AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
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932 × 500 px
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Figure 4.4: Security features
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Schichtenbasiertes Architektur- und Funktionsclustermodell (Blockdiagramm) der AUTOSAR Adaptive Platform (AP, Release R23-11) mit orthogonaler Hervorhebung („Security Features Overlay“).
- Technischer Zweck: Systematische Zuordnung aller funktionalen Security-Mechanismen und Schutzklauseln zu den standardisierten Functional Clusters (FCs) der AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications (ARA) sowie Abgrenzung gegenüber User Application und Base Software (POSIX OS).
- Funktionale Einordnung: Definiert die Defense-in-Depth-Architektur der Adaptive Platform: Sichere Ausführungsumgebung, kryptografische Basisservices, sichere Kommunikation (netzwerk- und bordnetzweit), Absicherung des Software-Lebenszyklus (Update/Rollback) sowie Angriffsfrüherkennung (IDS).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
1. Schichten-Hierarchie (Top-Down)
- User Application Layer: Beherbergt adaptive Anwendungen (
Application), gekapselt als eigenständige POSIX-Betriebssystemprozesse. - AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications (ARA): Laufzeitumgebung, bestehend aus C++-APIs (
ara::*) und plattforminternen Dämonen/Diensten.- POSIX PSE51 / C++ STL OS Interface: Schmale, definierte Betriebssystemschnittstelle (beschränkt auf POSIX PSE51 Profile und C++ Standardbibliothek).
- Base Software Layer: Zugrunde liegendes Standard-POSIX-kompatibles Betriebssystem (
POSIX OS) inklusive Kernel, Treiber und Hardware-Abstraction.
2. Dekomposition der Functional Clusters (FCs) & Security-Features
Die Cluster unterteilen sich in vier Domänen, wobei die sicherheitsrelevanten Teilfunktionalitäten als blaue Sub-Blöcke ausgewiesen sind:
- Platform Foundation Functional Clusters (FCs):
- Communication Management (
ara::com): Implementiert Transportsicherheit über fahrzeuginterne und externe Protokolle: SecOC (PDU-Level), TLS (Socket-Level), IPsec (Netzwerk-Level), MACsec (Link-Level). - Execution Management (
ara::exec): Gewährleistet die Trusted Platform (Authentizitätsprüfung von Binaries/Manifesten, Messung der Boot-Kette, Prozessintegrität). - Diagnostic Management (
ara::diag): Bietet SecurityAccess (ISO 14229-1 Seed-&-Key) und standardisierte UDS-basierte Authentication (ISO 14229-1 / ISO 13400-2 DoIP). - Intrusion Detection System Manager (
ara::idsm): Fungiert als lokale Sensor-Schnittstelle und Filterinstanz für Sicherheitsereignisse (IDS / Security Event Reporting gemäß AUTOSAR IdsM). - Persistency (
ara::per): Stellt Secure Storage bereit (transparente Verschlüsselung, Vertraulichkeit und Manipulationsschutz/Authentizität gespeicherter Key-Value-Daten und Files). - Time Synchronization (
ara::tsync): Erzwingt Secure Time (authentifizierte Zeitübertragung via IEEE 802.1AS / IEEE 1588 / StbM gegen Replay- und Spoofing-Angriffe). - Cryptography (
ara::crypto): Schnittstelle zur Krypto-Hardware (HSM/SHE/TPM); übernimmt Zertifikats- und Schlüsselverwaltung (Certificate and key management) sowie Zugriff auf Krypto-Primitive (Signaturen, AEAD, Random Number Generation). - Log and Trace (
ara::log): Bietet Authenticated Logging (integritätsgeschützte Audit-Logs und Rückverfolgbarkeit von Sicherheitsereignissen). - Firewall (
ara::fw): Netzwerk- und Paketfilter (Zustands- und Regelfilterung für Ethernet/IP-Traffic). - Weitere Foundation FCs ohne dediziertes Security-Overlay:
ara::nm(Network Management),ara::rds(Raw Data Stream),ara::phm(Platform Health Management),ara::core(Basistypen/Fehlerbehandlung).
- Communication Management (
- Platform Service FCs:
- Update and Config Management (
ara::ucm): Realisiert Secure Update (Validierung der Signatur von Softwarepaketen, Integritäts- und Authentizitätsprüfung, strikter Down-grade Protection über Monotonic Counter). - Weitere Platform Services:
ara::sm(State Management / Process State Control).
- Update and Config Management (
- Standardized Application / Interface FCs:
ara::adi::sensoritf service(Sensor Interfaces) sowie erweiterbare anwendungsspezifische Schnittstellen.
- Vehicle Service FCs:
- Vehicle Update and Config Management (VUCM): Fahrzeuggroße Flotten- und ECU-übergreifende Orchestrierung von Secure Update (Authentizität, Vertraulichkeit und Rollback-Schutz auf Gesamtfahrzeugebene).
- Automotive API Gateway (
ara::aag): Standardisierte Schnittstelle zur Fahrzeug- und Cloud-Kommunikation (ohne dediziertes Security-Overlay ausgewiesen).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Da es sich um ein statisches Schichten- und Bausteindiagramm handelt, manifestiert sich das dynamische Verhalten in den operativen Schnittstellenpfaden zwischen den Clustern:
[Netzwerk / Peripherie]
│
▼
[Firewall (ara::fw)] ───(Paketfilter / Drop)
│ (Valide Pakete)
▼
[Communication Management] ◄───(Key / MAC-Verify)───► [ara::crypto]
│ │
├─────────────────────────────────────────┐ │ (Zertifikatsvalidierung)
▼ ▼ ▼
[Diagnostic Mgmt (Auth/SecAccess)] [Update Mgmt (ara::ucm)]
│ │
▼ (Sicherheitsvorfall / Verletzung) ▼ (Down-Grade Check & Deploy)
[Intrusion Detection (ara::idsm)] [Execution Mgmt (ara::exec)]
│ │ (Prozessstart / Verifikation)
▼ (QoS-gefilterter Upload) ▼
[Onboard / Offboard SIEM] [Adaptive Application]
- Bootstrapping & Trust Anchor:
- Beim Plattformstart verifiziert
ara::execdie Signaturen und Prüfsummen der Executables gegen den vonara::cryptobzw. dem POSIX OS/HSM bereitgestellten Hardware-Trust-Anchor, bevor Applikationsprozesse gestartet werden.
- Beim Plattformstart verifiziert
- Ingress Security & Session Establishment:
- Eintreffende Ethernet-Frames passieren zuerst die Regeln von
ara::fw. ara::comdelegiert TLS/IPsec/SecOC-Prüfungen asynchron anara::crypto, um Session Keys abzuleiten und MACs/Signaturen zu verifizieren.
- Eintreffende Ethernet-Frames passieren zuerst die Regeln von
- Incident Detection & Reporting:
- Bei sicherheitsrelevanten Anomalien (z. B. fehlgeschlagene SecOC-Prüfung in
ara::com, fehlerhafterSecurityAccessinara::diag, unautorisierter Prozessaufruf) triggern die FCs synchrone Security-Event-Meldungen anara::idsm. ara::idsmaggregiert, filtert und überträgt diese Events an standardisierte interne Puffer oder fahrzeugweite IDS-Reporter.
- Bei sicherheitsrelevanten Anomalien (z. B. fehlgeschlagene SecOC-Prüfung in
- Update-Transaktion:
- Pakete erreichen
ara::ucm(oder via VUCM).ara::ucmnutztara::cryptozur Authentizitätsprüfung der Manifeste, prüft die Versionsnummern gegen Persistenz-Zähler (ara::per), um Downgrades zu sperren, und signalisiert nach erfolgreicher Signaturprüfung den Update-Zustand anara::sm.
- Pakete erreichen
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Entkopplung von Krypto-Material (
ara::crypto): Applikationsentwickler dürfen niemals private Schlüssel im Speicher halten. Alle kryptografischen Operationen erfolgen über Handles (CryptoContext,KeySlot,CryptoProvider). Der Zugriff auf Schlüssel ist strikt an Manifest-Rechte (Execution Manifest, Manifest Deployment) gebunden. - Persistenzabsicherung (
ara::per): Vertrauliche Anwendungsdaten müssen in den Deployment-Deskriptoren mit Attributen für Authentizität und Verschlüsselung deklariert werden.ara::perkapselt den Aufruf vonara::cryptotransparent für den Anwendungsentwickler; Plaintext-Storage sensibler Parameter ist normativ unzulässig. - Instrumentierung für Intrusion Detection (
ara::idsm): Applikationen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko müssen als IDS Security Sensor modelliert werden. Erkannte Protokollbrüche oder ungültige Payloads müssen aktiv perara::idsm::ReportSecurityEvent()gemeldet werden. - Manifest-Konfiguration & Packaging: Jede Auslieferung einer Adaptive Application erfordert kryptografisch signierte Softwarepakete für UCM/VUCM. Fehlt die Manifest-Signatur oder verletzt das Deployment das Downgrade-Versionskriterium, lehnt
ara::ucmdie Installation deterministisch ab. - Netzwerk-Isolation: Die Koexistenz von
ara::fwundara::combedeutet, dass Ports und Protokolle nicht nur auf Service-Ebene (ara::com-Deployment), sondern auch in den Plattform-Firewall-Regelsätzen konsistent modelliert werden müssen, um Kommunikations-Timeouts durch Kernel-/Paket-Drops zu verhindern.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.