AUTOSAR_AP_EXP_SWArchitecture
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Figure 9.61: Interfaces for providing additional data for security events
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: UML-Komponenten- und Schnittstellendiagramm gemäß AUTOSAR Adaptive Platform (AP) Metamodell.
- Funktionaler Kontext: Architektur zur dynamischen Datenanreicherung von Sicherheitsereignissen (Security Events / Qualified Security Events – QSE) im AUTOSAR Adaptive Intrusion Detection System Manager (IdsM).
- Architektonische Einordnung: Dargestellt ist das daemon-basierte IdsM-Deployment (
«aapFunctionalCluster» Intrusion Detection System Manager daemon-based). Die Datenanreicherung (Zeitstempel, applikationsspezifischer Kontext) erfolgt über eine Kontrollfluss-Inversion: Die Applikation (Adaptive Application) dient als Provider, während der zentrale IdsM-Daemon als Consumer agiert.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Entitäten & Komponenten
Adaptive Application(Komponente): Applikationsprozess im User Space, welcher spezifische Laufzeitdaten bereitstellt.Intrusion Detection System Manager(«aapFunctionalCluster», Ausprägung:daemon-based): Zentraler Sicherheits-Daemon der Plattform zur Aggregation, Filterung und Weiterleitung von Security Events an das Security Event Memory (SEM) bzw. ein externes Security Operations Center (SOC).
Port-Interfaces & APIs
TimestampProvider(«aapAPI,aapPortInterface»):- Schnittstelle zur Bereitstellung synchronisierter oder hochpräziser Zeitstempel.
- Service-Lifecycle-Methoden:
+ Offer(),+ StopOffer()zur Bekanntmachung bzw. Rücknahme der Service-Verfügbarkeit. - Callback-Methode (
«aapCallbackMethod»):+ GetTimestamp()– wird vom IdsM abgefragt, um den exakten Erfassungszeitpunkt eines Events zu ermitteln.
ContextDataProvider(«aapAPI,aapPortInterface»):- Schnittstelle zur Bereitstellung und Modifikation von Kontextdaten (z. B. Systemzustand, Umgebungsdaten, Session-IDs).
- Service-Lifecycle-Methoden:
+ Offer(),+ StopOffer(). - Callback-Methode (
«aapCallbackMethod»):+ ModifyContextData()– ermöglicht das Manipulieren, Ergänzen oder Serialisieren von applikationsspezifischen Kontextinformationen direkt im Security-Event-Datensatz.
Beziehungen & Abhängigkeiten
«aapProvidedPort»(Realisierungsbeziehung): DieAdaptive Applicationrealisiert und exponiert beide Schnittstellen (TimestampProvider,ContextDataProvider) als Server/Provider über definierte Ports.«use»(Nutzungsbeziehung): DerIntrusion Detection System Managerbesitzt eine gerichtete Client-Abhängigkeit auf die Interfaces beider Ports, um die Callback-Funktionen aufzurufen.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Initialisierungs- & Registrierungsphase (Lifecycle):
- Die
Adaptive Applicationinstanziiert die Provider-Klassen und meldet die Schnittstellen überOffer()an den Plattform-IPC / Service Discovery an. - Der IdsM-Daemon bindet die angebotenen Endpunkte.
- Die
- Ereignis-Verarbeitung (Event Trigger):
- Ein Security Event tritt auf (z. B. interner Sensor-Report, protokollierte Fehlauthentifizierung oder Schwellwertüberschreitung).
- Zeitstempel-Erfassung: Der IdsM ruft synchron oder asynchron via IPC die Methode
GetTimestamp()auf. - Kontextdaten-Anreicherung: Der IdsM ruft
ModifyContextData()auf und übergibt die Rohdaten; die Applikation ergänzt prozesslokale Kontextdaten im Puffer.
- De-Initialisierung:
- Beim Herunterfahren oder Neustarten der Applikation wird
StopOffer()ausgeführt. Der IdsM-Daemon fällt auf interne Standard-Zeitstempel (z. B. Posix CLOCK_MONOTONIC/CLOCK_REALTIME) zurück bzw. verwirft die Kontextdatenanreicherung für nachfolgende Events.
- Beim Herunterfahren oder Neustarten der Applikation wird
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- IPC- & Performance-Overhead: Da der IdsM als Daemon operiert, überqueren die Aufrufe
GetTimestamp()undModifyContextData()Prozessgrenzen via IPC (z. B. Unix Domain Sockets / ARA::COM). Entwickler müssen sicherstellen, dass die Implementierung der Callbacks strikt nicht-blockierend, reentrant und latenzarm ausgeführt ist, um einen Pufferüberlauf im IdsM-Ereignispuffer (QSE Buffer Overflow) zu verhindern. - Architektonische Inversion: Entwickler dürfen den IdsM hier nicht als klassischen Service aufrufen (
ProvidedPortliegt bei der Applikation). Die Applikation agiert als Dienstleister für den Sicherheits-Daemon. - Manifest-Konfiguration:
- Im Application Design Manifest müssen die Port-Prototypen als
PPortPrototypemit typisiertenPortInterface-Referenzen fürTimestampProviderundContextDataProvidermodelliert werden. - Im Execution Manifest müssen entsprechende Prozess- und IPC-Berechtigungen gesetzt werden, damit der IdsM-Daemon auf die Applikations-Endpoints zugreifen darf (Access Control / SE-Linux Policies).
- Im Application Design Manifest müssen die Port-Prototypen als
- Fallback-Strategie: Fällt die
Adaptive Applicationaus oder wirdStopOffer()getriggert, muss der IdsM-Stack robust gegen Timeouts sein und valide Default-Werte für Timestamp und Context Data erzeugen können, ohne Sicherheitsereignisse unprotokolliert zu verwerfen.
Zugeordnete Anforderungen
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