AUTOSAR_EXP_ModeManagementGuide
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742 × 352 px
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Figure 4.1: Default States in EcuM Flex make it possible to reuse legacy SWCs
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Architektonisches Block- und Schnittstelleninteraktionsdiagramm (Schichten- und Kommunikationsmodell).
- Technischer Zweck: Das Diagramm spezifiziert die Rückwärtskompatibilitäts-Architektur (Backward Compatibility) zur nahtlosen Wiederverwendung von Legacy-Software-Komponenten (SWCs), die ursprünglich für den
EcuM with fixed state machine(AUTOSAR 3.x / frühe 4.x-Releases) entworfen wurden. - Funktionale Einordnung: Es visualisiert das Zusammenspiel zwischen
EcuM Flexible,BswMund derRTE. Bei aktiviertem FeatureECU Mode Handlingemuliert der EcuM Flex in Kooperation mit dem BswM die standardisierten EcuM-Zustände (u. a.RUN,POST_RUN,SHUTDOWN,SLEEP) vollautomatisch, wodurch eine proprietäre Compatibility SWC im Applikationslayer überflüssig wird.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Application Layer (SWCs):
SWC 1 (EcuM User): Aktive Legacy-Komponente; besitzt Client-Ports zur Anforderung/Freigabe von Steuergeräte-Laufzeitzuständen sowie Mode-Consumer-Ports zur Zustandsüberwachung.SWC 2: Reguläre Applikationskomponente; rein passiver Mode-Consumer ohne eigene EcuM-Benutzeranforderungen.
- Runtime Environment (RTE):
RTE: Vermittlungsschicht zwischen BSW und VFB/Application Layer.EcuM Mode: In der RTE instanziierte Mode Declaration Group (z. B. ModusgruppeEcuM_Modemit Zuständen wieRUN,POST_RUN,SLEEP).
- Basic Software (BSW):
EcuM(ECU State Manager, Flexible):RUN Request Protocol: Modulinterner Arbitrierungsmechanismus zur Verwaltung und Zählung von User-Anforderungen (EcuM_RequestRUN/EcuM_ReleaseRUNproEcuM_UserType).State Machine: Flexibler interner Zustandsgraph zur Abbildung der emulierten Fixzustände.
BswM(Basic Software Mode Manager): Übergeordnete Regel- und Aktions-Engine für das systemweite Modemanagement.
- Schnittstellen & Interaktionspfade:
EcuM_StateRequest: Standardisiertes AUTOSAR Client-Server-Interface (C/S) zwischenSWC 1undEcuM(Service-PortEcuM_StateRequestmit den OperationenRequestRUN,ReleaseRUN, optionalRequestPOST_RUN,ReleasePOST_RUN).BswM_EcuM_RequestedState: BSW-interne C-API (Indikation von EcuM an BswM); signalisiert aggregierte Zustandsänderungen der Applikationsanforderungen an den BswM.EcuM_SetState: BSW-interne Steuerungs-API (C-Funktion von BswM an EcuM); weist den EcuM an, eine physische Zustandsüberführung in der State Machine vorzunehmen.Rte_Switch_currentMode(bzw.SchM_Switch/Rte_Switch_<p>_<m>): BSW-Service-Aufruf des EcuM an die RTE/SchM zur Bekanntgabe eines vollzogenen Zustandswechsels.- Mode-Notification-Pfade (
EcuM Mode→SWC 1/SWC 2): Verteilung des Modusstatus über RTE-Mode-Switch-Ports an registrierte Runnables der Komponenten (Mode-Switch-Triggered Events oderRte_Mode-Abfragen).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
- Zustandsanforderung durch Legacy-SWC:
SWC 1ruft über das C/S-InterfaceEcuM_StateRequestsynchron die OperationRequestRUN()auf.
- Arbitrierung im EcuM:
- Das
RUN Request Protocolinkrementiert den Zähler für die zugewiesene User-ID. Ändert sich der Gesamtstatus von „kein User“ auf „mindestens ein User fordert RUN“, triggert der EcuM die BSW-SchnittstelleBswM_EcuM_RequestedState(ECUM_STATE_APP_RUN)(oder dem äquivalenten konfigurierten Target State).
- Das
- Entscheidung & Zustandsführung im BswM:
- Der BswM evaluiert die zugehörige Rule (
BswMRulemit Mode-Condition aufBswM_EcuM_RequestedState). - Bei erfüllter Bedingung führt die Action-List des BswM den Aufruf
EcuM_SetState(ECUM_STATE_RUN)aus.
- Der BswM evaluiert die zugehörige Rule (
- Zustandswechsel & RTE-Signalisierung:
- Die EcuM-interne
State Machinewechselt in den ZustandRUN. - Der EcuM setzt den RTE-Mode-Switch über
Rte_Switch_currentMode(RTE_MODE_EcuM_Mode_RUN)ab.
- Die EcuM-interne
- Reaktion im Application Layer:
- Die RTE verarbeitet den Moduswechsel und triggert
ModeSwitchEventsinSWC 1undSWC 2(z. B. Start zyklischer Applikations-Runnables bei Eintritt inRUN).
- Die RTE verarbeitet den Moduswechsel und triggert
- Freigabe und Herunterfahren:
- Nach Abarbeitung sendet
SWC 1ReleaseRUN(). Sobald der User-Count 0 erreicht, signalisiert EcuM viaBswM_EcuM_RequestedStateden Wegfall des Bedarfs; der BswM steuert viaEcuM_SetStatedie Folgemodi (POST_RUN→PREP_SHUTDOWN→SLEEP/OFF) an.
- Nach Abarbeitung sendet
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- EcuM-Konfiguration:
- Der Konfigurationsparameter
EcuMConfiguration/EcuMCommonConfiguration/EcuMModeHandlingmuss explizit aufTRUEgesetzt werden. Erst dadurch stellt der EcuM Flex die Default-Zustände, das Run-Request-Protokoll und die RTE-Service-Ports kompatibel bereit. - Jedem Legacy-Client muss eine gültige EcuM-User-ID (
EcuMUserConfig) zugewiesen und im C/S-Port-Mapping hinterlegt werden.
- Der Konfigurationsparameter
- BswM-Regelwerk:
- Der BswM muss explizit mit
BswMModeRequestPortfür EcuM-Requested-States sowie entsprechenden Action-Lists konfiguriert werden, dieEcuM_SetStateaufrufen. Ohne diese BswM-Regeln bleibt der Zustandsautomat des EcuM trotz Applikationsanforderung blockiert.
- Der BswM muss explizit mit
- Latenz- und Ausführungssemantik:
- Zwischen dem Aufruf von
RequestRUN()durch die SWC und dem tatsächlichen Eintreten des Moduswechsels in der RTE vergeht mindestens ein Verarbeitungszyklus des BswM (BswM_MainFunction), sofern die Mode-Indikation nicht aufIMMEDIATE-Abarbeitung konfiguriert ist. Zeitkritische Applikationslogik darf den Moduswechsel nicht unmittelbar synchron nach dem C/S-Call voraussetzen.
- Zwischen dem Aufruf von
- Architektur-Benefit:
- Vollständige Portierbarkeit von ASR 3.x/4.0-Legacy-SWCs auf moderne AUTOSAR 4.2+/4.3+ Stacks ohne Refaktorisierung der Applikations-Ports oder Zwischenschaltung manueller Wrapper-Komponenten.
Zugeordnete Anforderungen
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