Figure 1: 1 Ethernet Switch Driver in layer architecture
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1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
Schichten- und Blockarchitekturdiagramm der AUTOSAR Classic Platform (Ethernet-Stack). Das Diagramm veranschaulicht die Einbettung des Ethernet Switch Drivers in die Schichtenarchitektur (ECU Abstraction Layer bzw. Communication Hardware Abstraction auf grünem Hintergrund und Microcontroller Abstraction Layer / MCAL auf rötlichem Hintergrund) sowie die Interaktionspfade für ECUs mit und ohne integrierten Switch.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Folgende BSW-Module und Schnittstellen sind dargestellt:
- Ethernet Interface (
EthIf): Oberstes Modul der Abstraktionsschicht, interagiert bidirektional mit dem Ethernet Switch Driver, dem Ethernet Driver und bei ECUs ohne Switch direkt mit dem Ethernet Transceiver Driver. - Ethernet Switch Driver (
EthSwt): Teil der Abstraktionsschicht; kommuniziert bidirektional mit dem Ethernet Interface (EthIf) und dem Ethernet Transceiver Driver (EthTrcv). Zur Hardware-Ansteuerung besitzt er Verbindungspfade nach unten zum Ethernet Driver (Eth) sowie zum SPI Driver (Spi). - Ethernet Transceiver Driver (
EthTrcv): Befindet sich in der Abstraktionsschicht unterhalb des Ethernet Switch Drivers; interagiert bidirektional mit dem Ethernet Driver (Eth) und dem Ethernet Switch Driver (EthSwt) bzw. im Bypass („ECUs without switch“) direkt mit demEthIf. - Ethernet Driver (
Eth): MCAL-Modul mit Schnittstellen zum Ethernet Interface, zum Ethernet Switch Driver, zum Ethernet Transceiver Driver sowie zur physikalischen Hardwareschnittstelle via MII/MDIO. - SPI Driver (
Spi): MCAL-Modul, dient als alternativer Steuerkanal für den Ethernet Switch Driver zur externen Hardware-Anbindung. - Hardware-Schnittstellen:
MII/MDIOausgehend vom Ethernet Driver.- SPI-Busanbindung ausgehend vom SPI Driver.
- Architektur-Pfade:
- Gestrichelter Pfeil „ECUs without switch“ kennzeichnet die Umgehung von Switch- und Transceiver-Schaltungsebenen zwischen
EthIfundEthTrcv.
- Gestrichelter Pfeil „ECUs without switch“ kennzeichnet die Umgehung von Switch- und Transceiver-Schaltungsebenen zwischen
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Statische Architektur- und Kommunikationsbeziehungsdarstellung. Die bidirektionalen vertikalen Pfeile repräsentieren API-Aufrufe, Steuerbefehle und Rückmeldungen:
- Datenpfad und Kontrollfluss verlaufen vom
EthIfentweder über denEthSwtoder direkt zumEthDriverbzw.EthTrcv. - Konfigurations- und Managementzugriffe des Ethernet Switch Drivers auf die Switch-Hardware erfolgen wahlweise über den
Eth-Treiber (z. B. via MDIO-Management-Frames) oder über denSpi-Treiber (serielle Registerkommunikation). - Für Steuer- und Statusabfragen besteht eine Kopplung zwischen
EthSwtundEthTrcvsowie zwischenEthTrcvundEth.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
Verbindliche Architekturvorgabe für die Integration des Ethernet-Switch-Treibers in AUTOSAR Classic:
- Der Switch-Treiber ist so zu implementieren, dass er hardwareabhängig entweder über SPI oder MDIO/Ethernet angebunden werden kann.
- Implementierer müssen die Abstraktion im
EthIfberücksichtigen: Bei Systemen ohne Switch erfolgt der Durchgriff direkt aufEthTrcvundEth, während bei vorhandenem Switch das ModulEthSwtals Zwischeninstanz für Switch-Ports und Port-Transceiver fungiert. - Das Modul
EthSwtist der Hardware-Abstraktionsschicht zugeordnet und besitzt keine direkte Anbindung an physikalische Hardware ohne Durchlauf der MCAL-Treiber (EthoderSpiDriver).
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.