AUTOSAR_AP_SWS_Diagnostics
FIG-e1f08839f5b31527
1062 × 735 px
2 Release(s)
Figure 1.1: Architecture Diagnostic Communication Management
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
e1f08839f5b3152717bca6ebbbcb7be02b54f370ef34661eac44828e10181775
✦
KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Schematisches Schichten- und Komponentenmodell (Blockarchitektur) der AUTOSAR Adaptive Platform (AP).
- Technischer Zweck: Darstellung der modularen, mehrstufigen Architektur des Diagnostic Communication Management (DCM) gemäß
AUTOSAR_AP_SWS_Diagnostics. - Funktionale Einordnung:
- Trennung zwischen zentraler Netzwerkanbindung/Transportabstraktion (untere Ebene) und dezentralen, pro Software-Cluster (SWCL) instanziierten Diagnose-Server-Instanzen (obere Ebene).
- Ermöglicht Multi-Client/Multi-Server-Diagnose auf POSIX-basierten Hochleistungs-Steuergeräten (HPCs) unter Berücksichtigung von getrennten Adressräumen, Update-Domänen (Software Clusters) und getrennten UDS-Zustandsmaschinen.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Transport- und Busebene (Netzwerk-Ebene):
Ethernet: Physisches Übertragungsmedium.DoIP(Diagnostic over IP) &Custom TP: Transportprotokoll-Treiber/Plugins zur Entkapselung von UDS-PDUs (z. B. DoIP nach ISO 13400 oder proprietäre Transportprotokolle).Transport Layer API: Generische Abstraktionsschicht zur Entkopplung der Transportspezifika vom übergeordneten Routing.
- Zentraler Dispatcher:
Dispatching towards Diagnostic Server Instances: Zentrale Vermittlungskomponente; filtert und routet eingehende Diagnoseanfragen (basierend auf Target Address, DoIP Logical Address oder Tester-ID) an die jeweils zuständige Diagnose-Server-Instanz des adressierten Software-Clusters.
- Software Cluster (SWCL A, SWCL B) – Diagnose-Server-Instanzen:
Software Cluster: Unabhängig deploybare, startbare und aktualisierbare logische Funktionseinheiten (Update- und Ausführungseinheiten).- Jede Instanz beinhaltet autark:
Diagnostic Session Handling / Security Checks: Autonome Verwaltung von UDS-Sitzungszuständen (Standard, Extended, Programming Session gemäß ISO 14229-1) sowie Authentifizierungs- und Sicherheitsstufen (SecurityAccess 27, Service29 Authentication).Request Dispatching: Lokaler Request-Router innerhalb des Clusters.Internal Processing: Interne Bearbeitung von Standard-Services, die direkt vom Stack ohne Applikationsinteraktion bedient werden (z. B. 10 DiagnosticSessionControl,3E TesterPresent, Status-Rückgaben, NRC-Handling).
- Applikationsebene:
Diagnostic Application (A.1, A.2, B.1, B.2): Adaptive Applications, die überara::diag-Schnittstellen angebunden sind.- Interaktionspfade:
- Direkte Ausführung (Direct Dispatching): Weiterleitung applikationsspezifischer UDS-Services (z. B. 22 ReadDataByIdentifier,2E WriteDataByIdentifier, $31 RoutineControl) direkt vom lokalen Dispatcher an die Applikation (z. B. Pfad zu A.2, B.2).
- Gekoppelte interne Verarbeitung (Internal Processing + App-Callback): Bearbeitung von Services im Stack mit Vor-/Nachbereitung durch die Applikation bzw. Abruf interner Zustände (z. B. Pfad über Internal Processing zu A.1, B.1).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- PDU-Empfang & Reassemblierung:
- Diagnosetelegramm trifft via Ethernet ein. DoIP (oder Custom TP) übernimmt Verbindungsmanagement, Header-Validierung und Nachrichtenassemblierung.
- Globales Dispatching (Transport Layer -> Server Instance):
- Die PDU wird über die
Transport Layer APIan das globale Dispatching übergeben. - Anhand der logischen Zieladresse wird die Nachricht dem Ziel-Software-Cluster (
Software Cluster AoderSoftware Cluster B) zugewiesen und per prozessübergreifender IPC an dessen Server-Instanz übergeben.
- Die PDU wird über die
- Session- & Security-Gatekeeping:
- Validierung, ob der angeforderte Service (SID) und Subfunktion im aktuellen Zustand des Clusters zulässig sind.
- Bei Verstoß: Sofortige Abweisung via NRC (z. B.
0x7E - SubFunctionNotSupportedInActiveSession,0x33 - SecurityAccessDenied).
- Lokales Routing & Verarbeitung:
- Zweig 1 (Interner Service): Stack verarbeitet die Anfrage autark (
Internal Processing) oder ruft registrierte Handler der Applikation synchron/asynchron auf. - Zweig 2 (Applikations-Service): Dispatcher serialisiert/leitet die Payload an die entsprechende Adaptive Application weiter (
ara::diag::GenericDataIdentifier,ara::diag::Routineetc.).
- Zweig 1 (Interner Service): Stack verarbeitet die Anfrage autark (
- Antwort-Aggregation & Response-Übertragung:
- Applikationsergebnis oder interne Response wird formatiert, mit SID Response Identifier versehen, über den zentralen Transportpfad zurückgeführt und via DoIP an den externen Diagnosetester gesendet.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Zustandskapselung (Multi-Server-Konzept):
- Jede Software-Cluster-Instanz kapselt ihre eigenen Diagnosezustände. Ein Session-Wechsel in
Software Cluster A(z. B. Übergang in Extended Session) hat keine automatische Auswirkung aufSoftware Cluster B. Entwickler müssen clusterübergreifende Abhängigkeiten architektonisch gesondert behandeln.
- Jede Software-Cluster-Instanz kapselt ihre eigenen Diagnosezustände. Ein Session-Wechsel in
- IPC- und Latenz-Overhead:
- Das zweistufige Dispatching (Global -> Cluster -> Application) beinhaltet bis zu zwei Interprozess-Kommunikationsschritte (IPC). Für zeitkritische Diagnoseroutinen (31) oder High-Throughput-DIDs (22 / $36) müssen P2/P2*-Timer (
P2ServerMax,P2*ServerMax) entsprechend großzügig konfiguriert oder asynchrone Pending-Mechanismen (NRC 0x78 - RequestCorrectlyReceived-ResponsePending) im Stack vorgesehen werden.
- Das zweistufige Dispatching (Global -> Cluster -> Application) beinhaltet bis zu zwei Interprozess-Kommunikationsschritte (IPC). Für zeitkritische Diagnoseroutinen (31) oder High-Throughput-DIDs (22 / $36) müssen P2/P2*-Timer (
- Service-Instanziierung über
ara::diag:- Applikationen binden sich als Service-Instanzen via Manifest (
.arxml) an den lokalen DCM des Clusters. Es dürfen keine direkten Netzwerk- oder DoIP-Sockets auf Applikationsebene geöffnet werden.
- Applikationen binden sich als Service-Instanzen via Manifest (
- Custom TP-Erweiterbarkeit:
- Die standardisierte
Transport Layer APIerlaubt die nahtlose Integration alternativer Transportprotokolle (z. B. PCIe-basiertes virtuelles TP, SOME/IP-TP oder CAN-FD über Gateway-Brücken), ohne den Session- oder Applikations-Layer modifizieren zu müssen.
- Die standardisierte
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.