein (z. B. Function Group State Transition via Execution Management oder Prozess-Neustart).
- Deinitialisierung:
- Bei kontrolliertem Shutdown des State Managements wird der Dienst über
StopOffer()deregistriert.
- Bei kontrolliertem Shutdown des State Managements wird der Dienst über
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Architektur-Trennung: PHM entscheidet wann ein Fehler vorliegt, führt aber keine direkten Prozessabbrüche oder State-Transitions durch. Die Exekutivrechte zur Fehlerreaktion liegen exklusiv beim State Management (in Kooperation mit Execution Management).
- Daemon-IPC-Kopplung: Da beide Entitäten als Daemons realisiert sind, erfolgt der Aufruf von
RecoveryHandler()über die plattformspezifische IPC-Bindung (z. B. ara::com Binding oder direkte Unix Domain Sockets / Shared Memory). - Konfigurationsaspekt (ARXML):
PhmRecoveryActionInterfacemuss im Manifest als Service-Port definiert und zwischen derAdaptiveApplicationSwComponentdes PHM und des SM instanziiert (ServiceInstanceToPortPrototypeMapping) werden.- Entwickler müssen sicherstellen, dass Timeouts auf
RecoveryHandler()die Echtzeitanforderungen des Sicherheitskonzepts (FTTI – Fault Tolerant Time Interval) nicht verletzen.
- Fehlerbehandlung: Bietet SM keinen Service (
Offer()ausstehend), muss PHM plattformspezifische Fallbacks vorsehen (z. B. direkter Hardware-Watchdog-Trigger bei Nicht-Erreichbarkeit des State Managements).
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.