AUTOSAR_FO_PRS_TimeSyncProtocol
FIG-e08056df4eae5eee
932 × 531 px
5 Release(s)
Figure 4.7: Sync/Follow_Up message flow with Timestamping points for Sync for Time Aware Bridge with GTM not as Management CPU
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
e08056df4eae5eee2549a068c5697634331fbf603a4ed7d01b644dc0c6bd84fa
✦
KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Nachrichtenfluss-, Topologie- und Zeitstempelpunkt-Diagramm (IEEE 802.1AS / gPTP Architekturmodell mit Hardware-/Software-Schnittstellen).
- Funktionale Einordnung: Spezifikation des Ethernet Time-Aware Bridge-Verhaltens (
AUTOSAR_FO_PRS_TimeSyncProtocol, Kap. 4.10) für den Anwendungsfall, dass der Global Time Master (GTM) nicht die interne Management-CPU der Bridge ist, sondern als externe Netzknoten-Instanz einspeist. - Architektonischer Zweck: Definition der exakten Mess- und Korrekturpunkte für Ingress-, Egress- und Host-Uplink-Verzögerungen, um sowohl die lokale Management-CPU auf T_0' zu synchronisieren (
TimeSlave-Rolle) als auch den PTP-Datenstrom unter Verweilzeitkompensation (correctionFieldT_c) an kaskadierte TimeSlaves weiterzuleiten (Bridge-Rolle).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- GTM (Global Time Master / Grandmaster Clock): Externe Zeitquelle; sendet
Sync- undFollow_Up-PDUs mit Master-Ursprungszeitstempel T_0 (preciseOriginTimestamp). - TimeSlave / Bridge (Kombinierte Netzwerkeinheit):
- Switch (TSN / PTP Hardware Core): Multiport-Switch mit portbezogenen Hardware-Timestamping-Einheiten:
Port 3: Ingress-Slave-Port, angebunden an den GTM.Port 1: Interner Management-/Uplink-Port (z. B. MII, RGMII, PCIe) zur Host-CPU.Port 2: Egress-Master-Port in Richtung nachgelagerter PTP-Slaves.Port 4, ...: Weitere Switch-Ports (inaktiv oder für regulären Datenverkehr).
- Management CPU (Host-Controller): Führt den AUTOSAR-Stack aus (Classic:
EthTSyn,StbM,EthIf,Eth,EthSwt; Adaptive:ARA::TSYN/ Daemon). Fungiert als interner TimeSlave für die lokale Zeitbasis T_0'.
- Switch (TSN / PTP Hardware Core): Multiport-Switch mit portbezogenen Hardware-Timestamping-Einheiten:
- Time Slave (Aktiv, links unten): Kaskadierte externe Endstation (ECU); empfängt weitergeleitete Zeitinformationen und synchronisiert die lokale Uhr auf T_0''.
- TimeSlave (Inaktiv/ausgegraut, rechts unten): Optionale Topologie-Erweiterung an weiteren Switch-Ports.
- Nachrichten/PDUs:
Sync(Event-Message, PTP-Nachrichtentyp 0x0, hardware-zeitgestempelt).Follow_Up(General-Message, PTP-Nachrichtentyp 0x8, transportiert T_0, TLVs und modifiziertescorrectionField).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Einspeisung durch GTM (T_0 → T_4):
- Der GTM generiert einen
Sync-Frame und erfasst den Austrittszeitpunkt als Hardware-Timestamp T_0. - Der Frame erreicht
Port 3des Switches; dort wird der Ingress-Zeitstempel T_4 auf MAC/PHY-Ebene determiniert.
- Der GTM generiert einen
- Interner Uplink zur Management CPU (T_4 → T_5 → T_6):
- Der
Sync-Frame wird überPort 1zur Management CPU geroutet. - Beim Verlassen des Switch-Cores an
Port 1wird T_5 erfasst. Die Ingress-Verweilzeit (Rx to Uplink Residence Time) beträgt $\Delta t_{\text{rx}} = T_5 - T_4$. - Am MAC-Interface der Management CPU wird der Eintreffzeitpunkt T_6 gelatcht.
- Berechnung der lokalen Slave-Zeit T_0': Die Management CPU synchronisiert ihre interne Uhr mittels T_0, der gemessenen Link-Verzögerung ($\text{Pdelay}_{\text{GTM}\to\text{Port3}}$) und der internen Ingress-Laufzeit (T_5 - T_4) sowie Interface-Laufzeit (T_6 - T_5).
- Der
- Egress & Weiterleitung an nachgelagerten Slave (T_4 → T_7):
- Der
Sync-Frame wird überPort 2weitergeleitet. - Am Austrittspunkt von
Port 2wird der Egress-Hardware-Timestamp T_7 erfasst. - Kompensation im Correction Field (T_c): Die Gesamtverweilzeit der Bridge beträgt $\Delta t_{\text{residence}} = T_7 - T_4$. Das im nachfolgenden
Follow_Up-Frame transportiertecorrectionFieldwird aktualisiert: $$\text{correctionField}_{\text{out}} = \text{correctionField}_{\text{in}} + (T_7 - T_4) + \text{Pdelay}_{\text{upstream}}$$
- Der
- Synchronisation des nachgelagerten Slaves (T_0''):
- Der nachgeschaltete
Time SlaveempfängtSyncund das aktualisierteFollow_Upund stellt seine Uhr auf T_0'' ein (unter Einrechnung von T_0, dem kumulierten T_c und dem eigenen Pdelay zuPort 2).
- Der nachgeschaltete
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Messmethoden vs. statische Konfiguration (
PRS_TS_00059,RS_TS_20048,RS_TS_20059):- Dynamische Messung (Standard): Wenn
rx_residence_time == 0undtx_residence_time == 0, muss der Ethernet-Switch-Treiber (EthSwt) die interne Verweilzeit über Hardware-Zeitstempel (T_4, T_5, T_7) live ermitteln (PRS_TS_00168,PRS_TS_00169). - Statischer Fallback: Sind
rx_residence_time > 0undtx_residence_time > 0konfiguriert, wird die Summe beider Werte als statische Switch-Verweilzeit (T_7 - T_4) verwendet, anstatt Hardwaredifferenzen zu berechnen (PRS_TS_00170,PRS_TS_00171).
- Dynamische Messung (Standard): Wenn
- Secured Time Synchronization & TLV-Behandlung (
PRS_TS_00207–PRS_TS_00209):- Enthält
Follow_Upein AUTOSARSub-TLV:Time Secured, schützt eine CRC (CRC_Time_1) dascorrectionField(geprüft über Bitmask0x04inCRC_Time_Flags). - Da die Bridge das
correctionFieldmodifiziert (T_c), muss die CRC vor dem Aussenden an Port 2 zwingend neu berechnet werden (PRS_TS_00209). - Schlägt die Ingress-Validierung der CRC fehl, muss der Frame laut
PRS_TS_00208sofort verworfen werden (kein Forwarding). - Bei Nutzung von
Sub-TLV:Time Authenticated(PRS_TS_00253–PRS_TS_00255) muss der ICV (Integrity Check Value) nach dercorrectionField-Modifikation neu generiert werden.
- Enthält
- Hardware- & Treiberanforderungen:
- Der Switch-Baustein muss zeitgleiches Multi-Port-Timestamping (Ingress an Port 3, Egress an Port 1 und Port 2) ohne FIFO-Überlauf unterstützen.
- Takt-Drift zwischen der Switch-internen Hardware-Clock und der Host-CPU-Clock muss bei der Übergabe T_5 → T_6 über
RateRatio-Kompensation berücksichtigt werden.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.