AUTOSAR_AP_EXP_PlatformDesign
FIG-f72cf7ace36cdf5d
932 × 527 px
3 Release(s)
Figure 14.2: IAM sequence
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Hybrides Architektur- und Interaktions-/Kollaborationsdiagramm mit sequenzieller Ablaufnummerierung (basierend auf dem XACML-/RFC-2753-Sicherheitsmuster für Access Control).
- Technischer Zweck: Spezifikation des grundlegenden Autorisierungs- und Zugriffskontrollmodells der AUTOSAR Adaptive Platform (Identity and Access Management – IAM).
- Funktionale Einordnung: Absicherung von Plattform-Ressourcen (z. B. Crypto Key Slots, Persistency-Bereiche) und IPC-/Service-Schnittstellen (z. B. Event-Subscriptions oder Method-Calls via
ara::com) gegen unberechtigte Zugriffe durch lokale oder entfernte Applikationen über statisch deklarierte Zugriffsrechte (Grants/Intents).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Subject:
- Rolle: Konsument/Client (Adaptive Application, lokal als Linux/POSIX-Prozess oder remote über Netzwerkschnittstelle angebunden).
- Identität: Identifiziert über Prozessattribute (POSIX UID/GID, Security Credentials) bzw. Security Extensions im Kontext des Execution Manifests.
- Object Provider:
- Rolle: Ressourcen-verwalter bzw. Funktionscluster-Daemon/Bibliothek (z. B. Crypto Daemon für
ara::crypto, Communication Management Binding/Library fürara::com, Persistency Daemon fürara::per).
- Rolle: Ressourcen-verwalter bzw. Funktionscluster-Daemon/Bibliothek (z. B. Crypto Daemon für
- PEP (Policy Enforcement Point):
- Rolle: Durchsetzungsinstanz, integraler Bestandteil oder vorgeschaltetes Kontrollmodul des Object Providers. Interzeptiert eingehende Ressourcenanforderungen und setzt das Urteil des PDP zwingend durch.
- PDP (Policy Decision Point):
- Rolle: Zentrale logische Entscheidungsinstanz des IAM-Subsystems. Bewertet die Autorisierungsanfrage anhand der konfigurierten Zugriffsrichtlinien und Manifest-Regeln.
- Manifest:
- Rolle: Konfigurations- und Datenbasis (Execution Manifest / Service Instance Manifest / IAM Grant Model).
- Inhalt: Statische Zuordnung von Subjekt-Identitäten (
Process,Executable) zu autorisierten Intents bzw. Zugriffsrechten (GrantDesign, ServiceInterfaceDeployment).
- Beziehungen & Kopplung:
- Subject → Object Provider: Asynchrone/synchrone API-Anforderung über IPC (Unix Domain Sockets, Shared Memory) oder Middleware-Bindings.
- Object Provider / PEP ↔ PDP: Interne Schnittstelle (lokale IPC oder direkter Funktionsaufruf innerhalb des Plattform-Stacks).
- PDP → Manifest: Lesezugriff auf das geparste ARXML-/JSON-Modell zur Laufzeit (oder Zugriff auf vortranspilierte/gecachte Policies in der Plattform).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Der Ablauf erfolgt in vier chronologischen Schritten:
- Ressourcenanforderung (Trigger):
- Das Subject fordert Zugriff auf eine Plattform-Ressource an (z. B. Belegung/Zugriff auf einen
KeySlotinara::cryptooder Aufruf vonFindService/Subscribeauf ein Event viaara::com).
- Das Subject fordert Zugriff auf eine Plattform-Ressource an (z. B. Belegung/Zugriff auf einen
- Autorisierungsprüfung (PEP → PDP):
- Der dem Object Provider zugeordnete PEP fängt den Aufruf ab und generiert eine Zugriffsanfrage an den PDP, bestehend aus Subjekt-Identität, Ziel-Objekt und gewünschter Operation (Intent).
- Policy-Evaluierung & Entscheidungsfindung (PDP → Manifest → PEP):
- Der PDP liest die hinterlegten Manifest-Definitionen aus. Er prüft, ob der angeforderte Intent mit den für die Identität des Subjects im Manifest deklarierten Grants übereinstimmt.
- Der PDP trifft ein Urteil (Access Granted / Access Denied) und meldet die Entscheidung synchron/asynchron an den PEP zurück.
- Durchsetzung & Response (PEP → Subject):
- **Positivfall (Permit):** Der PEP gibt die Anfrage frei; der Object Provider führt die Operation aus und liefert das Ergebnis an das Subject.
- **Negativfall (Deny):** Die Ausführung wird blockiert. Der PEP veranlasst das Senden einer Fehlermeldung (im Diagramm generalisiert als NRC bzw.
ara::core::Result<T, ara::core::ErrorCode>), z. B.SecurityErrc::kAccessDeniedoderComErrc::kGrantEnforcementFailed.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Manifest-Deklaration zwingend erforderlich:
Jeder Zugriff auf geschützte Ressourcen muss zur Integrationszeit explizit im ARXML-Modell (
IAM Grant Design,ServiceInstanceToProcessMapping) deklariert sein. Nicht deklarierte Zugriffe werden vom PDP standardmäßig verworfen (Default Deny). - Fehlerbehandlung auf Applikationsebene:
Applikations-Entwickler dürfen nicht von implizitem Zugriff ausgehen. Alle API-Rückgaben, die durch den PEP geschützt sind, kapseln Fehler via
ara::core::Result(z. B. Rückgabe systemspezifischer Zugriffsfehler anstelle von Nutzdaten). - Performance- & Latenz-Auswirkungen:
Die Evaluation über den PDP erzeugt bei dynamischen Aufrufen Overhead. Plattform-Stacks cachen PDP-Entscheidungen häufig für bestehende Sessions/Handles (z. B. einmalige Prüfung bei
Subscribe(), nicht bei jedem einzelnen Event-Empfang). - Prozess-Authentizität (Platform Integrators): Die Integrität der Subject Identity hängt an der zugrundeliegenden OS-Sicherheit (z. B. Linux cgroups, DAC, POSIX Capabilities, SELinux/AppArmor). Ein Spoofing der Prozess-Credentials hebelt den PDP aus; die Absicherung der OS-Isolation ist zwingende Integrationsvoraussetzung.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.