AUTOSAR_AP_EXP_SWArchitecture
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Figure 9.109: Interfaces required by Diagnostic Management from external components
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: UML-Komponentendiagramm / Schnittstellen-Abhängigkeitsdiagramm der AUTOSAR Adaptive Platform (AP).
- Architektur-Kontext: Spezifiziert die externe Abhängigkeit des Functional Clusters Diagnostic Management (DM) in einer daemon-basierten Implementierungsausprägung gemäß
AUTOSAR_EXP_SWArchitecture(R21-11). - Funktionaler Zweck: Modellierung der Koppelung zwischen dem Diagnose-Daemon (primär zuständig für UDS- und DoIP-Handling gemäß ISO 13400 / ISO 14229) und dem darunterliegenden Netzwerk-Subsystem zur PDU-Übertragung über IP-basierte Fahrzeug-Bussysteme (Ethernet).
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
- Komponenten & Stereotypen:
Diagnostic Management daemon-based[«aapFunctionalCluster»]: Zentraler Plattform-Daemon der Adaptive Platform für On-Board- und Off-Board-Diagnoseabwicklung, Fehlergedächtnisverwaltung (Event Memory) und Diagnose-Sessions.TCP/IP Stack[«aapInternal»]: Interne Schnittstelle bzw. Subsystem-Abstraktion für IP-, TCP- und UDP-Kommunikation. Trägt das Stereotyp«aapInternal», da es sich nicht um eine standardisierte ara::com-Serviceschnittstelle handelt, sondern um plattforminterne Core-Funktionalität.Operating System[UML-Komponente]: Zugrundeliegendes POSIX-konformes Betriebssystem der Adaptive Platform Execution Management Umgebung.
- Beziehungen & Abhängigkeiten:
- «use» (Usage Dependency):
Diagnostic Management daemon-based→TCP/IP Stack. Der Diagnose-Daemon nutzt die Transportprotokoll-Schnittstellen für den DoIP-Transportkanal (TCP für Diagnose-Payload/Steuerung, UDP für Vehicle Identification und Alive-Check). - Realisierung (Interface Realization):
Operating System⇢TCP/IP Stack(gestrichelte Linie mit geschlossener, nicht ausgefüllter Dreiecksspitze). Das POSIX-kompatible Betriebssystem implementiert den TCP/IP-Stack und stellt ihn über native OS-Primitive bereit.
- «use» (Usage Dependency):
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Das Diagramm definiert eine statische Struktur. Aus der statischen Bindung resultiert zur Laufzeit folgendes Kommunikationsmuster:
- Initialisierung & Socket-Setup: Der DM-Daemon erzeugt während der Initialisierung über die OS-Socket-Schnittstelle UDP-Sockets für DoIP-Discovery (Port 13400) und bindet einen TCP-Listener-Socket an Port 13400 (
socket(),setsockopt(),bind(),listen()). - Vehicle Announcement / Identification: Asynchroner Versand und Empfang von DoIP-Nachrichten über UDP.
- Verbindungsaufbau (DoIP TCP Session): Eingehende Verbindungsanfragen eines externen Diagnose-Testers werden vom OS-Stack terminiert; der DM-Daemon akzeptiert die Verbindung (
accept()) und weist sie einer logischenDiagnosticConversationzu. - Synchrones/Asynchrones I/O-Multiplexing: Der Daemon überwacht Socket-Deskriptoren über OS-Polling-Mechanismen (z. B.
epoll,polloderselect). Eingehende DoIP-Nachrichten (Routing Activation, Diagnostic Message) werden synchron aus dem OS-Socket-Buffer gelesen, geparst und intern verarbeitet. - Session-Terminierung & Fehlerbehandlung: Socket-Schließungen oder TCP-Timeouts führen zum deterministischen Abbau des aktiven Diagnosekanals und Rücksetzen des DoIP-Zustandsautomaten.
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- OS-Anforderungen & Profile: Das Ziel-Betriebssystem muss zwingend Netzwerk-Socket-APIs bereitstellen (POSIX.1-2008 bzw. PSE52/PSE53 Socket API;
sys/socket.h,netinet/in.h,arpa/inet.h). Ein reines Minimalprofil ohne Netzwerk-Stack (z. B. Minimal-PSE51) reicht für DoIP-fähige Instanzen des DM nicht aus. - Keine ara::com-Kopplung für Transport: Die Anbindung an den TCP/IP-Stack erfolgt explizit nicht via Service-Oriented Communication (ara::com / SOME/IP), sondern direkt über BSD/POSIX-Sockets des OS, da DoIP auf standardisierten Raw-TCP/UDP-Ports operiert.
- Sicherheits- & Rechteverwaltung (Security / Access Control): Der DM-Daemon-Prozess benötigt im Manifest (
Execution ManagementExecution Manifest) und in den OS-Sicherheitsrichtlinien (z. B. SELinux, AppArmor, POSIX Capabilities wieCAP_NET_BIND_SERVICE) ausreichende Privilegien, um Low-Ports (Standard-DoIP-Port 13400) zu binden. - Puffer-Dimensionierung: Bei Software-Update-Szenarien via DoIP (UDS Service 0x34 / 0x36 / 0x37) sind die OS-Socket-Buffer (
SO_RCVBUF,SO_SNDBUF) sowie IP-Fragmentierungspuffer architektonisch so auszulegen, dass PDU-Drops bei hohen Übertragungsraten vermieden werden.
Zugeordnete Anforderungen
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