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AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign FIG-bb047d688191b634 932 × 531 px 4 Release(s)

Figure 20.2: Firewall architecture

SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck: bb047d688191b634bc88e974db2d8887eff5065d021b5c32c1edb2113c249c74
✦ KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07

1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext

  • Klassifikation: Informelles Architektur- und Blockschaltbild (Funktionale Dekomposition / Steuerungsmodell der AUTOSAR Adaptive Platform).
  • Technischer Zweck: Spezifiziert die Control-Plane-Architektur des Functional Clusters FC Firewall (ara::firewall). Es verdeutlicht die Trennung zwischen deklarativer Konfiguration, sicherheitsrelevantem Zustandsmanagement, Security-Monitoring und dem zugrundeliegenden Ausführungskern (Data-Plane).

2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen

  • FC Firewall (Adaptive Functional Cluster):
    • Zentrale Steuerungsinstanz auf Plattformebene.
    • Verwaltet Regelsätze, übersetzt abstrakte Manifest-Definitionen in enginespezifische Filtertabellen und steuert dynamische Regelaktivierungen.
  • Machine Manifest (Bereitstellungs-Artefakt):
    • Enthält die maschinenspezifische, statische Netzwerksicherheitskonfiguration als ARXML-Modell.
    • Aggregiert multiple Filter rule-Elemente (Netzwerk-Filterregeln basierend auf Schnittstellen, Protokollen, IP-Adressen, Ports und Dienst-Parametern).
    • Schnittstelle: Provides firewall configuration (ladbar beim Hochlauf bzw. Initialisierung der Machine).
  • OEM application (Adaptive Application / State Client):
    • Anwendungs- oder Plattformprozess (z. B. State Management ara::sm), welcher den aktuellen Betriebsmodus der Firewall vorgibt.
    • Schnittstelle: Firewall State (Service- oder Methodenaufruf zur Umschaltung von Regelsätzen abhängig vom System-/Fahrzeugzustand, z. B. Normalbetrieb, Diagnose, Flashen, Laden).
  • IdsM (Intrusion Detection System Manager):
    • Funktionaler Cluster für Intrusion Detection (ara::idsm).
    • Schnittstelle: Raise SEvs (Übermittlung von Security Events; Übertragen von Anomalien, Drop-Zählern und unautorisierten Verbindungsversuchen zur On-/Off-Board-Analyse).
  • Firewall Engine (Plattform- / OS-Filterinstanz):
    • Unterlagerte Data-Plane-Komponente im Betriebssystem-Kernel bzw. Switch/Hardware-Beschleuniger (z. B. Linux nftables, iptables, eBPF/XDP oder Hardware-Paketfilter).
    • Schnittstelle: Configures firewall engine (proprietäre oder OS-spezifische Konfigurationsschnittstelle wie Netlink-Sockets oder ioctl).

3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf

  1. Initialisierung & Manifest-Injektion:
    • Der FC Firewall parst beim Booten das Machine Manifest, lädt alle definierten Filter rule-Sätze und initialisiert die Standard-Basiskonfiguration.
  2. Dynamische Regelsatzumschaltung (State Switch):
    • Die OEM application triggert eine Zustandsänderung (Firewall State).
    • Der FC Firewall ermittelt die dem Zielzustand zugeordneten Filterregeln und pusht diese synchron oder asynchron via Configures firewall engine in den Regelspeicher der Firewall Engine.
  3. Paketverarbeitung & Security-Reporting (Laufzeit):
    • Die Firewall Engine evaluiert den ein-/ausgehenden Netzwerkverkehr anhand der aktiven Regeln.
    • Werden Pakete verworfen oder Schwellwerte verletzt (Rule Violation), meldet die Engine dies an den FC Firewall.
    • Der FC Firewall transformiert die Vorfälle in normierte Security Events und setzt Raise SEvs in Richtung IdsM ab.

4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise

  • Konfigurationsmodell: Filterregeln müssen konsistent mit den Service-Deployments (ara::com-Endpunkte, IPC, SOME/IP-Ports) im Machine Manifest modelliert werden. Inkonsistenzen führen zu blockierter Inter-ECU-Kommunikation.
  • Entkopplung & Privilegien (Applikation): Applikationen besitzen keinen direkten Zugriff auf den Netzwerk-Stack oder Low-Level-Filter (iptables/nftables). Die Steuerung erfolgt ausschließlich restriktiv über das definierte Zustandsinterface (Firewall State).
  • Plattform- & Treiberintegration (OS/BSP): Für den Plattform-Entwickler erfordert der FC Firewall einen hardware- bzw. OS-spezifischen Adapter zur Firewall Engine. Rekonfigurationen bei State-Switches müssen atomar und deterministisch erfolgen, um Race Conditions oder Sicherheitslücken während des Umschaltvorgangs zu vermeiden.
  • IdsM-Auditierbarkeit: Jeder verworfene Traffic-Flow muss gemäß den im System hinterlegten SecurityEventDefinition-IDs klassifiziert sein, um Überlastungen des IdsM-Event-Puffers (Event-Throttling) zu verhindern.

Zugeordnete Anforderungen

Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.

Aus dem Dokument extrahierter Text & Kontext

Beschriftungen im Schaubild:

FC Firewall | Firewall Engine | Machine Manifest | Filter rule Filter rule Filter rule | Configures firewall engine | Provides firewall configuration | Firewall | State | Raise | SEvs | IdsM OEM application

Vorkommen in AUTOSAR-Releases (4)

Release Dokument Seite Nr. Bildunterschrift im Dokument
R22-11 AUTOSAR_EXP_PlatformDesign S. 91 20.2 Figure 20.2: Firewall architecture
R23-11 AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign S. 92 20.2 Figure 20.2: Firewall architecture
R24-11 AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign S. 94 20.2 Figure 20.2: Firewall architecture
R25-11 AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign S. 97 20.2 Figure 20.2: Firewall architecture