AUTOSAR_AP_EXP_MACsec
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Figure 4.2: MACsec communication between Peer1 and Peer2, with a switch in between.
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Netzwerk-Topologiediagramm / L2-Sicherheitsarchitektur (Hop-by-Hop Link Layer Security gemäß IEEE 802.1AE / AUTOSAR AP MACsec).
- Technischer Zweck: Visualisierung des Segmentierungs- und Terminierungsprinzips von MACsec bei Verwendung zwischengeschalteter Ethernet-Switches (Bridges).
- Funktionale Einordnung: Verdeutlicht, dass MACsec auf Schicht 2 (Data Link Layer) strikt link-basiert arbeitet. Im Gegensatz zu höheren Schichten (IPsec / TLS) kann ein MACsec-Frame nicht transparent durch Standard-Switches transportiert werden; der Switch terminiert die Security Association (SA) an Ingress-Ports und re-verschlüsselt an Egress-Ports.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Peer1 (Endknoten / Sender):
- AUTOSAR-Knoten (z. B. Adaptive Machine mit AUTOSAR AP Network Stack).
- Beinhaltet eine MACsec-Instanz (SecY – Security Entity) sowie Schlüsselmaterial (SAK/CAK, symbolisiert durch Schlüssel-Icon).
- Switch (Zwischengeschaltete Layer-2-Bridge):
- MACsec-fähiger Ethernet-Switch mit Hardware-Support (SecY-fähige MAC/PHY-Hardware).
- Port1 (Ingress-Port): Schnittstelle mit eigener kryptografischer Terminierungs-Entität und zugeordnetem Schlüssel zur Absicherung des Links zu
Peer1. - Port2 (Egress-Port): Schnittstelle mit separater kryptografischer Kapselungs-Entität und separatem Schlüssel zur Absicherung des Links zu
Peer2. - Switch Core (interner Switching Fabric): Frame-Weiterleitung erfolgt im Klartext zwischen
Port1undPort2(keine Verschlüsselung innerhalb der Switch-Backplane).
- Peer2 (Endknoten / Empfänger):
- Ziel-ECU/Host mit MACsec-Terminierung und eigenem Schlüsselmaterial.
- Sicherheitsbeziehungen:
- Link 1 (
Peer1↔Port1): Autonome Connectivity Association (CA) mit eigenem Secure Channel (SC) und spezifischem Session-Schlüssel (roter Richtungspfeil mit Shield-Icon: verschlüsselter/integritätsgeschützter L2-Traffic). - Link 2 (
Port2↔Peer2): Zweite, unabhängige CA/SC mit separatem Schlüsselmaterial.
- Link 1 (
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Initialisierung & Key Agreement (MKA):
- Link 1: MKA-Protokoll (IEEE 802.1X / EAPoL) handelt zwischen
Peer1undPort1einen gemeinsamen Secure Association Key (SAK) aus. - Link 2: Separater MKA-Handshake handelt unabhängig einen SAK zwischen
Port2undPeer2aus.
- Link 1: MKA-Protokoll (IEEE 802.1X / EAPoL) handelt zwischen
- Senden an Hop 1 (
Peer1→Port1):Peer1(SecY) kapselt Ethernet-Frames: Einfügen vonSecTAG(Security Tag inkl. Packet NumberPNund Short Secure Channel Identifier) und Berechnung desICV(Integrity Check Value) via AES-GCM. Nutzdaten (Payload) werden optional/konfiguriert verschlüsselt.- Übertragung über das physische Medium (MII/RGMII/100/1000Base-T1).
- Ingress-Verarbeitung im Switch (
Port1):Port1validiertSecTAG, prüft Replay-Schutz anhand der Ingress-PNund verifiziert die Integrität (ICV).- Entschlüsselung des Payloads in den Klartext.
- Switching & Egress-Verarbeitung (
Port1→Port2):- Der Switch leitet den ungeschützten Ethernet-Frame anhand der MAC-Address-Table (FDB) und VLAN-Konfiguration an
Port2weiter. Port2führt eine neue MACsec-Kapselung aus: Zuweisung einer neuen, lokalen Link-2-PN, Verschlüsselung mit dem SAK von Link 2 und Anhängen eines neuenICV.
- Der Switch leitet den ungeschützten Ethernet-Frame anhand der MAC-Address-Table (FDB) und VLAN-Konfiguration an
- Empfang an Hop 2 (
Port2→Peer2):Peer2verifiziert und entschlüsselt den Frame unter Verwendung des Schlüssels von Link 2 und übergibt die Plaintext-PDU an den oberen Stack (z. B. TCP/IP,ara::com).
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Trust-Modell & Sicherheitsgrenzen:
- Da MACsec Link-Sicherheit bietet, ist der Switch Teil der Trust-Boundary. Wird der Switch kompromittiert, sind die Daten im Klartext abgreifbar/manipulierbar. Falls Zero-Trust über Switches hinweg gefordert ist, muss zusätzlich End-to-End-Sicherheit auf höheren Schichten eingesetzt werden (z. B. IPsec, TLS oder SecOC auf Application-Ebene).
- Hardware-Offloading & Determinismus:
- Wegen der doppelten Transformation (Entschlüsselung an Port 1, Re-Verschlüsselung an Port 2) müssen Switch-Ports und Endknoten Hardware-Offloading (SecY in Hardware/ASIC/PHY) unterstützen. Software-Kapselung führt bei Automotive Ethernet zu inakzeptabler Latenz, Jitter und CPU-Last.
- Entkopplung der Sequenznummern (Replay Protection):
- Die Packet Numbers (
PN) sind link-lokal. Ein Replay-Schutz-Drop auf Hop 2 ist völlig unabhängig von Hop 1.
- Die Packet Numbers (
- Schlüsselmanagement-Aufwand:
- Es existiert kein globaler Key zwischen
Peer1undPeer2. Das Key-Management-System (z. B. überara::cryptooder dedizierte Key-Distribution-Services) muss zwei disjunkte Key-Paare/Pre-Shared-Keys verwalten und synchronisieren (Peer1-zu-Switch und Switch-zu-Peer2).
- Es existiert kein globaler Key zwischen
Zugeordnete Anforderungen
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