AUTOSAR_CP_SWS_SecureOnboardCommunication
FIG-c36c201a57bbdde7
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Figure 2: Simplified View of Message Authentication and Freshness Verification flow
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Daten- und Kontrollflussdiagramm (funktionales Wirkungs- und PDU-Konstruktionsmodell) auf BSW-/RTE-/Applikationsebene.
- Technischer Zweck: Schematische Darstellung des symmetrischen kryptografischen Authentifizierungs- und Verifikationsprozesses in AUTOSAR SecOC (Secure Onboard Communication, SWS-ID-Bereich
SWS_SecOC_*) zwischen Sender- und Empfänger-ECU zur Absicherung von I-PDUs gegen Replay-, Injection- und Masquerading-Angriffe. - Architektur-Einordnung: Einbettung des BSW-Moduls SecOC zwischen PduR (PDU Router) und Cryptographic Service Manager (CSM) / Crypto Stack, mit Schnittstelle über die RTE zum Freshness Value Manager (FVM) in der Application Layer.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Akteure & Module:
- **Application Layer / FVM (Freshness Value Manager):** Software-Component (SW-C), zuständig für Generierung, Synchronisation und Bereitstellung monoton steigender Frischewerte (Zähler, Timestamps oder Trip-Counters).
- **RTE (Runtime Environment):** Vermittelt standardisierte AUTOSAR-Client/Server- bzw. Sender/Receiver-Interfaces zwischen FVM (Applikationsebene) und SecOC-BSW.
- SecOC BSW-Modul (Sender / Receiver): Führt I-PDU-Assembly, Truncation, Parsen und PDU-Verifikation aus; triggert kryptografische Primitive via CSM-APIs (
Csm_MacGenerate,Csm_MacVerify). - Crypto Stack (CSM/CryIf/Crypto Driver): Verwaltet den symmetrischen Schlüssel K (Secret Key, z. B. AES-128 für CMAC) im HSM, vHsm oder Secure Memory.
- Datenstrukturen & PDU-Entitäten:
- Authentic I-PDU: Originäre Nutzlast aus oberen Schichten (z. B. COM/PduR).
- SecOC Data ID: Konfigurierte, eindeutige Identifikationsnummer (
SecOCDataId) zur Bindung der PDU an den Kontext (Teil der zu signierenden Eingangsdaten, wird i. d. R. nicht über den Bus übertragen). - Data to Authenticate: Konkatenation aus
SecOC Data ID+Authentic I-PDU+ vollständigemFreshness Value (FV). - Secured I-PDU: Bus-Payload bestehend aus
Authentic I-PDU+ optionalen übertragenen FV-Bits (Truncated Freshness Value) + abgeschnittenem MAC (Truncated MAC).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
A. Sender-Ablauf (MAC Generation & PDU Assembly)
- PDU-Trigger: PduR leitet eine sendebereite
Authentic I-PDUviaSecOC_Transmit()an das SecOC-Modul weiter. - Frische-Abfrage: SecOC ruft den aktuellen Frischewert synchron/asynchron über das FVM-Interface ab (
Fcm_GetFreshnessValue()bzw. R-Port über RTE). - MAC-Berechnung: Übergabe der
Data to Authenticate(Data ID + Payload + voller FV) an den CSM (Csm_MacGenerate()) unter Nutzung des symmetrischen Schlüssels K. Das Ergebnis ist der unbeschnittene MAC (z. B. 128 Bit CMAC). - Truncation & Serialisierung:
- Kürzung des MACs auf die konfigurierte Bitbreite (
SecOCAuthInfoTxLength). - Optional Kürzung des FVs auf die Bus-relevante Bitbreite (
SecOCFreshnessValueTxLength). - Aggregation zur
Secured I-PDUund Weiterleitung an den PduR / Interface-Treiber (CanIf/FrIf/EthIf).
- Kürzung des MACs auf die konfigurierte Bitbreite (
B. Empfänger-Ablauf (Freshness Verification & MAC Verification)
- Empfangs-Trigger: PduR übergibt die eingegangene
Secured I-PDUviaSecOC_RxIndication(). - Deserialisierung: Trennung von empfangener
Authentic I-PDU, übertragenem (abgeschnittenem) FV und übertragenem Truncated MAC. - Frische-Rekonstruktion: Übergabe der empfangenen FV-Fragmente an den FVM via RTE (
Fcm_GetRxFreshnessAuthData()/GetFreshnessValue()), um den vollständigen Verifikations-Frischewert synchron/lokal abzuleiten. - MAC-Verifikation: Bereitstellung von Data ID, erhaltener Authentic I-PDU, rekonstruiertem vollem FV und empfangenem MAC an den CSM (
Csm_MacVerify()bzw.Csm_MacGenerate()mit bitweisem Vergleich). - Entscheidung & Fehlerpfade:
- OK (Verifikation erfolgreich):
Authentic I-PDUwird viaPduR_SecOCRxIndication()an den PduR weitergeleitet; FVM aktualisiert internen Frischestatus. - NOK (Verifikation fehlgeschlagen): Die PDU wird verworfen (nicht an PduR propagiert). Optionaler Aufruf von
Dem_SetEventStatus(z. B.SECOC_E_VERIFICATION_FAILED) und Inkrementierung von Fehlerzählern; FVM-Synchronisationsversuch (z. B. Request Sync Message).
- OK (Verifikation erfolgreich):
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Buslast vs. Sicherheitsniveau (Truncation-Trade-off):
SecOCAuthInfoTxLengthbestimmt die kryptografische Restfälschungswahrscheinlichkeit (1/2^n). Im Automotive-Bereich (CAN-FD) sind 24–64 Bit üblich.SecOCFreshnessValueTxLengthlegt fest, wie viele LSBs des Frischezählers übertragen werden; zu kurze Werte führen bei Burst-Verlusten zum Verlust der FVM-Synchronisation.
- CSM-Ausführungsmodus (Synchron vs. Asynchron):
- Bei synchroner CSM-Ausführung blockiert
SecOC_Transmit()/SecOC_RxIndication()den aufrufenden Task-Kontext (Latenz- und Jitter-Risiko bei Software-Krypto ohne HSM). - Bei asynchroner Abwicklung sind PDU-Pufferung (
SecOCUseTransmitEvent,SecOCPduBufferRef) und CSM-Callback-Handling zwingend abzustimmen.
- Bei synchroner CSM-Ausführung blockiert
- Data ID-Konfiguration:
- Die
SecOCDataIdmuss systemweit über ARXML/DEXT konsistent zwischen Sender und Empfänger konfiguriert sein, da Abweichungen zu deterministischen Verifikationsfehlern führen, ohne dass auf dem Bus ein Payload-Fehler sichtbar ist.
- Die
- FVM-Interface-Typ:
- Festlegung, ob das FVM als C-Header-Interface (optimiertes BSW-Linkage) oder als klassische AUTOSAR-SW-C über RTE-Service-Ports angebunden wird (Auswirkung auf Kontextwechsel und Stack-Nutzung).
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.