AUTOSAR_SWS_IntrusionDetectionSystemManager
FIG-d092f68da143746b
655 × 393 px
1 Release(s)
Figure 7.5: Filter categories and processing order
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
d092f68da143746b6065e413d92dcf4d9a3cd006c93feab3fdb83aab5304c863
✦
KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Funktionales Datenfluss- und Filter-Pipelinediagramm (Verarbeitungskaskade).
- Technischer Zweck: Spezifikation der normativen Verarbeitungsreihenfolge (Processing Order) und hierarchischen Gliederung der Filterstufen für eingehende Security Events (SEv) im Intrusion Detection System Manager (IdsM).
- Architektur-Kontext:
- Verortung im AUTOSAR Classic Platform (CP) Service Layer (System Services) gemäß AUTOSAR Security-Architektur (ISO/SAE 21434, UNECE R155).
- Bindeglied zwischen dezentralen Sicherheitsüberwachungen (Security Sensors) und den zentralen On-Board-/Off-Board-Meldesenken (IdsR / Sem).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Akteure / Schichten (vertikale Farbindikatoren):
- Sensor (orange): SW-Cs oder BSW-Module (z. B. CanSM, EthSM, SecOC, TcpIp, Firewalls), die als Quellen Security Events über die IdsM-API melden.
- IDS Manager (IdsM, bordeaux): Zentrales BSW-Modul zur Filterung, Pufferung und Aggregation der gemeldeten Events.
- IdsR / Sem (blau / gelb): Zielsenken (Sinks).
IdsR(IdsReporter) serialisiert und transferiert qualifizierte Events an On-board/Off-board-Instanzen;Sem(Security Event Memory) speichert Events lokal persistent.
- Filterkategorien & Filter-Algorithmen (von oben nach unten):
- Event ID-spezifische Filter (
Event ID specific): Werden pro konfigurierter Event-Definition (Event ID p,p+1 … q-1,q) strikt getrennt evaluiert.- Blockers:
Reporting Mode: Filtert Events basierend auf dem aktuellen Betriebs-/Reporting-Modus (z. B. Off, Detailed, Aggregated).Block State: Blockiert Events temporär oder permanent (z. B. zur Laufzeit über Management-APIs gesetzt).
- Sampling:
Forward Every n-th: Dezimierungsfilter / Unterabtastung; leitet deterministisch nur jedes n-te Event weiter.
- Aggregation:
Event Aggregation: Zählt Events über ein definiertes Aggregationsintervall.Event Threshold: Schwellwertprüfung; lässt das aggregierte Event erst nach Erreichen eines konfigurierten Zählwerts passieren.
- Blockers:
- Instanz-spezifische Filter (
instance specific– unterhalb der Demarkationslinie):- Rate Limitation:
Event Rate Limitation: Begrenzung der Event-Frequenz (Events/Sekunde) über alle Events hinweg je IdsM-Instanz/Sink.Traffic Limitation: Begrenzung der akkumulierten Nutzdatenmenge (Bytes/Zeitfenster), um Puffer- und Busüberläufe zu verhindern.
- Rate Limitation:
- Event ID-spezifische Filter (
- Schnittstellen:
- Ingress: API
IdsM_SetSecurityEvent()/IdsM_SetSecurityEventWithContextData(). - Egress: Interne Schnittstelle
to sink(Übergabe der qualifizierten Security Events an IdsR oder Sem).
- Ingress: API
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Trigger: Synchroner Aufruf durch einen Sensor bei Detektion eines Sicherheitsvorfalls.
- Deterministische Kaskadenverarbeitung (SWS_IdsM_01010):
- Phase 1: Event-ID-spezifisch (Fail-Fast-Prinzip, SWS_IdsM_01011):
- Eintritt des Events mit spezifischer ID (p … q).
- Reporting Mode und Block State prüfen: Ist das Event deaktiviert oder blockiert, wird es sofort verworfen (Early Drop).
- Sampling prüfen: Ist der n-Zähler noch nicht erreicht, erfolgt kein Forwarding.
- Aggregation / Threshold: Bei aktiver Aggregation wird das Event im internen Aggregationsspeicher aufsummiert. Das Weiterschleifen erfolgt erst, wenn die Schwelle (
Threshold) erreicht ist oder ein Aggregations-Timer abläuft.
- Phase 2: Instanz-spezifische Filterung (SWS_IdsM_01012):
- Alle überlebenden Events aus den parallelen Event-ID-Strömen münden in die instanzweite Pipeline.
- Event Rate Limitation: Prüfung gegen das globale Frequenzbudget.
- Traffic Limitation: Prüfung gegen das Bandbreitenbudget der Zielverbindung.
- Ausgabe: Erfolgreich passierte Events werden an den konfigurierten Sink (
to sink) weitergeleitet.
- Phase 1: Event-ID-spezifisch (Fail-Fast-Prinzip, SWS_IdsM_01011):
- Abbruchbedingungen: Jeder negative Filterbefund führt zum unmittelbaren Verwerfen des Events. Nachfolgende Filterstufen werden nicht mehr ausgeführt, was minimale CPU-Laufzeit garantiert.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Konfigurationsanforderungen (ARXML / BSW-Konfiguration):
- Die Filterhierarchie ist normativ festgelegt (SWS_IdsM_01010); Stack-Implementierer dürfen die Ausführungsreihenfolge nicht abwandeln.
- Blocker-, Sampling- und Aggregationsparameter werden unter
IdsMEventDefinitionparametriert; Raten- und Traffic-Limiter unterIdsMInstancebzw.IdsMSink.
- Laufzeit- und Echtzeitimplikationen:
- Da
IdsM_SetSecurityEvent()aus hochprioren Kontexten (auch ISR-nah) aufgerufen werden kann, dient die Platzierung der Blockers an erster Stelle der Vermeidung unnötiger CPU-Zyklen. - Kontextdaten-Kopien (Context Data Buffer) dürfen erst erfolgen, wenn die Blocker- und Sampling-Stufen erfolgreich passiert wurden.
- Da
- DoS-Schutz (Safety & Security Co-Existence):
- Die zweistufige Trennung (Event ID specific vs. instance specific) verhindert, dass ein kompromittierter oder fehlerhafter Sensor durch Flooding den gesamten Kommunikationsstack (PduR/Com/Eth) lahmlegt.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.