AUTOSAR_AP_SWS_CommunicationManagement
FIG-edc6d18e001fee6c
751 × 430 px
2 Release(s)
Figure 7.17: Local and Remote Identity and Access Management
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
edc6d18e001fee6cc52b37c6125b81ba033cfe46fc38db337da51d432f27bf6a
✦
KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: Funktionales Architektur- und Sicherheitsdiagramm (Deployment- & Policy-Enforcement-Muster nach dem XACML/NIST-Referenzmodell).
- Architektur-Kontext: AUTOSAR Adaptive Platform (AP), Spezifikation
AUTOSAR_AP_SWS_CommunicationManagement(ara::com) in Kooperation mitIdentity and Access Management(ara::iam). - Technischer Zweck: Darstellung der zweistufigen Zugriffskontroll-Architektur (Local IAM vs. Remote IAM) für serviceorientierte Kommunikation via SOME/IP über Maschinengrenzen hinweg. Das Modell trennt die lokale Autorisierung auf Prozess-Ebene von der netzwerkweiten Autorisierung auf Steuergeräte-Ebene (ECU-Ebene).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Entitäten & Akteure:
- Service Client: Applikationsprozess auf der anfragenden Adaptive Platform Instance (
AUTOSAR applications). Besitzt eine OS-basierte Ausführungsidentität (Process Identity, z. B. POSIX UID/GID, Security Label/SELinux Context). - Service Instance: Bereitstellende Server-/Skeleton-Instanz auf der Ziel-Plattform (
AUTOSAR applications). - Communication Management (
ara::com): Middleware-Subsystem innerhalb derAUTOSAR APIs & servicesbeider Plattform-Knoten.
- Service Client: Applikationsprozess auf der anfragenden Adaptive Platform Instance (
- IAM-Rollen (Zylinder-Symbolik):
- Policy Enforcement Point (PEP, dunkle Zylinderhälfte): Im Kontrollpfad des
Communication Managementplatzierter Abfangpunkt, der Methoden-/Event-Zugriffe blockiert oder durchleitet. - Policy Decision Point (PDP, helle Zylinderhälfte): Entscheidungsinstanz des IAM, die anhand konfigurierter Richtlinien (Policies/Grants) über Zulässigkeit entscheidet.
- Policy Enforcement Point (PEP, dunkle Zylinderhälfte): Im Kontrollpfad des
- Sicherheitskontexte & Schnittstellen:
- Local IAM (Client-Seite): Basiert auf der
Process Identity. Kontrolliert, ob der lokale Client-Prozess berechtigt ist, den Service überara::comüberhaupt aufzurufen. - Remote IAM (Server-Seite): Basiert auf der
Remote ECU Identity. Prüft bei eingehenden Nachrichten, ob die anfragende Quell-ECU berechtigt ist, die adressierteService Instancezu nutzen. - SOME/IP-Bindeglied: Physikalische/netzwerkbasierte Ethernet-Schnittstelle zwischen den beiden
Communication Management-Dämonen/Stapeln.
- Local IAM (Client-Seite): Basiert auf der
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Client-seitige Anfrage:
- Der
Service Clientinitiiert einen IPC-Aufruf (Method Request, Event Subscription, Field Get/Set) an das lokaleCommunication Management.
- Der
- Local Policy Enforcement (PEP/PDP):
- Das lokale
Communication Managementfängt den Call ab (PEP). - Der PDP prüft die
Process Identitygegen die lokalen IAM-Zugriffsmatrizen (Manifest-Regeln). - Fehlerfall: Unberechtigter Prozess führt zum sofortigen lokalen Abbruch (
ara::core::ErrorCode/ Security Violation). - Erfolgsfall: Das Paket wird für SOME/IP serialisiert und ins Netzwerk übertragen.
- Das lokale
- SOME/IP-Netzwerktransfer:
- Übertragung des Frames über IP/Ethernet (optional gekoppelt mit TLS/IPsec/SecOC zur Identitätssicherung).
- Remote Policy Enforcement (PEP/PDP):
- Das Server-seitige
Communication Managementempfängt das SOME/IP-Paket. - Der Server-PEP delegiert an den PDP, welcher die
Remote ECU Identityvalidiert (z. B. Authentizitätsprüfung der Quelle, IP/Zertifikatsbindung). - Fehlerfall: Paket wird auf Middleware-Ebene verworfen, optional Logging via
ara::logoder Security Event Reporting viaIdsM. - Erfolgsfall: Deserialisierung und Dispatching an die Ziel-
Service Instance.
- Das Server-seitige
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- ARXML-Modellierung & Manifeste:
- Entwickler müssen Zugriffsrechte explizit im
ExecutionManifestundServiceInstanceManifestdeklarieren (IamAccessRule,ServiceInstanceToPortPrototypeMapping,SecurityEventDefinition). - Die
Process Identityerfordert eine deterministische Zuordnung vonProcess-Instanzen zu UIDs/GIDs und Sicherheits-Labels.
- Entwickler müssen Zugriffsrechte explizit im
- Entkopplung vom Applikationscode:
- Weder
Service ClientnochService Instanceimplementieren eigene Autorisierungslogik; die Zugriffskontrolle erfolgt vollständig transparent und deklarativ imara::com-Stack.
- Weder
- API-Verhalten & Fehlerbehandlung:
- Aufrufe von
FindService, Methoden oderSubscribekönnen trotz korrekter Signatur und laufendem Service scheitern, wenn IAM-Policies verletzt werden. Applikationen müssen entsprechende Fehlerpfade (ara::core::Resultmit Security-Fehlern) deterministisch behandeln.
- Aufrufe von
- Stack- und Integrationsanforderung:
- Der Netzwerk-Stack muss Mechanismen bereitstellen (z. B. SecOC, Hardware Security Module/CryptoStack, TLS), um die
Remote ECU Identityfälschungssicher an den Server-PEP zu übergeben. Eine reine Validierung ungeschützter IP-Quelladressen erfüllt in ASIL-/Cybersecurity-relevanten Systemen (ISO 21434) nicht die Anforderungen an Remote IAM.
- Der Netzwerk-Stack muss Mechanismen bereitstellen (z. B. SecOC, Hardware Security Module/CryptoStack, TLS), um die
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.