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AUTOSAR_AP_SWS_StateManagement FIG-cb73a1c6b743ef22 932 × 429 px 1 Release(s)

Figure 7.3: Interaction between S2RSatellite and S2RHub

SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck: cb73a1c6b743ef2223e4c3b3678c636185f81295617fd44ebba024f8c5bba35f
✦ KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07

1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext

  • Klassifikation: UML-Komponenten- und Kollaborationsdiagramm (Architektur-Interaktionsmodell mit Port-/Interface-Konnektoren nach AUTOSAR-Metamodell-Semantik).
  • Technischer Zweck: Spezifikation des entkoppelten Abfrage- und Rückmeldemechanismus für den Sicherheits- und Bereitschaftsstatus (Safe-to-Run / S2R) zwischen dem zentralen Plattform-Cluster State Management (SM) und den über das Execution Management (EM) gestarteten Applikationsprozessen.
  • Funktionale Einordnung: Verankert in der AUTOSAR Adaptive Platform (AP) unter AUTOSAR_AP_SWS_StateManagement (Kapitel 7.3, R25-11). Das Muster dient dazu, vor oder während koordinierter Zustandswechsel (z. B. Function Group Transitions, Machine State Changes, De-Escalation, Shutdown/Reset) eine synchrone/asynchrone Statusvalidierung über Prozessgrenzen hinweg ohne Punkt-zu-Punkt-Kopplung durchzuführen.

2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen

  • State Management (S2R Hub):
    • Rolle: Zentrale Steuerungs- und Aggregationsinstanz innerhalb des Functional Clusters State Management.
    • Schnittstellen-Semantik: Besitzt einen Receptive Port (Socket-Symbol ( / Client-/Consumer-Charakteristik für Antworten; Initiator für Broadcast/Multicast-Requests).
  • Executable launched as Process (S2R Satellite):
    • Rolle: Dezentrale Agenten-/Bibliothekskomponente innerhalb des Adressraums jedes instanziierten Applikationsprozesses (Kardinalität 1 … N, im Diagramm exemplarisch mit 2 Instanzen dargestellt).
    • Schnittstellen-Semantik: Besitzt einen Provided Port (Ball-Symbol O / Server- bzw. Provider-Charakteristik für die Bereitstellung des lokalen Prozesszustands).
  • Konnektoren & Kommunikationspfade:
    • Multicast Request (gestrichelte Linie, 1-zu-N-Auffächerung): Unidirektionaler Request-Kanal vom Hub an alle relevanten Satelliten (realisiert über IPC-Multicast, Publish/Subscribe-Event oder Broadcast-Socket).
    • Unicast Response (durchgezogene Linien, N-zu-1-Rückführung): Unidirektionale Punkt-zu-Punkt-Antwortkanäle von jedem einzelnen Satelliten zurück zum Hub (realisiert über deterministische IPC-Queues, Unix Domain Sockets oder Methoden-Returns).

3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf

  1. Trigger: State Management initiiert eine Zustandsänderung (FunctionGroupState oder MachineState) oder evaluiert periodische/ereignisgesteuerte Sicherheitsbedingungen (RS_SM_00402).
  2. Request Fan-Out (SWS_SM_00684):
    • Der S2R Hub sendet einen synchronen oder asynchronen Multicast Request an alle registrierten S2R Satellites.
    • Vermeidet sequentielle Round-Trip-Latenzen (O(1)-Versandaufwand bezüglich des Initiators).
  3. Lokale Zustandsermittlung:
    • Jeder Prozess wertet über den eingebetteten S2R Satellite seine internen Vorbedingungen aus (z. B. Ressourcenintegrität, Pufferentleerung, ASIL-Status, deterministischer Checkpoint-Zustand).
  4. Response Fan-In (SWS_SM_00706):
    • Jeder S2R Satellite formuliert unabhängig eine Unicast Response mit dem qualifizierten Status (z. B. Safe, Not Safe, Fehlerschlüssel) und sendet diese direkt an den S2R Hub.
  5. Aggregation & Timeout-Handling (SWS_SM_00714):
    • Der S2R Hub sammelt alle Antworten innerhalb eines strikt konfigurierten Zeitfensters (Deadline/Timeout).
    • Abbruch-/Fehlerpfad: Antwortet ein Satellit nicht rechtzeitig oder meldet Not Safe, bricht der S2R Hub die Zustandsüberführung ab und triggert die hinterlegte Recovery-Strategie (z. B. Eskalation an das Platform Health Management (PHM), Rollback oder Übergang in den Safe State).
    • Erfolgspfad: Treffen alle erwarteten Positiv-Quoten/Acks ein, vollzieht State Management den Moduswechsel.

4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise

  • API-Vertrag & Callback-Implementierung: Applikationsentwickler müssen den S2R Satellite über die vorgesehene Middleware-Schnittstelle in der Prozess-Hauptschleife bedienen. Die Ermittlung des Safe-to-Run-Status muss absolut nicht-blockierend sein und ein striktes Worst-Case Execution Time (WCET)-Budget einhalten, um Hub-Timeouts zu verhindern.
  • Manifest- & Prozess-Konfiguration:
    • Im Execution Manifest / State Management Manifest muss deklariert werden, welche Executables als S2R-Teilnehmer fungieren und welche Timeouts für die Multicast-to-Unicast-Runde gelten (SWS_SM_00714).
    • Nicht alle Prozesse eines Adaptive Systems müssen zwingend einen S2R Satellite instanziieren; die Bindung erfolgt rollenbasiert je nach Sicherheitsintegritätslevel (ASIL) und Relevanz für den Zustandsübergang.
  • Stack-Entwicklung (IPC & OS): Der zugrundeliegende IPC-Transport für Multicast Request muss Prioritätsinversion ausschließen. Fehlt native OS-Multicast-Unterstützung für Shared-Memory/IPC, muss die State-Management-Plattformschicht den Fan-Out deterministisch und verzögerungsarm virtualisieren.

Zugeordnete Anforderungen

Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.

Erkannte Spezifikationsbelege & Anforderungen auf dieser Seite

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