Figure 13.7: Packages distribution to vehicle
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1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
Konzeptionelles Architektur-, Prozess- und Datenflussdiagramm im Kontext der AUTOSAR Adaptive Platform, Domäne Update and Configuration Management (UCM). Das Schaubild visualisiert die durchgängige End-to-End-Verteilungskette von Software- und Fahrzeugpaketen (Vehicle Packages) aus einer OEM-Backend-Infrastruktur an ein vernetztes Fahrzeug mit heterogener E/E-Architektur (Adaptive AUTOSAR, Classic AUTOSAR, Non-AUTOSAR/IVI/COTS).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- OEM Backend:
Integrator A repo&Integrator B repo: Externe Integrator-Repositories, liefern Software-Artefakte (Backend package A,Backend package B).Software catalog: Zentraler Backend-Katalog zur Verwaltung von Softwareständen und Erzeugung einzelnerSoftware Package-Artefakte samtSoftware Package manifest.VIN database: Fahrzeugdatenbank, verwaltet fahrzeugspezifische Konfigurations- und Softwarestände (überSoft list) und speist die Bordnetz-Architektur (Architecture) in die Kampagnenverwaltung ein.Campaign orchestrator: Kampagnensteuerung, wird vomEE System engineer (OEM)(Rolle@dev) konfiguriert; übergibt Orchestrierungsparameter (Campaign orchestration,UCM identifier) an den Packager.Key manager: Schlüsselverwaltung zur kryptografischen Absicherung und Signaturerstellung.Vehicle packager: Generiert das übergeordneteVehicle package, welches die aggregierten Software-Pakete (Software Package A,Software Package Bmit Executables, Data, Manifests, UCM-Manifest und Signaturen) sowie einVehicle package manifestund dieOEM signaturekapselt.
- Fahrzeug (Vehicle Domain):
- Anbindung über Funkmast (
Internet ETSI/ Telematik-Gateway). - Heterogene Bordnetz-Topologie mit Steuergeräte-Knoten:
Adaptive AUTOSAR(Knoten A),Classic AUTOSAR(Knoten C, M), non-AUTOSARIVI / COTSsowie Netzwerkknoten (N).
- Anbindung über Funkmast (
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Der Verteilungs- und Update-Prozess umfasst die Paketgenerierung im Backend sowie den Nachrichtenaustausch mit dem Fahrzeug über zwei Abfragepfade (Pull/Push bzw. Zustandsabgleich) und eine Ergebnisquittierung:
- Paketbereitstellung im Backend: Integrator-Repos speisen Backend-Pakete in den
Software catalogein. DerCampaign orchestratorverknüpft Systementwickler-Vorgaben mit der Zielarchitektur aus derVIN databaseund instruiert denVehicle packager, der unter Hinzuziehung von Schlüsseln desKey managerein signiertesVehicle packageerzeugt. - Versionsabgleich & Auslieferung (Schritte 1 & 2):
- Pfad 1 (Fahrzeug-getrieben): Das Fahrzeug überträgt seinen aktuellen Versionsstatus an das Backend (
1. Q: These are my versions statuses). - Pfad 2 (Backend-/VIN-getrieben): Das Fahrzeug bzw. Backend initiiert eine Abfrage basierend auf der Fahrgestellnummer (
2. Q: Or what are your versions ? + VINbzw. Aufforderung2. Q: Please upload versions list), woraufhin das Backend den Soll-Stand ermittelt (2. A: My last versions for your VIN). - Bereitstellung (
1&2. A): Das OEM-Backend übermittelt das maßgeschneiderteVehicle packagean das Fahrzeug.
- Pfad 1 (Fahrzeug-getrieben): Das Fahrzeug überträgt seinen aktuellen Versionsstatus an das Backend (
- Aktivierung & Quittierung (Schritt 3):
- Das Fahrzeug verteilt und verarbeitet die Pakete auf den Zielknoten (Adaptive UCM, Classic AUTOSAR, IVI/COTS).
- Das Gesamtergebnis der Aktivierung wird an die
VIN databaseim OEM-Backend zurückgemeldet (3. Activation(s) result(s)), um den Fahrzeugdatenbestand zu aktualisieren.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
Das Diagramm entstammt dem erklärenden Dokument AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign und besitzt informativen Charakter zur Einordnung des Vehicle Update and Configuration Management (VUCM / UCM Master). Die normativen Anforderungen an Paketstrukturen und Schnittstellen sind in AUTOSAR SWS Update and Configuration Management sowie AUTOSAR TPS Manifest Specification spezifiziert:
- Entwickler müssen sicherstellen, dass die im
Vehicle packageeingebettetenSoftware Package-Artefakte dem AUTOSAR-UCM-Paketformat entsprechen und kryptografisch validierbar sind (OEM signature,UCM signature). - Der fahrzeugseitige UCM Master muss in der Lage sein, Software-Updates über heterogene Kommunikationsbusse an Classic-ECUs (z. B. via UDS/Diagnostic Log and Trace oder Gateway-Protokolle) und Non-AUTOSAR-Systeme (IVI) zu koordinieren.
- Backend-seitige APIs (
Software catalog,VIN database,Campaign orchestrator) sind herstellerspezifisch implementierbar, wohingegen die Übergabeformate (Vehicle Package Manifest,Software Package Manifest) dem AUTOSAR-Standard folgen müssen.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.